Die amerikanische Fluggesellschaft Delta Air Lines wird ihre saisonale Verbindung zwischen New York-JFK und Genf einstellen. Der letzte Flug auf dieser Strecke ist für den 20. Oktober 2025 geplant. Damit endet die Wiederaufnahme der Route, die erst 2023 nach langer Pause erfolgt war. Die Entscheidung kommt überraschend, da die Verbindung lediglich drei Sommer lang bedient wurde, wie das Luftfahrtportal One Mile At A Time als erstes berichtete.
Die Einstellung der Route begründet sich in der strategischen Neuausrichtung von Delta, die in den vergangenen Jahren ihr Europa-Angebot neu bewertet hat. Die Fluggesellschaft, die Mitglied der SkyTeam-Allianz ist, konzentriert ihre Langstreckenflüge aus den USA stärker auf ihre europäischen Drehkreuze, die von Partnern wie Air France-KLM und Virgin Atlantic bedient werden. Zwar flogen im Sommer 2025 noch 15 Fluggesellschaften nonstop aus der Schweiz in die Vereinigten Staaten, allerdings konzentrieren sich die meisten auf die größeren Flughäfen in Zürich und Genf. In Zürich bietet die Swiss International Air Lines die meisten Langstreckenflüge in die USA an.
Für den Flughafen Genf bedeutet der Wegfall der Delta-Verbindung einen Verlust, da die Stadt eine wichtige Rolle als Drehscheibe für internationale Organisationen und als Finanzzentrum spielt. Dies macht sie zu einem wichtigen Ziel für Geschäftsreisende. Trotz der Einstellung der Route nach New York-JFK fliegt Delta Air Lines jedoch weiterhin von New York nach Zürich. Für Reisende aus der Schweiz bleiben weiterhin andere Optionen bestehen. So bietet die Swiss die Strecke zwischen Genf und New York-JFK an, auch wenn die Flugfrequenz nicht der von Delta entspricht.
Die kürzliche Einstellung der Flugverbindung nach Prag im Oktober 2024 sowie die Rücknahme von weiteren Strecken nach Europa, beispielsweise nach Stuttgart, lassen darauf schließen, daß Delta ihre Strecken nach Europa strategisch konsolidiert und sich auf die profitabelsten Routen konzentriert, die vor allem in Zusammenarbeit mit ihren Allianzpartnern betrieben werden. Der Schweizer Markt bleibt aber weiterhin ein wichtiges Ziel für die Airline.