Die isländische Fluggesellschaft Icelandair hat im November 2025 ein signifikantes Wachstum verzeichnet und ihren besten Novembermonat in der Unternehmensgeschichte erzielt. Insgesamt beförderte die Airline 347.000 Passagiere, was einer Steigerung von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Besonders dynamisch entwickelte sich der Verkehr ab Island mit einem Plus von 25 Prozent sowie der Transitverkehr über Island, der um 18 Prozent zunahm.
Die gestiegene Nachfrage führte zu einer Rekordauslastung für diesen Monat, die bei 83,5 Prozent lag und damit den Anstieg der verfügbaren Kapazitäten übertraf. Präsident und CEO Bogi Nils Bogason führte das starke Ergebnis auf den Fokus des Unternehmens zur Verringerung der saisonalen Abhängigkeit und zur Steigerung der Nachfrage außerhalb der Hauptreisezeit zurück, insbesondere angesichts der Einführung von fünf neuen Zielen im laufenden Winterflugplan. Seit Jahresbeginn beförderte Icelandair insgesamt 4,7 Millionen Passagiere, was einem Zuwachs von acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Darüber hinaus hob die Fluggesellschaft ihre operative Zuverlässigkeit hervor. Die Pünktlichkeit lag im November bei 88,8 Prozent, eine Verbesserung um 4,1 Prozentpunkte gegenüber 2024. Laut Cirium Analytics wurde Icelandair im Berichtsmonat als pünktlichste Fluggesellschaft in Europa ausgezeichnet – diese Anerkennung erhielt das Unternehmen bereits zum fünften Mal im Jahr 2025. Solche Ergebnisse unterstreichen die Stärke des Streckennetzes und das Engagement der Mitarbeiter.
Abseits des Passagiergeschäfts zeigten sich jedoch Rückgänge in anderen Segmenten. Das Leasinggeschäft verzeichnete einen Rückgang der verkauften Blockstunden um drei Prozent. Auch der Frachttransport, gemessen in Frachttonnenkilometern, reduzierte sich um zehn Prozent, was auf eine geringere Menge an Fischexporten zurückgeführt wurde. Icelandair konzentriert sich stark auf ihre geografische Position, um das Transatlantik-Geschäft zu stärken und Reykjavík als attraktiven Umsteigepunkt zwischen Nordamerika und Europa zu positionieren.