Am 31. Oktober 2025 kam es am Los Angeles International Airport (LAX) kurz nach dem Start zu einem schwerwiegenden Zwischenfall, bei dem zwei Passagierjets nur durch rasches Eingreifen der Fluglotsen eine Beinahe-Kollision vermeiden konnten. Beteiligt waren Flug AZ621 der ITA Airways (Airbus A330-900) auf dem Weg nach Rom Fiumicino (FCO) und Flug AA4 von American Airlines (Airbus A321) mit Ziel New York JFK.
Der Vorfall ereignete sich, als die ITA-Maschine unmittelbar nach dem Abheben eine unerwartete Linkskurve über den Dockweiler Beach flog. Beobachter beschrieben das Manöver als höchst ungewöhnlich, da es offensichtlich ohne die erforderliche Freigabe der Flugverkehrskontrolle (Air Traffic Control, ATC) erfolgte und direkt in den Flugweg des ebenfalls startenden American Airlines Jets führte.
Die Fluglotsen am LAX reagierten unverzüglich und entschieden die Situation durch Ausweichbefehle zu entschärfen. Der ITA-Pilot wurde angewiesen, den Kurs sofort zu korrigieren, während die American Airlines Crew ebenfalls Anweisungen erhielt, den eigenen Kurs zu ändern. Nachdem die Gefahr gebannt war, fragten die Controller die ITA-Besatzung nach der Ursache für die Abweichung, woraufhin der Pilot lediglich mit „Entschuldigung“ antwortete.
American Airlines bestätigte den Vorfall, bei dem 90 Passagiere und sieben Crew-Mitglieder an Bord des Fluges AA4 waren. Die Fluggesellschaft dankte der eigenen Besatzung und den Fluglotsen für ihr professionelles Handeln. Auch ITA Airways bestätigte den Vorfall und kündigte an, eine interne Untersuchung gemäß den regulatorischen Verfahren einzuleiten. Die Maschine der ITA landete plangemäß und sogar vor der geplanten Zeit in Rom.
Eine detaillierte Stellungnahme der zuständigen US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) steht derzeit noch aus. Berichten zufolge ist die Behörde aufgrund eines laufenden Regierungsstillstands in ihren offiziellen Mitteilungen eingeschränkt. Ähnliche Vorfälle in der Luftfahrt, bei denen es zu gefährlichen Annäherungen kommt (sogenannte „Near Misses“), führen routinemäßig zu strengen Untersuchungen durch die FAA und das National Transportation Safety Board (NTSB), um die Ursachen für Abweichungen von vorgeschriebenen Startverfahren zu klären.