Boeing 737-Max-200 (Foto: Angelika Evergreen).
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Zwischenfall über dem Ärmelkanal: Ryanair-Maschine nach schweren Turbulenzen umgekehrt

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Ein schwerer Zwischenfall ereignete sich am 28. Dezember 2025 auf dem Ryanair-Flug 1121 von Birmingham nach Teneriffa. Während sich die Boeing 737 Max in einer Reiseflughöhe von 37.000 Fuß über dem Ärmelkanal befand, geriet das Flugzeug unvermittelt in heftige Turbulenzen. Die Erschütterungen waren so stark, dass die Besatzung den Notfallcode 7700 im Transponder aktivierte, was eine sofortige Priorisierung durch die Luftverkehrskontrolle signalisiert. Um die Sicherheit der Insassen zu gewährleisten, leiteten die Piloten umgehend einen Sinkflug ein und brachen die Reise in Richtung der Kanarischen Inseln ab. Auf der Höhe der französischen Stadt Brest drehte das Flugzeug um und kehrte zu seinem Ausgangsflughafen in den West Midlands zurück.

Nach der sicheren Landung in Birmingham bestätigte die Fluggesellschaft, dass eine medizinische Erstversorgung für eine geringe Anzahl von Passagieren notwendig war. Berichten zufolge erlitten betroffene Personen Prellungen und Schnittwunden, die durch umherfliegende Gegenstände oder nicht angelegte Sicherheitsgurte während der plötzlichen Höhenveränderungen verursacht wurden. Techniker untersuchten die Boeing 737 Max unmittelbar nach der Ankunft auf strukturelle Schäden, die bei extremen Belastungen durch Klarluftturbulenzen auftreten können. Ryanair betonte, dass der Abbruch des Fluges eine reine Vorsichtsmaßnahme war, um das Wohlbefinden der Fluggäste und der Besatzung nicht weiter zu gefährden.

Zusätzliche Recherchen in Luftfahrtforen und Radardaten deuten auf eine ungewöhnliche Ursache für den Vorfall hin. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls befand sich der Luftraum über dem Ärmelkanal in einer Zone hoher militärischer Aktivität. Unbestätigten Informationen zufolge könnte die Boeing 737 Max in die sogenannten Wirbelschleppen eines passierenden Kampfjets geraten sein. Diese künstlich erzeugten Luftwirbel können bei geringem Abstand zwischen zivilen und militärischen Maschinen selbst bei ruhiger Wetterlage zu massiven Instabilitäten führen. Die britische Flugunfalluntersuchungsbehörde AAIB prüft derzeit die Aufzeichnungen der Flugsicherung, um festzustellen, ob ein unzureichender Sicherheitsabstand zu einem Militärflugzeug vorlag.

Die Untersuchung konzentriert sich zudem auf die Frage, warum das automatische Kollisionswarnsystem (TCAS) oder die Wetterradar-Systeme keine frühzeitige Warnung ausgaben. Da Turbulenzen durch Wirbelschleppen für herkömmliche Radarsysteme oft unsichtbar sind, stellen sie eine besondere Herausforderung für die Piloten dar. Der Vorfall löste in den sozialen Medien eine Debatte über die Sicherheit im hochfrequentierten Luftraum zwischen Großbritannien und dem europäischen Festland aus. Während die betroffenen Passagiere auf Ersatzflüge umgebucht wurden, bleibt die betroffene Maschine für weitere technische Inspektionen vorerst am Boden. Ergebnisse der offiziellen Auswertung der Flugdatenschreiber werden in den kommenden Wochen erwartet.

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