Boeing 737-800 (Foto: Jan Gruber).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Ryanair begrüßt Aus für dritte Piste in Wien, fordert aber drastische Kostensenkungen

Werbung

Die Fluggesellschaft Ryanair hat am 27. November 2025 die Entscheidung des Flughafens Wien begrüßt, die Pläne für den Bau einer dritten Start- und Landebahn aufzugeben. Ryanair argumentiert, dass die beiden bereits bestehenden Pisten des Flughafens Wien-Schwechat (VIE) mehr als ausreichend seien, um bis zu 60 Millionen Passagiere pro Jahr abzufertigen. Angesichts eines aktuellen Passagieraufkommens von lediglich 32 Millionen sieht die Airline das Problem nicht in der Kapazität, sondern in den hohen Kosten des Standorts.

Ryanair macht die hohen Gebühren des Flughafens Wien sowie die österreichische Luftverkehrsabgabe in Höhe von 12 Euro pro Passagier als zentrale Wachstumshemmnisse aus. Nach Angaben von Ryanair sind die Gebühren des Flughafens Wien seit der Corona-Pandemie um 30 Prozent gestiegen. Die Fluggesellschaft ist der Überzeugung, dass das Passagieraufkommen in Wien im Jahr 2026 eher zurückgehen als wachsen werde, solange diese Kostenbelastungen bestehen bleiben.

Die irische Low-Cost-Airline knüpft ihre eigene Expansion am Standort an klare Forderungen: Würde die österreichische Regierung die Luftverkehrssteuer abschaffen – wie es beispielsweise bereits in Schweden, der Slowakei, Ungarn und Teilen Italiens geschehen ist –, die Gebühren der österreichischen Flugsicherung drastisch senken und der Flughafen Wien seine Gebühren auf das Niveau vor Covid zurückführen, sei Ryanair bereit, eine Milliarde US-Dollar zu investieren. Mit dieser Investition würde Ryanair das Passagieraufkommen in Wien in den nächsten fünf Jahren um 70 Prozent steigern – von aktuell 7 Millionen auf über 12 Millionen Passagiere jährlich bis 2030 – ohne dass dafür eine dritte Piste nötig wäre. Ryanair, Europas größte Fluggesellschaft nach Passagierzahlen, fordert den Flughafen Wien auf, sich auf die optimale Auslastung der bestehenden Infrastruktur zu konzentrieren und sich der Kampagne zur Abschaffung der Luftverkehrssteuer anzuschließen. Die Airline sieht in diesen Maßnahmen den Weg zurück zu einem starken und nachhaltigen Verkehrswachstum, von dem Konsumenten, Tourismus und die gesamte österreichische Wirtschaft profitieren könnten. Die Forderungen Ryanairs unterstreichen den anhaltenden Konflikt zwischen Fluggesellschaften und Flughäfen über die Höhe der Gebühren und staatlicher Steuern in Europa.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung