Die International Airlines Group (IAG), zu der unter anderem Iberia und British Airways gehören, hat eine weitreichende strategische Allianz mit Starlink von SpaceX geschlossen, um ihre Flugzeugflotte mit kostenlosem Hochgeschwindigkeits-WLAN auszustatten. Die Implementierung des satellitengestützten Systems soll Anfang 2026 beginnen und sukzessive in über 500 Flugzeugen der Konzerngesellschaften ausgerollt werden. Neben Iberia werden auch Aer Lingus, British Airways, Level und Vueling von der neuen Konnektivität profitieren. IAG positioniert sich damit als die europäische Airline-Gruppe mit der größten Flotte, die über Highspeed-WLAN verfügt.
Das neue System verspricht Passagieren aller Reiseklassen – Economy, Premium Economy und Business – einen Internetzugang mit einer Leistung, die der Heimverbindung ähneln soll. Dank der Tausenden von Starlink-Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn soll die Verbindung weltweit unterbrechungsfrei verfügbar sein, auch über entlegenen Gebieten wie den Polregionen. Erwartet werden Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 450 Mbit/s und Uploadgeschwindigkeiten von bis zu 70 Mbit/s. Diese hohen Geschwindigkeiten ermöglichen an Bord Streaming-Dienste, Online-Spiele und Cloud-basiertes Arbeiten.
Die strategische Allianz unterstreicht das Engagement der IAG für Innovation und Technologie, das zentrale Säule im Rahmen des „Flugplan 2030“ von Iberia ist. Im Zuge dieses Plans plant Iberia Investitionen in Höhe von sechs Milliarden Euro. Ein erheblicher Teil dieser Mittel ist für Digitalisierungsinitiativen, die Einführung Künstlicher Intelligenz (KI) und die Schaffung der „Ciudad Iberia“ – eines hochmodernen Innovationszentrums für die Luftfahrt – vorgesehen. Mit dem Ausbau der Konnektivität will die Airline-Gruppe das Kundenerlebnis vom Einsteigen bis zur Landung verbessern und die eigene Wettbewerbsfähigkeit in der europäischen Luftfahrt stärken.
Der Rollout des Starlink-Systems in der gesamten Flotte von IAG, die aus 601 Flugzeugen besteht, ist für die kommenden Jahre geplant. Die konkreten Starttermine und Umsetzungsdetails sollen von jeder Airline der Gruppe individuell kommuniziert werden.