Die in Lomé ansässige Fluggesellschaft Asky Airlines bereitet eine strategische Neuausrichtung vor und plant den Einstieg in das Langstreckengeschäft. Nach Angaben der African Airlines Association (AFRAA) beabsichtigt der Carrier aus Togo, noch im Laufe des Jahres 2026 erstmals Verbindungen nach Europa anzubieten.
Als erste europäische Destination wurde die französische Hauptstadt Paris ausgewählt. Um dieses Vorhaben operativ umsetzen zu können, wird die bisher ausschließlich aus Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen des Typs Boeing 737 bestehende Flotte um zwei Großraumflugzeuge erweitert. Das Unternehmen favorisiert dabei die Boeing 787-8, bekannt als Dreamliner, um eine effiziente Bedienung der neuen Route zu gewährleisten.
Bei der Beschaffung der neuen Flugzeuge greift Asky Airlines auf die Unterstützung ihres strategischen Partners Ethiopian Airlines zurück. Die größte Fluggesellschaft Afrikas hält einen Anteil von 24,9 Prozent an der togoischen Airline und fungiert als technischer sowie betrieblicher Berater. Die Verhandlungen über das Leasing oder den Kauf der Dreamliner werden gemeinsam geführt, um Synergieeffekte bei Wartung und Pilotenausbildung zu nutzen. Parallel zum Ausbau der Langstrecke treibt Asky Airlines auch das Wachstum ihres regionalen Netzwerks voran. Die bestehende Flotte von Boeing 737 soll bis Ende des laufenden Jahres auf insgesamt 15 Maschinen aufgestockt werden, um die Zubringerfunktion zum Drehkreuz in Lomé zu stärken.
Zusätzliche Recherchen in Branchendiensten zeigen, dass dieser Expansionsschritt Teil einer größeren Strategie ist, Lomé als zentralen Luftverkehrsknotenpunkt in Westafrika zu etablieren. Bisher wird die Strecke zwischen Togo und Paris hauptsächlich von Air France bedient. Mit dem Markteintritt von Asky Airlines entsteht neuer Wettbewerb auf einer der wichtigsten Verkehrsachsen zwischen Westafrika und Europa. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass die Fluggesellschaft durch die Kooperation mit Ethiopian Airlines über einen stabilen logistischen Hintergrund verfügt, was die hohen Investitionsrisiken im Langstreckensektor mindert. Die Entscheidung für die Boeing 787 unterstreicht zudem den Anspruch, ein modernes Produkt für Geschäftsreisende und den Tourismus anzubieten.
Die wirtschaftliche Entwicklung der Airline verlief zuletzt stabil, was die notwendigen Investitionen in Personal und Infrastruktur ermöglicht. Neben der technischen Vorbereitung müssen für den Flugbetrieb nach Frankreich auch regulatorische Hürden und Landerechte final geklärt werden. Asky Airlines plant, durch die neuen Verbindungen nicht nur Passagiere aus Togo, sondern aus dem gesamten westafrikanischen Raum über ihr Drehkreuz nach Europa zu befördern. Sollte der Start in Paris erfolgreich verlaufen, könnten laut Branchenkreisen weitere europäische Metropolen in den kommenden Jahren in den Flugplan aufgenommen werden, um das Netzwerk weiter zu diversifizieren und die Unabhängigkeit von europäischen Carriern zu erhöhen.