November 18, 2025

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November 18, 2025

Türkische Fluggesellschaft Onur Air offiziell insolvent: Liquidationsverfahren eingeleitet

Die türkische Fluggesellschaft Onur Air ist nach einer Entscheidung des Handelsgerichts erster Instanz Bakırköy 2. Instanz offiziell für insolvent erklärt worden. Das Unternehmen, das 1992 gegründet wurde und lange Zeit zu den führenden Akteuren im türkischen Charterflugverkehr zählte, hatte seinen Flugbetrieb bereits im Jahr 2022 eingestellt. Mit dem Urteil vom 5. November 2025 wurde das Liquidationsverfahren eingeleitet, um das verbleibende Vermögen zu sichern und die Schulden des Unternehmens abzuwickeln. Das Gericht hat nach der Insolvenzentscheidung eine Insolvenzverwaltung bestellt, die nun für die Sicherung und die Abwicklung der Insolvenzmasse zuständig ist. Im Rahmen des Verfahrens werden nun alle Immobilien und Vermögenswerte von Onur Air sowie zuvor durchgeführte Beschlagnahmungs- und Hypothekentransaktionen neu bewertet. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Finanztransaktionen der letzten fünf Jahre. Dokumente im Zusammenhang mit Vermögensübertragungen, Immobilienverkäufen oder Änderungen in der Eigentümerstruktur werden einer umfassenden Prüfung unterzogen. Ziel ist es, die Ursachen für die Insolvenz zu klären und alle verfügbaren Mittel für die Gläubiger zu sichern. Die Insolvenz betrifft insbesondere die ehemaligen Mitarbeiter von Onur Air. Seit 2020 hatte die Fluggesellschaft mit Gehaltszahlungs-Unregelmäßigkeiten zu kämpfen. Bis zum 14. Oktober 2024 standen nach vorliegenden Informationen die Gehälter und Abfindungen von rund 1.800 Mitarbeitern aus. Die Beschäftigungsverträge waren mit Wirkung vom 10. April 2023 beendet worden, wobei die Kündigungen als „Kündigung durch den Arbeitnehmer aus wichtigem Grund“ dokumentiert wurden. Forderungen der Arbeitnehmer fallen nun in die Insolvenzmasse. Im Zuge der Liquidation werden die Vermögenswerte verkauft und die Forderungen sequenziell verteilt, wobei die Forderungen der Mitarbeiter priorisiert bewertet werden sollen. Die einstige Marktstellung von

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Tui Airways setzt auf Boeing 737 Max und will Direktvertrieb in Großbritannien ausbauen

Tui Airways, die Fluggesellschaft der Tui Group, plant, durch die Beschleunigung der Auslieferung neuer Boeing 737 Max-Flugzeuge ihren Fokus stärker auf den Einzelticketverkauf zu legen. Ziel ist es, die Abhängigkeit von Pauschalreiseangeboten der Konzerntochter zu verringern und den Direktvertrieb zu stärken, insbesondere in Großbritannien. Dies erklärte Marco Ciomperlik, Chief Airline Officer der Tui Group, auf einer Branchenkonferenz in Großbritannien. Aktuell verkauft Tui Airways in Großbritannien rund 90 Prozent ihrer Sitzplätze im Rahmen von Pauschalreisepaketen. Dieses Verhältnis ist bei den kontinentaleuropäischen Airlines der Tui Group deutlich anders. Die Fluggesellschaften Tui fly (Deutschland), Tui fly (Belgien), Tui fly (Niederlande) und Tui fly Nordic sind weniger stark auf Pauschalangebote fixiert. Ciomperlik führte an, dass etwa in Belgien der Anteil der einzeln verkauften Sitze zwischen 40 und 70 Prozent liege. Die Tui Group beabsichtigte bereits im aktuellen Jahr, das Einzelticketgeschäft in Großbritannien zu erweitern, sah sich jedoch aufgrund von Lieferverzögerungen bei Boeing bei ihren Flottenerneuerungsplänen behindert. Die Situation soll sich nun entspannen: Tui erwartet von diesem Winter an bis zu 20 Auslieferungen neuer Boeing 737 Max-Flugzeuge für die gesamte Gruppe. Allein in Großbritannien plant Tui Airways, im kommenden Sommer sechs bis sieben zusätzliche Flugzeuge einzusetzen. Diese neuen Maschinen des Typs B737-8 sollen hauptsächlich ältere Boeing 737-800-Modelle sowie nass geleaste Flugzeuge ersetzen. Nach Konzernangaben wird dadurch die Gesamtkapazität der Gruppe weitgehend konstant gehalten, während gleichzeitig das Volumen in bestimmten Märkten, wie dem britischen Direktvertrieb, wachsen soll. Die britische AOC von Tui Airways betreibt derzeit 23 Boeing 737-8 und 32 Boeing 737-800, ergänzt durch Dreamliner (B787-8

