Oktober 1, 2025

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Oktober 1, 2025

Flughafen Schiphol erwägt Verzicht auf geplante Gebührenerhöhung

Der Flughafen Amsterdam Schiphol plant, die für das Jahr 2026 vorgesehene Erhöhung der Flughafengebühren um fünf Prozent auszusetzen. Die Maßnahme soll dazu beitragen, die Kosten für Fluggesellschaften und Passagiere stabil zu halten. Die Entscheidung folgt auf eine bereits erfolgte, signifikante Anhebung der Gebühren um 41 Prozent im Jahr 2025. Diese kräftige Erhöhung wurde ursprünglich zur Finanzierung von Qualitätsverbesserungen und Modernisierungsmaßnahmen am Flughafen eingeführt. Der Flughafen begründet den nunmehr vorgeschlagenen Verzicht auf die weitere Erhöhung mit seiner starken finanziellen Leistung und dem Rücklauf der Fluggesellschaften. Das Management des Amsterdam Schiphol Airports hat vorgeschlagen, einen freiwilligen Beitrag aus eigenen Mitteln zu leisten, um die geplante Gebührensteigerung zu kompensieren. Mit diesem Schritt soll ein Gleichgewicht zwischen den notwendigen Investitionen in die Infrastruktur des Flughafens und der Beibehaltung der Kostenwettbewerbsfähigkeit erzielt werden. Die niederländische Regierung gilt als Mehrheitseigentümer des Flughafens. Derzeit führt der Flughafen Konsultationen mit den Fluggesellschaften, um eine abschließende Einigung zu erzielen. Eine endgültige Entscheidung über die Flughafengebühren für das Jahr 2026 wird bis Ende Oktober erwartet. Die Gebührenstruktur von Schiphol ist ein wichtiger Faktor für die am Flughafen operierenden Airlines, wie etwa die KLM Royal Dutch Airlines, welche Amsterdam als ihr Hauptdrehkreuz nutzt. Die Erhöhung im Jahr 2025 hatte zuvor bei den Fluggesellschaften, die am drittgrößten Frachtflughafen Europas operieren, für Kritik gesorgt.

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British Airways erweitert Golf-Angebot ab Großbritannien stark

Die britische Fluggesellschaft British Airways (BA) baut ihr Flugangebot zwischen Großbritannien und der Region des Persischen Golfes deutlich aus. Mit Beginn des Winterflugplanes 2025/26 und dem darauffolgenden Sommerflugplan erhöht die Airline die Frequenzen zu mehreren wichtigen Destinationen, um der steigenden Nachfrage in dieser Region gerecht zu werden. Besonders die Anbindung an die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien wird verstärkt. Die Verbindung in die Hauptstadt Abu Dhabi wird ab dem Winter 2025 täglich bedient. Die Flüge nach Bahrain werden ebenfalls ab dem 27. Oktober auf eine tägliche Frequenz aufgestockt, womit sich die wöchentliche Zahl der Flüge mehr als verdoppelt. Im Königreich Saudi-Arabien erhöht British Airways die Frequenz in die Hauptstadt Riyadh auf zwölf wöchentliche Flüge im Winter 2025/26 und auf vierzehn im Sommer 2026. Jeddah erhält ab Sommer 2026 eine zusätzliche wöchentliche Verbindung und wird künftig fünfmal pro Woche angeflogen. Die zusätzlichen Kapazitäten unterstreichen die strategische Bedeutung der Golfregion für British Airways. Die Fluggesellschaft reagiert mit der Frequenzerhöhung auf das starke Wachstum im Geschäftsreiseverkehr und im Tourismus zwischen Europa und dem Golf von Persien. Die arabischen Staaten investieren massiv in ihre Infrastruktur und ihre touristischen Angebote, was zu einem gesteigerten Reisebedarf führt. Die erhöhten Frequenzen dienen dazu, die Position der BA auf diesen lukrativen Langstreckenmärkten zu festigen.

