Die Fluggesellschaft TAP Air Portugal erweitert zum Sommerflugplan 2026 ihr Streckennetz ab Porto erheblich. Ab dem 29. März 2026 nimmt die Airline eine neue Direktverbindung zwischen dem Flughafen Francisco Sá Carneiro in Porto und der Azoreninsel Terceira auf.
Diese Route wird viermal wöchentlich bedient, wobei die Flugtage auf Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag festgesetzt wurden. Zum Einsatz kommt ein Flugzeug des Typs Airbus A320neo, das über eine Kapazität von 168 Sitzplätzen verfügt. Durch die Nachmittags- und Abendverbindungen zielt die Fluggesellschaft darauf ab, sowohl den touristischen Sektor als auch den regionalen Geschäftsverkehr zwischen dem nordportugiesischen Festland und dem autonomen Archipel zu stärken.
Parallel zur Erschließung der neuen Azoren-Route erhöht TAP die Frequenzen auf der bestehenden Verbindung zwischen Porto und Funchal auf Madeira. Die Anzahl der wöchentlichen Rotationen steigt von bisher 14 auf insgesamt 18 Flüge. Die zusätzlichen Kapazitäten werden ebenfalls an vier Wochentagen – montags, mittwochs, freitags und sonntags – angeboten. Die Abflüge in Porto finden zur Mittagszeit statt, während die Rückflüge vom Flughafen Madeira, benannt nach Cristiano Ronaldo, am Nachmittag erfolgen. Diese Taktverdichtung unterstreicht die strategische Bedeutung Madeiras als Ganzjahresziel im portugiesischen Inlandsmarkt und optimiert die Anschlussmöglichkeiten für internationale Passagiere am Drehkreuz Porto.
Hintergrund dieser Kapazitätserweiterung ist eine verstärkte Wettbewerbssituation im portugiesischen Luftraum. Während Billigfluganbieter wie Ryanair und Easyjet ihre Präsenz an den Regionalflughäfen zuletzt variierten, festigt TAP Air Portugal durch den Einsatz moderner Mittelstreckenjets ihre Marktposition. Der Airbus A320neo ermöglicht durch seine technische Ausstattung effiziente Flugabläufe auf den Strecken über den Atlantik. Branchenbeobachter werten diesen Schritt zudem als Reaktion auf das wachsende Interesse an den Azoren als Alternative zu den traditionellen Ferienregionen am Mittelmeer. Die Insel Terceira, bekannt für ihren historischen Hafen Angra do Heroísmo, gewinnt damit deutlich an Erreichbarkeit für Reisende aus dem Norden Portugals und Mitteleuropa.
Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die autonomen Regionen Portugals bleibt ein wesentlicher Treiber für diese Flottenentscheidungen. Mit der Erweiterung des Angebots ab Porto diversifiziert TAP ihr Portfolio jenseits des Hauptdrehkreuzes Lissabon. Dies führt zu einer Entlastung der Hauptstadtflughafens und bietet Passagieren mehr Flexibilität bei der Reiseplanung innerhalb des Landes. Der Flughafen Porto fungiert hierbei zunehmend als strategischer Knotenpunkt für Verbindungen zu den Atlantikinseln. Für das Jahr 2026 wird durch die neuen Kapazitäten ein Anstieg der Passagierzahlen auf den Routen zu den Azoren und nach Madeira erwartet, was die regionale Infrastruktur und die lokale Hotellerie weiter stützt.