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Geopolitische Sicherheitsbedenken verzögern F-35-Verkauf an Saudi-Arabien

Die US-Regierung hat die Verhandlungen über die mögliche Lieferung von F-35-Tarnkappenjets an Saudi-Arabien wieder aufgenommen. Berichten der „New York Times“ zufolge geht es um die Beschaffung von bis zu 48 F-35-Kampfflugzeugen für das Königreich. Bislang ist der hochentwickelte Stealth-Fighter strikt auf NATO-Staaten und Israel begrenzt. Obwohl Saudi-Arabien bereits gegen Ende der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump im Jahr 2020 kurz vor einem Deal stand, hatte die Biden-Regierung die Verkaufsabsichten aufgrund verschiedener Bedenken wieder auf Eis gelegt. Die Wiederaufnahme der Gespräche ist in Washington höchst umstritten. Das Pentagon hegt Berichten zufolge erhebliche Einwände gegen die geplante Transaktion. Topmilitärs befürchten einen Abfluss geheimer F-35-Fähigkeiten an China und auf Umwegen möglicherweise an Russland. Diese Sorge wird durch die jüngst vertiefte sicherheitspolitische Partnerschaft zwischen Saudi-Arabien und China verstärkt. Bereits 2020 hatte die US-Regierung als Kompromiss eine Lieferung nur mit einer Abschaltfunktion, einem sogenannten „Kill Switch“, in Aussicht gestellt, was Riad damals ablehnte. Die F-35 spielt eine zentrale Rolle in der NATO, da ihre Tarnkappenfähigkeiten – die extrem reduzierte Radarsignatur im Stealth-Modus – streng geheim sind und ihr Überraschungsmoment im Kriegsfall unentbehrlich machen. Die Brisanz der Technologieweitergabe zeigt sich in der strengen Geheimhaltung rund um die F-35. Bei Trainingsflügen oder Einsätzen in der Nähe feindlicher Aufklärungstechnik, etwa russischer oder chinesischer Radarsysteme, werden die tatsächlichen Stealth-Fähigkeiten des Jets bewusst verschleiert. Zu diesem Zweck starten F-35 oft mit physischen Reflektoren, die an Rumpf und Tragflächen montiert sind, um das Tarnkappenprofil aufzubrechen und die Flugzeuge für die feindliche Aufklärung sichtbar zu machen. Selbst Israel verzichtete bei militärischen Schlägen

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Flydubai bestellt 60 GEnx-Triebwerke für neue Boeing 787-9 Flotte