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Cyberangriff behindert weiterhin den Flugbetrieb am BER

Der Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) leidet auch zu Beginn der neuen Woche massiv unter den Nachwirkungen eines vor etwa eineinhalb Wochen erfolgten Cyberangriffes. Der Angriff traf einen zentralen IT-Dienstleister, dessen Ausfall weiterhin die Abfertigungsprozesse am Hauptstadtflughafen beeinträchtigt. Fluggäste müssen am BER weiterhin mit Verzögerungen und Verspätungen rechnen. Am Montag, den 29. September 2025, erwartete der Flughafen in Schönefeld rund 86.000 Passagiere auf etwas mehr als 600 Flügen. Bereits am Morgen mußten infolge der Störung vier geplante Starts und vier Ankünfte abgesagt werden. Der Hackerangriff hatte elektronische Systeme des IT-Dienstleisters Collins Aerospace lahmgelegt, welche essentiell für die Passagier- und Gepäckabfertigung sind. Es sind Berichten zufolge auch mehrere andere Flughäfen in Europa betroffen. Zur Bewältigung der Beeinträchtigungen wurden am BER mehrere Maßnahmen ergriffen. Der Check-in verläuft bei einigen Fluggesellschaften weiterhin manuell. Allerdings setzen einige Airlines inzwischen eigenes Equipment wie Computer, Tablets oder Bordkartendrucker vor Ort ein. Zudem wurde ein Übergangssystem für die Gepäcksortierung installiert, an das die ersten Fluggesellschaften bereits angeschlossen sind. Der Flughafen arbeitet mit Hochdruck daran, weitere Airlines in dieses System zu integrieren, um eine weitere Stabilisierung des Betriebes zu erreichen.

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Genfer Flughafen ernennt neuen Generaldirektor

Der Verwaltungsrat des Westschweizer Flughafens Genf (Aéroport International de Genève) hat Jean-François de Saussure zum neuen Generaldirektor ernannt. Der 59jährige übernimmt das Amt zum 1. November 2025 von seinem Vorgänger Gilles Rufenacht. Mit der Besetzung der Spitzenposition setzt die Flughafenleitung auf einen erfahrenen Manager mit breiter Führungserfahrung außerhalb der Luftfahrtindustrie. Jean-François de Saussure bringt langjährige Führungskompetenz aus verschiedenen Industriezweigen mit. Er war unter anderem in leitender Funktion bei den Unternehmen SGS und Sicpa tätig. Von 2012 bis 2021 amtierte er zudem als Chef der bekannten Schweizer Traditionsfirma Caran d’Ache, welche Schreibgeräte herstellt. Seine Expertise im Bereich Unternehmensführung unterstreicht er durch seine Tätigkeit als unabhängiger Berater und als Mitglied im Verwaltungsrat der International Organization for Standardization (ISO). Der Ökonom und diplomierte Governance-Experte tritt seine neue Position in einer Phase an, in der der Flughafen Genf als wichtiges internationales Drehkreuz der Westschweiz seine Stellung festigen will. Genf gilt als wichtiger Verkehrsknotenpunkt für Geschäftsreisende und internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen. Mit Jean-François de Saussure an der Spitze soll die Position des Flughafens als multimodale Mobilitätsplattform weiterentwickelt werden, welche die verschiedenen Verkehrsträger effizient miteinander verbindet.

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Air Arabia nimmt ersten Airbus A320neo in Empfang

Die Fluggesellschaft Air Arabia hat den ersten Airbus A320neo aus ihrer Großbestellung vom Jahre 2019 entgegengenommen. Die Auslieferung markiert den Beginn der Übergabe von insgesamt 120 neuen Flugzeugen der Airbus A320-Familie. Die Bestellung umfaßt 73 A320neo, 27 A321neo und 20 Langstreckenjets des Typs A321XLR, welche die langfristige Wachstumsstrategie des Billigfliegers aus den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützen sollen. Der neue A320neo ist mit CFM LEAP-1A-Triebwerken ausgerüstet, welche für ihre Treibstoffeffizienz bekannt sind. Die Maschine wird bereits am 1. Oktober 2025 ihren ersten kommerziellen Flug antreten und auf der Strecke vom Heimatflughafen Schardscha (Sharjah) nach Bangkok eingesetzt. Die Fluggesellschaft betreibt eine Flotte von aktuell 83 Airbus-Maschinen. Mit der nun beginnenden Auslieferung wird die Flotte von Air Arabia modernisiert und das Wachstum der Multi-Hub-Operationen unterstützt. Die Air Arabia verfolgt mit der Flottenerneuerung das Ziel, die betriebliche Effizienz in ihren Märkten im Nahen Osten, in Nordafrika und in Südasien zu erhöhen. Das Unternehmen erwartet noch weitere Flugzeugauslieferungen bis zum Jahresende. Die konsequente Modernisierung dient der Stärkung des Low-Cost-Carriers und der Ausweitung seines Streckennetzes in der Region. Die Airbus A320neo-Familie ist aktuell eines der meistverkauften Schmalrumpfflugzeuge der Welt.

