
Türkische Fluggesellschaft Onur Air offiziell insolvent: Liquidationsverfahren eingeleitet
Die türkische Fluggesellschaft Onur Air ist nach einer Entscheidung des Handelsgerichts erster Instanz Bakırköy 2. Instanz offiziell für insolvent erklärt worden. Das Unternehmen, das 1992 gegründet wurde und lange Zeit zu den führenden Akteuren im türkischen Charterflugverkehr zählte, hatte seinen Flugbetrieb bereits im Jahr 2022 eingestellt. Mit dem Urteil vom 5. November 2025 wurde das Liquidationsverfahren eingeleitet, um das verbleibende Vermögen zu sichern und die Schulden des Unternehmens abzuwickeln. Das Gericht hat nach der Insolvenzentscheidung eine Insolvenzverwaltung bestellt, die nun für die Sicherung und die Abwicklung der Insolvenzmasse zuständig ist. Im Rahmen des Verfahrens werden nun alle Immobilien und Vermögenswerte von Onur Air sowie zuvor durchgeführte Beschlagnahmungs- und Hypothekentransaktionen neu bewertet. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Finanztransaktionen der letzten fünf Jahre. Dokumente im Zusammenhang mit Vermögensübertragungen, Immobilienverkäufen oder Änderungen in der Eigentümerstruktur werden einer umfassenden Prüfung unterzogen. Ziel ist es, die Ursachen für die Insolvenz zu klären und alle verfügbaren Mittel für die Gläubiger zu sichern. Die Insolvenz betrifft insbesondere die ehemaligen Mitarbeiter von Onur Air. Seit 2020 hatte die Fluggesellschaft mit Gehaltszahlungs-Unregelmäßigkeiten zu kämpfen. Bis zum 14. Oktober 2024 standen nach vorliegenden Informationen die Gehälter und Abfindungen von rund 1.800 Mitarbeitern aus. Die Beschäftigungsverträge waren mit Wirkung vom 10. April 2023 beendet worden, wobei die Kündigungen als „Kündigung durch den Arbeitnehmer aus wichtigem Grund“ dokumentiert wurden. Forderungen der Arbeitnehmer fallen nun in die Insolvenzmasse. Im Zuge der Liquidation werden die Vermögenswerte verkauft und die Forderungen sequenziell verteilt, wobei die Forderungen der Mitarbeiter priorisiert bewertet werden sollen. Die einstige Marktstellung von








