Airbus A320 am Flughafen Wien (Foto: Jan Gruber).
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Wizz Air erwartet Umsatzrückgang trotz gestiegenen Halbjahresgewinns

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Die Billigfluggesellschaft Wizz Air hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 ihr operatives Ergebnis überraschend deutlich gesteigert, prognostiziert aber für das Gesamtjahr einen leichten Umsatzrückgang. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 25,9 Prozent auf 439,2 Millionen Euro und übertraf damit die Erwartungen von Finanzanalysten, die bei rund 367 Millionen Euro lagen. Trotz dieser positiven Halbjahreszahlen rechnet Wizz Air für das Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

CEO Jozsef Varadi begründete den Halbjahresgewinn vor allem mit niedrigeren Treibstoffkosten und einer Reduzierung der Aufwendungen für Flugunterbrechungen. Gleichzeitig bezeichnete er die geplante Winterkapazität als kurzfristige Herausforderung angesichts erwarteter Einbußen bei den Stückerlösen. Das Unternehmen kündigte an, die Kapazität für die kommende Wintersaison entsprechend anzupassen. Analysten bewerteten diesen Schritt zur Stabilisierung des Betriebs als sinnvoll. Um die Kosten zu senken und die Ergebnisse zu verbessern, gab Wizz Air zudem die Verschiebung der Auslieferung von 88 bestellten Airbus-Maschinen bekannt. Die Maschinen sollen nun erst zwischen 2030 und 2033, statt wie ursprünglich geplant bis 2030, in die Flotte aufgenommen werden, was eine der signifikantesten Änderungen im Auslieferungsprofil der nächsten zwölf Monate darstellt. Die Airline kämpft seit Längerem mit Ertragsrückgängen, die auf mehrere enttäuschende Quartale folgten. Wizz Air führt diese Schwierigkeiten auf externe Faktoren zurück, darunter anhaltende Probleme mit Pratt & Whitney-Triebwerken und verzögerte Reparaturen, die die Einsatzfähigkeit der Flotte beeinträchtigen. Hinzu kommen geopolitische Herausforderungen in Osteuropa und dem Nahen Osten. Als Reaktion auf diese Belastungen und zur Zentralisierung der Betriebsabläufe kündigte Wizz Air im Sommer die Schließung der Basen in Abu Dhabi und Wien an. Trotz des Halbjahresgewinns hat die Aktie der Fluggesellschaft in den vergangenen sechs Monaten rund 39 Prozent an Wert verloren, womit sie im europäischen Markt im Vergleich zu anderen Airlines, die ebenfalls gemischte Quartalsergebnisse verzeichneten, zurückbleibt.

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