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Cyberangriff auf kanadische Fluggesellschaft Westjet

Die kanadische Fluggesellschaft Westjet hat einen Cyberangriff bestätigt, bei dem unbefugte Dritte im Juni 2025 Zugriff auf interne Unternehmenssysteme erlangten. Bei dem Angriff wurden personenbezogene Daten von Kunden aus den Vereinigten Staaten von Amerika entwendet. Westjet stellte klar, daß interne Schutzmaßnahmen erfolgreich griffen, so daß keine Kreditkartendaten oder Paßwörter von dem Datendiebstahl betroffen sind. Die erbeuteten Informationen umfassen je nach Person unterschiedliche Details. Zu den abgegriffenen Daten gehören Namen, Kontaktdaten, Informationen aus Reisedokumenten sowie Angaben zur bestehenden Kundenbeziehung mit der Fluggesellschaft. Die Westjet versicherte in ihrer Stellungnahme, daß der reguläre Flugbetrieb durch den Cyberangriff zu keinem Zeitpunkt in seiner Sicherheit oder Durchführung gefährdet gewesen sei. Die kanadische Fluggesellschaft arbeitet eng mit Ermittlungsbehörden zusammen, darunter das amerikanische FBI (Federal Bureau of Investigation) und das Canadian Centre for Cyber Security. Zudem wurden umgehend zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen implementiert, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Allen betroffenen Kunden wird mit Unterstützung des Dienstleisters Cyberscout Hilfe beim Identitätsschutz und bei der Betrugsprävention angeboten. Der Vorfall unterstreicht die anhaltende Bedrohungslage für Großunternehmen durch Cyberkriminalität.

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Geplanter KLM-Streik abgesagt – Verhandlungen werden fortgesetzt

Der für den Mittwoch angekündigte Streik beim niederländischen Luftfahrtunternehmen KLM Royal Dutch Airlines wird vorerst nicht stattfinden. Die Fluggesellschaft und die Hauptgewerkschaften FNV und CNV, welche das Bodenpersonal vertreten, haben sich darauf geeinigt, die geplanten Arbeitsniederlegungen auszusetzen. Die Parteien wollen in den Tarifverhandlungen einen sogenannten „Pause-Knopf“ drücken, um die festgefahrenen Gespräche wieder in Gang zu bringen. Die KLM und die Gewerkschaften einigten sich darauf, die Diskussionen unter der Leitung eines noch zu benennenden, unabhängigen Mediators wieder aufzunehmen, um mögliche Lösungen für den aktuellen Stillstand zu erkunden. Als Frist für das Erreichen eines Fortschritts setzten sich die Verhandlungspartner den 1. November dieses Jahres. Die Absage des Streiks bringt somit eine vorübergehende Entspannung für den Flugbetrieb der KLM und für die Passagiere, welche von den drohenden Störungen am Flughafen Amsterdam Schiphol betroffen gewesen wären. In die nächste Phase der Verhandlungen werden auch die drei weiteren Gewerkschaften des Bodenpersonals einbezogen, mit denen die KLM bereits zuvor eine vorläufige Einigung erzielt hatte. Die FNV und CNV fordern höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für das Bodenpersonal, während die KLM angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen und des Wettbewerbs im europäischen Luftverkehr auf moderate Lohnanpassungen drängt. Die KLM ist die nationale Fluggesellschaft der Niederlande und ein zentrales Mitglied der Air France-KLM Gruppe.

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Helvetic Airways unterstützt Austrian Airlines bei Engpässen

Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) hat kurzfristige Unterstützung von der schweizerischen Wet-Lease-Spezialistin Helvetic Airways erhalten. Die Maßnahme ist notwendig geworden, um einen unerwarteten Kapazitätsengpaß bei der AUA auszugleichen. Dieser wurde durch ein ungeplantes technisches Wartungsereignis ausgelöst, welches zu einer kurzfristigen Reduzierung der verfügbaren Flugzeugflotte der österreichischen Airline führte. Helvetic Airways übernahm bereits am Sonntag und am Montag, den 29. September 2025, mehrere Flüge im Auftrag der Austrian Airlines. Betroffen waren insbesondere Verbindungen auf den Strecken Wien–Basel, Wien–Düsseldorf sowie ein Umlauf nach Zürich. Die Übernahme der Flüge durch den schweizerischen Partner stellt sicher, daß der Flugplan der AUA trotz des Engpasses stabil gehalten werden kann und Flugausfälle vermieden werden. Die kurzfristige Bereitstellung von Ersatzkapazität durch ein Wet-Lease-Abkommen ist in der Luftfahrtbranche eine gängige Praxis, um auf unvorhergesehene Ereignisse wie technische Defekte oder Kapazitätsspitzen reagieren zu können. Beim Wet-Lease stellt der Leasinggeber nicht nur das Flugzeug, sondern auch das Personal (Crew), die Wartung und die Versicherung zur Verfügung. Die Maßnahme dient der Aufrechterhaltung der Pünktlichkeit und der Zuverlässigkeit des Flugbetriebs der Austrian Airlines.

