Der Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) leidet auch zu Beginn der neuen Woche massiv unter den Nachwirkungen eines vor etwa eineinhalb Wochen erfolgten Cyberangriffes. Der Angriff traf einen zentralen IT-Dienstleister, dessen Ausfall weiterhin die Abfertigungsprozesse am Hauptstadtflughafen beeinträchtigt. Fluggäste müssen am BER weiterhin mit Verzögerungen und Verspätungen rechnen.
Am Montag, den 29. September 2025, erwartete der Flughafen in Schönefeld rund 86.000 Passagiere auf etwas mehr als 600 Flügen. Bereits am Morgen mußten infolge der Störung vier geplante Starts und vier Ankünfte abgesagt werden. Der Hackerangriff hatte elektronische Systeme des IT-Dienstleisters Collins Aerospace lahmgelegt, welche essentiell für die Passagier- und Gepäckabfertigung sind. Es sind Berichten zufolge auch mehrere andere Flughäfen in Europa betroffen.
Zur Bewältigung der Beeinträchtigungen wurden am BER mehrere Maßnahmen ergriffen. Der Check-in verläuft bei einigen Fluggesellschaften weiterhin manuell. Allerdings setzen einige Airlines inzwischen eigenes Equipment wie Computer, Tablets oder Bordkartendrucker vor Ort ein. Zudem wurde ein Übergangssystem für die Gepäcksortierung installiert, an das die ersten Fluggesellschaften bereits angeschlossen sind. Der Flughafen arbeitet mit Hochdruck daran, weitere Airlines in dieses System zu integrieren, um eine weitere Stabilisierung des Betriebes zu erreichen.