Der diesjährige Fahrplanwechsel im öffentlichen Regionalverkehr Niederösterreichs tritt am 14. Dezember in Kraft und beinhaltet eine Vielzahl von kleinen und großen Anpassungen, die darauf abzielen, den Alltag von Pendlern, Schülern und Familien zu erleichtern. Laut Verkehrslandesrat Udo Landbauer wurden die Maßnahmen auf die spezifischen Bedürfnisse der Bevölkerung zugeschnitten, um Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Praktikabilität und Komfort des Angebots zu gewährleisten. Die Niederösterreichische Verkehrsorganisationsges.m.b.H. (NÖVOG), die seit Ende 2024 die Gesamtverantwortung für den regionalen Busverkehr in Niederösterreich trägt, setzt damit ihre Bemühungen zur Optimierung des Verkehrsnetzes fort.
Zu den konkreten Verbesserungen im Fahrplangefüge gehören die Einführung eines zusätzlichen Abendkurses auf der Linie 720 von Melk nach Krems, der insbesondere von Pendlern und Schülern nachgefragt wurde, sowie die Ausweitung des Stundentakts der Linie 411 von St. Andrä Wördern zum Bahnhof Tullnerfeld auch auf Sonn- und Feiertage. Insbesondere im Zentralraum um das Tullnerfeld wurden zahlreiche Taktverdichtungen und Routenoptimierungen vorgenommen. Beispielsweise ergibt sich durch eine neue Routenführung der Linie 411 in Kombination mit der Linie 410 von Montag bis Freitag in der Hauptverkehrszeit ein Halbstundentakt zwischen dem Bahnhof Tullnerfeld und Kleinstaasdorf. Solche feinabgestimmten Änderungen, oft nur Minutenverschiebungen, sind laut NÖVOG-Geschäftsführern entscheidend, um Umstiege zur Bahn oder zu Anschlussbussen zu sichern und somit die Reisekette für die Fahrgäste zu verbessern.
Die Anpassungen erstrecken sich über alle Regionen Niederösterreichs, vom Wald- und Weinviertel über das Mostviertel bis hin zum Industrieviertel und dem niederösterreichischen Zentralraum. Im Waldviertel wurden beispielsweise Umstiege für Schulkinder durch die Durchbindung von Kursen auf den Linien 762 und 763 in Waldkirchen und Dobersberg eliminiert. Im Mostviertel sorgt die Linie 720 mit einer neuen Haltestelle „Krems Austrasse“ für bessere Anschlüsse an die Schnellbuslinien (Wieselbus) von und nach St. Pölten. Im Industrieviertel wurden zur Entlastung überfüllter Schulbusse Kapazitätsanpassungen vorgenommen. Die NÖVOG verantwortet ein Netz, in dem rund 1.500 Busse jährlich etwa 64 Millionen Kilometer zurücklegen und somit eine flächendeckende Mobilität, ergänzt durch bedarfsgesteuerte Angebote (Anrufsammeltaxis), sicherstellen.
Die detaillierten neuen Fahrtmöglichkeiten sind bereits über den Routenplaner auf der Plattform leopoldi.info sowie in der dazugehörigen App abrufbar. Um die neuen Verbindungen nach dem 14. Dezember zu finden, muss das entsprechende Datum im Routenplaner ausgewählt werden. Die kontinuierliche Abstimmung des Regionalbus- mit dem Bahnverkehr gilt als eine der Hauptaufgaben der NÖVOG, um den öffentlichen Verkehr in Niederösterreich attraktiv und funktional zu gestalten. Die aktuellen Anpassungen zeigen die Reaktion des Betreibers auf Analysen der Fahrgastnachfrage und direkte Rückmeldungen aus den Gemeinden.