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Deutsche Aircraft und Akkodis starten strategische Kooperation

Die Deutsche Aircraft und das digitale Ingenieurberatungsunternehmen Akkodis haben eine strategische Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel der Partnerschaft ist die signifikante Weiterentwicklung und Produktion von innovativen Regionalflugzeugen in Deutschland. Durch die Zusammenführung der jeweiligen Kompetenzen soll die technologische Führungsrolle Europas in der Luftfahrtindustrie gestärkt werden. Im Rahmen der Vereinbarung übernimmt Akkodis die Rolle eines sogenannten First-Tier-Suppliers und wird damit zu einem zentralen Akteur in der Lieferkette der Deutsche Aircraft. Die Aufgabe von Akkodis ist es, den gesamten Entwicklungsprozeß zu steuern. Dies umfaßt die Definition von Anforderungen, die Integration komplexer Systeme, Tests am Boden und in der Luft sowie die finale Zertifizierung der neuen Regionalflugzeuge. Ergänzend dazu bringt die Aerospace & Defence Division von Akkodis Expertise im Bereich digitales Modellieren und Simulation ein. Die Partnerschaft wird von beiden Seiten als langfristiges Engagement verstanden, das über eine herkömmliche Projektzusammenarbeit hinausgeht. Nico Neumann, der Vorstandsvorsitzende der Deutsche Aircraft, betonte, daß die Kooperation ein signifikanter Schritt bei der Entwicklung der nächsten Generation von Regionalflugzeugen sei. Dr. Peter Mehrle, Vorstandsvorsitzender von Akkodis Deutschland, hob hervor, daß durch die Verbindung des digitalen Engineering-Know-hows von Akkodis mit der Expertise der Deutsche Aircraft die industrielle Stärke und Innovationsfähigkeit Europas demonstriert werde. Die Unternehmen nutzen digitale Entwicklungsmethoden, um die Entwicklung zu beschleunigen und effizienter zu gestalten.

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Start der Koralmbahn schafft neuen Wirtschaftsraum „Area Süd“

Rund zweieinhalb Monate vor der Inbetriebnahme der Koralmbahn präsentieren sich die Steiermark und Kärnten als neue, dynamische Wirtschaftsregion „Area Süd“. Ziel der Initiative, die von den Wirtschaftskammern beider Bundesländer ins Leben gerufen wurde, ist die internationale Positionierung des durch die neue Hochleistungsstrecke entstehenden gemeinsamen Ballungsraumes. Eine Veranstaltung in Wien, an der Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung teilnahmen, diente der Vorstellung dieses Jahrhundertprojektes. Durch die Koralmbahn rücken die beiden Zentralräume Graz und Klagenfurt auf eine Fahrzeit von nur 45 Minuten zusammen. Nach Angaben von WKO-Studien löst dies einen starken Impuls für die gemeinsame Standortentwicklung aus und schafft den zweitgrößten Ballungsraum Österreichs. Die Area Süd umfaßt nahezu ein Drittel der Fläche Österreichs, in dem 1,8 Millionen Menschen und über 150.000 Betriebe mit 770.000 Beschäftigten eine Wirtschaftsleistung von rund 70 Milliarden Euro erbringen. Eine aktuelle Umfrage der Wirtschaftskammern Steiermark und Kärnten unter 1.085 Mitgliedsbetrieben zeigt, daß 90 Prozent der Unternehmen die verstärkte Kooperation zwischen den Bundesländern positiv beurteilen. Als größte Chancen werden die höhere Arbeitskräftemobilität (61 Prozent), die bessere Erreichbarkeit des jeweiligen Bezirks und der wirtschaftliche Bedeutungsgewinn gesehen. Die Wirtschaftskammern fordern in einer gemeinsamen Maßnahmenagenda von der Politik unter anderem den Ausbau der Infrastruktur (wie den neuen Bosruck-Eisenbahntunnel und den viergleisigen Ausbau Graz–Bruck), eine Deregulierungsoffensive und die Vereinheitlichung von Landesgesetzen. Auch die ÖBB sehen in der Koralmbahn eine Jahrhundertchance, da sich die Reisezeit von Wien nach Klagenfurt deutlich verkürzt.

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