Die Patrouille Suisse, das Jet-Kunstflugteam der Schweizer Luftwaffe, wird im Jahre 2027 aufgelöst. Grund dafür ist die vom Parlament beschlossene Ausmusterung der Kampfflugzeuge des Typs F-5 „Tiger“, mit denen die Staffel seit 1995 fliegt. Die Einstellung des Betriebs dieser Flugzeuge erfolgt aus finanziellen Gründen. Die Entscheidung hat in der Schweiz eine breite Diskussion ausgelöst, da die Patrouille Suisse seit über sechzig Jahren als ein Symbol der Schweizer Armee und der technischen Präzision des Landes gilt.
Anstelle der Patrouille Suisse soll zukünftig das PC-7 Team als Aushängeschild der Schweizer Militärluftfahrt auftreten. Dieses Team, das bereits seit 1989 besteht, nutzt Pilatus PC-7 Turboprop-Flugzeuge. Diese Propellermaschinen sind im Betrieb deutlich kostengünstiger als die Jets der Patrouille Suisse. Zwar hat das PC-7 Team international Anerkennung gefunden, jedoch genießt es in der Öffentlichkeit nicht dasselbe Ansehen wie die Patrouille Suisse mit ihren Überschalljets. Die Piloten beider Teams sind aktive Militärpiloten und fliegen neben den Vorführungen auch ihre regulären Einsätze.
Militärische Stellen haben die Bedeutung der Patrouille Suisse als kulturelles und symbolisches Element anerkannt, betonen aber, daß die Aufrechterhaltung einer Kunstflugstaffel wichtig sei. Sie heben hervor, daß die Fokussierung auf die neue Generation der Kampfflugzeuge, namentlich der F-35, die die F-5 ersetzen, die vorrangige Aufgabe sei. Die F-5-Flotte, die bis 2027 schrittweise stillgelegt wird, dient derweil noch als Trainingsflugzeug und entlastet die F/A-18-Hornets.
Fans der Patrouille Suisse haben noch rund zwei Jahre die Möglichkeit, die letzten Vorführungen des Teams zu sehen. Der Flugplan für das Jahr 2026 wird voraussichtlich im Frühjahr veröffentlicht. Unterdessen ist das PC-7 Team aktiv. Dessen nächste öffentliche Vorführung ist für den 3. Oktober 2025 in Stäfa im Kanton Zürich geplant.