Die SBB und die ÖBB leiten am 4. Dezember 2025 eine neue Ära im europäischen Nachtzugverkehr ein. An diesem Tag nehmen die beiden Bahngesellschaften die erste Garnitur ihrer neuen Nightjet-Züge auf der wichtigen Verbindung zwischen Zürich und Hamburg in Betrieb. Die rollende Unterkunft wurde konzipiert, um Reisenden ein deutlich verbessertes Niveau an Komfort, Privatsphäre und moderner Ausstattung zu bieten. Im Verlauf des Jahres 2026 soll die Einführung der neuen Generation auch auf den Nightjet-Strecken Zürich–Wien und Zürich–Amsterdam folgen.
Zur feierlichen Lancierung tauften Vertreter der SBB und der ÖBB gemeinsam mit dem Zürcher Stadtrat Andreas Hauri den ersten Zug auf den Namen „City of Zürich“. Stadtrat Hauri betonte dabei die symbolische Bedeutung des Zuges als Zeichen der Offenheit, der internationalen Anbindung und der klimafreundlichen Mobilität der Stadt Zürich. Sabine Stock, Mitglied des Vorstands der ÖBB Personenverkehr, hob hervor, dass es sich um „die modernsten Nachtzüge, die derzeit in Europa unterwegs sind“, handle.
Die Nightjets der nächsten Generation führen eine Reihe von Neuerungen ein, die auf die Bedürfnisse der Reisenden zugeschnitten sind. Zu den Kernmerkmalen zählen feste Betten sowohl in Schlaf- als auch in Liegewagen für einen besseren Schlafkomfort. Für höchste Ansprüche stehen Comfort Plus-Schlafwagenabteile bereit, die über eine eigene Toilette, Dusche und einen dedizierten Sitzbereich verfügen. Eine bedeutende Innovation sind die sogenannten Mini Cabins für Alleinreisende. Diese kompakten Privatbereiche sind mit einem ausklappbaren Frühstückstisch, Spiegel und Leselicht ausgestattet und können über eine Schiebetür auch zu Doppelkabinen verbunden werden.
Die Modernität der Züge zeigt sich auch in der technischen Ausstattung: Die Passagiere profitieren von NFC-Schlüsselkarten, USB-Anschlüssen, induktivem Laden und Touchscreen-Bedienfeldern. Des Weiteren wurde die Barrierefreiheit verbessert, inklusive abgesenkter Abteile und adaptierter Toiletten. Die Züge verfügen zudem über ein neues Fahrgastinformationssystem, Außen-Videoüberwachung und stärkere Mobilfunkverbindung sowie WLAN an Bord. Die SBB sieht die aufgerüsteten Nightjets als zentrales Element ihrer Strategie zur Stärkung der internationalen Verbindungen.