Die niederländische Fluggesellschaft KLM unterstützt die Empfehlung des sogenannten Wennink-Berichts „Der Weg zu zukünftigem Wohlstand“ an die Regierung der Niederlande. Kernforderung ist die Einrichtung eines nationalen Fonds zur Investition in alternative Flugkraftstoffe (SAF). Ein solcher Fonds soll die heimische Produktion beschleunigen und die Kosten für SAF senken, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit des Luftfahrtsektors und die Innovationskraft der Niederlande gesichert werden sollen.
KLM bekräftigt die Schlussfolgerungen des Berichts hinsichtlich der entscheidenden Rolle, die der Luftfahrtsektor und der Flughafen Schiphol für den nationalen Wohlstand, den Handel und die internationale Wettbewerbsfähigkeit spielen. Die Fluggesellschaft appelliert an die Politik, die Empfehlungen des Berichts anzunehmen und von der Einführung zusätzlicher nationaler Abgaben abzusehen, da diese die globale Vernetzung untergraben könnten. KLM investiert bereits in effizientere Abläufe und mischt jährlich mehr SAF bei als von der EU vorgeschrieben. Zudem unterstützt das Unternehmen den Bau der ersten SAF-Produktionsanlage in Delfzijl durch einen langfristigen Abnahmevertrag.
Um das niederländische Ziel einer 14-prozentigen SAF-Beimischung bis zum Jahr 2030 zu erreichen, sei jedoch eine aktivere Rolle der Regierung und eine massive Steigerung der Verfügbarkeit erforderlich. Marjan Rintel, CEO von KLM, betonte, dass nur staatliche Investitionen, ähnlich wie bei Wind- und Solarenergie, den notwendigen Umfang und die Bezahlbarkeit von SAF gewährleisten können. Die Finanzierung des nationalen SAF-Fonds könnte nach Vorstellung von KLM über Einnahmen aus der bestehenden niederländischen Luftverkehrssteuer erfolgen. Der Fonds soll sich darauf konzentrieren, die Preisdifferenz zwischen SAF und fossilem Kerosin zu schließen, die Produktionsbeschleunigung zu fördern sowie in die Innovation von (e)SAF-Technologien zu investieren.