Die in Dubai ansässige Fluggesellschaft Flydubai und GE Aerospace haben auf der Dubai Airshow 2025 einen Großauftrag über 60 GEnx-1B-Triebwerke bekannt gegeben. Die Triebwerke sind für die neue Flotte von 30 Großraumflugzeugen des Typs Boeing 787-9 Dreamliner bestimmt, die Flydubai erstmals im Jahr 2023 bestellt hatte. Der Vertrag umfasst zusätzlich Ersatztriebwerke sowie einen langfristigen Servicevertrag, um den geplanten Start des Langstreckenbetriebs der Fluggesellschaft zu unterstützen. Die Entscheidung für die GEnx-1B-Triebwerke und die Einführung der Boeing 787-9 markieren einen strategischen Wendepunkt für Flydubai. Die 2008 gegründete Airline hat ihr Netz bisher primär mit Boeing 737-Maschinen aufgebaut und bedient aktuell über 135 Ziele in 57 Ländern. Mit den neuen Dreamlinern, die als hocheffizient gelten, wird Flydubai ihre Kapazität auf bestehenden Routen erhöhen und erstmals echte Langstreckenverbindungen in ihr Streckennetz aufnehmen können. Ghaith Al Ghaith, CEO von Flydubai, betonte, dass die Leistung und Langlebigkeit der Triebwerke entscheidend für den Erfolg der Flottenerweiterung und das weitere Wachstum der Fluggesellschaft seien. Die Boeing 787-9 ermöglicht es Flydubai, ihr Produktangebot zu diversifizieren und flexibel auf die Nachfrage im globalen Luftfahrtdrehkreuz Dubai zu reagieren. GE Aerospace festigt mit diesem Großauftrag seine starke Marktposition im Bereich der Großraumflugzeuge. Die GEnx-Triebwerksfamilie gilt als das meistverkaufte Hochleistungstriebwerk von GE Aerospace und hat seit ihrer Einführung 2011 über 62 Millionen Flugstunden absolviert. Zwei Drittel aller derzeit im Einsatz befindlichen Boeing 787-Flugzeuge werden vom GEnx-Triebwerk angetrieben. Die Wahl von Flydubai unterstreicht das Vertrauen in die Zuverlässigkeit, Effizienz und Langlebigkeit der GE-Technologie, die für die besonderen Betriebsbedingungen der Region optimiert ist. GE Aerospace

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Staaten fordern Abgabe auf Business-Class und Privatjets zur Finanzierung von Klimaresilienz

Auf der derzeit stattfindenden Weltklimakonferenz in Belém, Brasilien, werben Frankreich und Spanien zusammen mit sieben weiteren Staaten für die Einführung einer neuen internationalen Abgabe. Ziel ist eine zusätzliche Steuer auf Flugtickets der Business- und First-Class sowie auf Reisen mit Privatjets. Die Befürworter argumentieren, dass die Einnahmen aus dieser sogenannten Solidaritätssteuer in Milliardenhöhe zur Finanzierung von Maßnahmen zur Klimaresilienz, Anpassung und nachhaltigen Entwicklung in Staaten mit geringerem Einkommen beitragen könnten. Die spanische Botschafterin in Brasilien, María del Mar Fernández-Palacios, bekräftigte in Belém das Prinzip, dass jene, „die mehr verschmutzen, auch mehr beitragen“ sollten, um Normalbürger nicht übermäßig zu belasten. Der französische Klimabotschafter Benoît Faraco sieht in dieser Steuer ein Instrument, das dem Geist des Pariser Klimaabkommens entspricht. Die Forderung der „Premium Flyers Solidarity Coalition“ stützt sich auf Zahlen, wonach nur ein Prozent der Weltbevölkerung für mehr als die Hälfte der Treibhausgasemissionen der kommerziellen Luftfahrt verantwortlich ist. Die Emissionen der privaten Luftfahrt sind demnach zwischen 2019 und 2023 um 46 Prozent gestiegen, was die Notwendigkeit einer Besteuerung des Luxusflugverkehrs unterstreiche. Das deutsche Bundesumwelt- und das Bundesfinanzministerium zeigten sich der Idee einer solchen Abgabe auf Premium-Flüge grundsätzlich offen. Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums von Carsten Schneider (SPD) kommentierte, dass jeder, der First Class oder im Privatflieger unterwegs sei, „ohne Probleme darauf eine Abgabe zahlen können“ werde. Dem schloss sich das Finanzministerium von Lars Klingbeil (SPD) an. Allerdings steht diese grundsätzliche Befürwortung im Widerspruch zu einem kürzlich gefassten innenpolitischen Beschluss: Die schwarz-rote Koalition hatte erst in der vergangenen Woche entschieden, die nationale Luftverkehrsteuer zum 1.

