Die amerikanische Billigfluggesellschaft Spirit Airlines hat im Rahmen ihres Chapter-11-Verfahrens in New York nach eigenen Angaben wichtige Fortschritte bei der Restrukturierung erzielt. Kernstück der Vereinbarung ist eine neue Finanzierung in Höhe von bis zu 475 Millionen Dollar durch die Anleihegläubiger. Die erste Tranche von 200 Millionen Dollar könnte sofort nach einer positiven Gerichtsentscheidung am 10. Oktober 2025 zur Auszahlung gelangen. Zusätzlich wurde der Fluggesellschaft der sofortige Zugang zu 120 Millionen Dollar Liquidität gewährt.
Die gesicherte Finanzierung soll dem Unternehmen die notwendige Liquidität verschaffen, um den Geschäftsbetrieb während des laufenden Konkursverfahrens aufrechtzuerhalten und die Umstrukturierung voranzutreiben. Spirit Airlines, welche sich auf das Segment der Ultra-Low-Cost-Carrier konzentriert, hatte im Sommer 2025 Insolvenz anmelden müssen. Das Chapter-11-Verfahren in den Vereinigten Staaten von Amerika ermöglicht dem Management, den Betrieb fortzuführen und gleichzeitig einen Sanierungsplan auszuarbeiten.
Des weiteren meldete Spirit Airlines eine Einigung mit dem Großvermieter AerCap. Die Fluggesellschaft sagte eine Zahlung von 150 Millionen Dollar zu und einigte sich auf die Rückgabe von insgesamt 27 Flugzeugen. Zudem wurden gerichtlich die Kündigung von zwölf Mietverträgen für Flughafeneinrichtungen und neunzehn Verträgen für Bodenabfertigungsdienste genehmigt. Diese Maßnahmen dienen der Anpassung der Flottenstruktur und der Reduzierung der Betriebskosten, um die Wettbewerbsfähigkeit der Airline wiederherzustellen.