Gangway am Flughafen Wien (Foto: Robert Spohr).
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Anpassung der Flughafenentgelte 2025: Wien erhöht um 4,6 Prozent, andere Flughäfen teilweise mit freiwilligen Senkungen

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Das Verkehrsministerium hat im Rahmen des Berichts über die Vollziehung des Flughafenentgeltegesetzes eine Erhöhung der Entgelte für das Jahr 2025 genehmigt. Für den Flughafen Wien beträgt die erlaubte Anhebung 4,6 Prozent, während die übrigen Verkehrsflughäfen Salzburg, Innsbruck, Linz, Graz und Klagenfurt eine Steigerung von 5,1 Prozent vornehmen dürfen. Als wesentlichen Grund für die Anpassung nannte das Ministerium die Inflation der vorangegangenen Periode.

Allerdings schöpfen nicht alle Flughäfen die genehmigte Steigerung voll aus: Die Regionalflughäfen Graz, Linz und Klagenfurt verrechnen freiwillig geringere Entgelte als erlaubt, um ihren Flugverkehr zu sichern. Dies deutet auf einen Wettbewerbsdruck hin, insbesondere an kleineren Standorten. Der Flughafen Wien hingegen wird voraussichtlich im Folgejahr, 2026, zu seiner alten Berechnungsformel für Flughafenentgelte aus der Zeit vor der Coronapandemie zurückkehren. Diese Rückkehr zur regulären Formel, die durch das starke Verkehrswachstum des Flughafens ermöglicht wird, könnte laut Ministeriumsangaben zu einer Senkung der Flughafengebühren um bis zu 4,66 Prozent führen.

Die Diskussion im zuständigen Ausschuss beleuchtete zudem die jüngsten Entwicklungen im Flugverkehr, insbesondere den Rückzug der Fluglinie Wizz Air und den Abzug einzelner Flugzeuge der Ryanair vom Flughafen Wien. Das Verkehrsministerium beobachte diese Entwicklungen und stehe in ständigem Austausch mit der Flughafen Wien AG, hieß es. Die Vertreter des Ministeriums betonten die Bedeutung des Wettbewerbs, während Österreich gleichzeitig ein „Qualitätsstandort“ sei.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Evaluierung der seit einigen Monaten geltenden gestaffelten Lärmgebühren. Das Ministerium kündigte an, die Lenkungswirkung dieser Maßnahme – die leisere Flugzeuge finanziell begünstigt – Ende des kommenden Jahres überprüfen zu wollen. Erste Anzeichen deuteten bereits auf den vermehrten Einsatz von leiseren Luftfahrzeugen hin. Die Lärmgebühren waren aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung zur Differenzierung der Entgelte nach Lärmschutzgesichtspunkten eingeführt worden. Abgeordnete der FPÖ regten während der Behandlung des Berichts an, Flughafenentgelte für mehr Planungssicherheit der Airlines über mehrere Jahre festzulegen.

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