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Helvetic Airways setzt auf Expansion: Order über weitere Embraer E195-E2

Die Schweizer Regionalfluggesellschaft Helvetic Airways hat ihre ambitionierten Flottenausbaupläne bekräftigt und auf der Dubai Airshow 2025 die Bestellung von drei zusätzlichen Embraer E195-E2-Flugzeugen bekannt gegeben. Die Order beinhaltet zudem Kaufoptionen für fünf weitere Maschinen desselben Typs, wodurch die Fluggesellschaft ihre moderne E2-Flotte von derzeit zwölf auf potenziell bis zu 20 Flugzeuge erweitern könnte. Die Auslieferung der fest bestellten Jets ist für den Zeitraum zwischen Ende 2026 und Frühjahr 2027 geplant. Dieser Schritt unterstreicht die strategische Entscheidung von Helvetic Airways, die Flottenstruktur weiter zu modernisieren und das Sitzplatzangebot pro Flug zu erhöhen. Die neuen E195-E2 werden in einer Ein-Klassen-Konfiguration mit 134 Recaro-Sitzen ausgestattet sein und ersetzen schrittweise die älteren, kleineren Embraer E190-Modelle. Die Erneuerung der Flotte positioniert Helvetic Airways als einen der führenden europäischen Betreiber der Embraer E-Jet-Familie und stärkt ihre Flexibilität in den Segmenten Linien-, Charter- und Wet-Lease-Geschäft. Strategischer Austausch und Kapazitätssteigerung Die jüngste Bestellung ist Teil des langfristigen Flottenerneuerungsprogramms von Helvetic Airways, das darauf abzielt, die älteren Jets der ersten E-Jet-Generation durch die leistungsstärkere und größere E2-Familie abzulösen. Bereits die ersten Embraer E190 mit 112 Sitzen haben damit begonnen, die Flotte zu verlassen; eine weitere Maschine (HB-JVN) wird bis Mitte Dezember 2025 außer Dienst gestellt. Durch den Übergang zur E195-E2 gewinnt Helvetic Airways deutlich an Sitzplatzkapazität auf ihren Regionalstrecken, was die Wirtschaftlichkeit pro Flug optimiert. Tobias Pogorevc, CEO von Helvetic Airways, hob die tiefgreifende Partnerschaft mit Embraer hervor und betonte die herausragenden Flugeigenschaften der E2-Jets: „Seit der Einflottung des ersten E2-Jets im Oktober 2019 hat Helvetic Airways diesen Flugzeugtypen

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Koalition senkt Luftverkehrsteuer: Forderung nach günstigeren Flugtickets an Airlines

Die Regierungskoalition aus CDU, CSU und SPD plant die Senkung der Luftverkehrsteuer ab dem 1. Juli 2026. Durch diese Maßnahme soll die Luftverkehrsbranche in Deutschland jährlich um rund 350 Millionen Euro entlastet werden. Unions-Verkehrsexperte Stephan Stracke (CSU) knüpft die Steuerreduzierung an die klare Erwartung, dass die Fluggesellschaften, allen voran die Lufthansa, diese Entlastung in Form von Ticketpreissenkungen an die Verbraucher weitergeben, um Flugreisen wieder erschwinglicher zu machen. Die Luftverkehrsteuer, welche 2011 zur Etatsanierung eingeführt wurde, war zuletzt im Mai 2024 von der Vorgängerregierung deutlich angehoben worden. Die Steuersätze stiegen damals je nach Flugdistanz auf 15,53 Euro (Kurzstrecke), 39,34 Euro (Mittelstrecke) und 70,83 Euro (Langstrecke) pro Ticket. Diese Steuer wird von den Airlines entrichtet und spült aktuell jährlich rund zwei Milliarden Euro in den Staatshaushalt. Die Branche hatte die Erhöhung scharf kritisiert, da sie deutsche Flughäfen im internationalen Wettbewerb benachteiligt sah. Der nun von der Koalition beschlossene Schritt zur Rücknahme der Erhöhung ist als Reaktion auf diese Wettbewerbsnachteile und die finanzielle Belastung der Branche zu verstehen. Die Airlines, insbesondere die Lufthansa, hatten angesichts der gestiegenen Abgaben und mangelnder Wirtschaftlichkeit unrentable Inlandsflüge gestrichen. Mehrere regionale Anbindungen an Interkontinental-Hubs, wie beispielsweise die Verbindung von Münster/Osnabrück, standen zuletzt zur Disposition. Stracke erwartet von der Lufthansa nicht nur günstigere Tickets, sondern auch eine Überprüfung des Flugangebots und die Wiederaufnahme der zuvor gestrichenen Verbindungen. Die Koalition beabsichtigt, die Steuerausfälle im Verkehrsetat zu verbuchen. Die Luftfahrtbranche begrüßt die geplante Senkung als wichtigen Schritt zur Stärkung des Standortes Deutschland, wobei die Umsetzung der Preissenkungen durch die Airlines von

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Russland expandiert Luftfahrttechnik: Belavia wird erster ausländischer Kunde des heimischen ACARS-Systems

Infolge der umfassenden internationalen Sanktionen, die den Zugang russischer Fluggesellschaften zu westlicher Luftfahrttechnologie und Wartungsdienstleistungen stark eingeschränkt haben, hat die staatliche Unternehmensgruppe Rostec die Entwicklung heimischer Alternativen massiv forciert. Ein zentrales Ergebnis dieser Bemühungen ist das digitalisierte Flugfunk- und Berichterstattungssystem ACARS (Aircraft Communications Addressing and Reporting System), das von Infocom-Avia, einer Tochtergesellschaft der Rostec-Tochter Azimuth, entwickelt wurde. Nun hat dieses inländische System einen bedeutenden Erfolg auf dem internationalen Markt erzielt: Die belarussische Fluggesellschaft Belavia hat einen kommerziellen Vertrag über den Einsatz des russischen ACARS-Dienstes unterzeichnet und ist damit der erste ausländische Betreiber, der sich dieser Technologie anschließt. Dieser Vertragsabschluss markiert einen wichtigen Meilenstein in den Bestrebungen Russlands, seine Luftfahrtinfrastruktur technologisch zu isolieren und gleichzeitig in verbündete Märkte zu expandieren. Der Wechsel von Belavia zu der in Russland entwickelten Lösung unterstreicht die wachsende sicherheitspolitische und wirtschaftliche Partnerschaft zwischen Minsk und Moskau und signalisiert die Notwendigkeit für nicht-westliche Akteure, Alternativen zu den vormals dominierenden westlichen Systemen zu schaffen. Der Ersatz westlicher Systeme durch Eigenentwicklung Das Aircraft Communications Addressing and Reporting System (ACARS) ist ein essenzielles digitales Datenfunksystem in der zivilen Luftfahrt. Es ermöglicht die Übermittlung kurzer, textbasierter Nachrichten zwischen Flugzeugen und Bodenstationen, einschließlich der Flugverkehrskontrolle und den operativen Kontrollzentren der Fluggesellschaften. Routinemeldungen wie Abflug- und Ankunftszeiten (die sogenannten OOOI-Zeiten: Out, Off, On, In), Berichte über Triebwerkszustände, Treibstoffverbrauch und Flugfreigaben werden über ACARS digital übermittelt. Dies reduziert die Belastung des Sprechfunks und verbessert die betriebliche Effizienz und die Sicherheit. Nachdem westliche Technologieanbieter ihre Dienste für russische Fluggesellschaften als Reaktion auf die Sanktionen eingestellt

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Royal Jordanian Frachter landet nach Triebwerkschaden außerplanmäßig in Düsseldorf

Eine Frachtmaschine der Fluggesellschaft Royal Jordanian Airlines musste am Montagvormittag außerplanmäßig auf dem Flughafen Düsseldorf landen, nachdem es kurz nach dem Start zu einem Triebwerksausfall gekommen war. Der Frachtflieger, der sich auf dem Weg vom niederländischen Maastricht in die jordanische Hauptstadt Amman befand, landete nach Angaben der Bundespolizei und des Flughafens sicher und kontrolliert. Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei wurde der Triebwerksschaden durch einen Vogelschlag ausgelöst, der kurz nach dem Start vom Maastricht Aachen Airport auftrat. Der Vorfall führte zu einer erheblichen Beschädigung des betroffenen Triebwerks. Die Besatzung entschloss sich daraufhin zu einer sogenannten Sicherheitslandung auf dem nächstgelegenen großen Flughafen, der für solche Notfälle die notwendige Infrastruktur bietet. Die Landung in Düsseldorf wurde von einem Sprecher des Flughafens als „sicher und kontrolliert“ beschrieben. Gemäß den obligatorischen Sicherheitsvorschriften wurde die Flughafenfeuerwehr vorsorglich bereitgestellt. Das Flugzeug, bei dem es sich Recherchen zufolge um eine Maschine des Typs Airbus A310-300F oder Boeing 767-300ERF handeln könnte, steht nun am Düsseldorfer Flughafen für eine umfassende technische Untersuchung und Reparatur. Royal Jordanian betreibt eine kleine Flotte von Frachtflugzeugen für ihre Cargo-Operationen, die von Europa und anderen internationalen Drehkreuzen aus den Nahen Osten versorgen. Die Art der geladenen Fracht der verunfallten Maschine wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Die sofortige und kontrollierte Reaktion der Piloten auf den Triebwerksausfall verhinderte eine gefährlichere Situation.

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Air Europa leitet mit 40 Airbus A350-900 eine neue Ära der Langstreckenflotte ein

Die spanische Fluggesellschaft Air Europa hat auf der Dubai Airshow 2025 einen bedeutenden Kurswechsel in ihrer Flottenstrategie vollzogen und eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) mit Airbus über den Kauf von bis zu 40 Großraumflugzeugen des Typs A350-900 unterzeichnet. Diese strategische Entscheidung bildet das Herzstück der geplanten Erneuerung und Erweiterung der Langstreckenflotte des Unternehmens. Der A350-900 soll die derzeitigen Langstreckenjets von Air Europa, die hauptsächlich aus der Boeing 787 Dreamliner-Familie bestehen, ergänzen und sukzessive ablösen. Die Bestellung wird von Air Europa als ein entscheidender Schritt zur Beschleunigung des rentablen Wachstums, insbesondere auf den Schlüsselmärkten in Lateinamerika, betrachtet. Die Fluggesellschaft setzt auf die Wirtschaftlichkeit und die Leistungsfähigkeit des A350, um ihre Netzwerkerweiterung voranzutreiben und den Passagieren einen herausragenden Reisekomfort zu bieten. Die Vereinbarung stärkt die Position von Airbus in einem traditionell Boeing-lastigen Segment der Air Europa Flotte und unterstreicht die Attraktivität des A350-Programms im globalen Interkontinentalverkehr. Strategische Neuausrichtung und Flottenmodernisierung Die Absichtserklärung zwischen Air Europa und Airbus markiert einen bedeutenden Meilenstein für die spanische Airline. Präsident Juan Jose Hidalgo bezeichnete die Bestellung des A350-900 als einen „Gamechanger für Schlüsseldestinationen in Lateinamerika“. Die Fluggesellschaft will die herausragende Kabinenerfahrung und die optimierte Wirtschaftlichkeit des Musters nutzen, um neue Maßstäbe im Flugverkehr zu setzen und die höchsten Standards im Luftverkehr zu gewährleisten. Air Europa betreibt derzeit ihre Langstreckenflotte mit einer Kombination aus Boeing 787-8 und 787-9 Dreamliner-Maschinen. Die neuen Airbus A350-900 sollen in die Langstreckenflotte integriert werden, um die bestehenden Flugzeuge zu ergänzen und schrittweise ältere Maschinen anderer Hersteller, die in der Vergangenheit betrieben

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