Anflug auf Venedig-Lido (Foto: Jan Gruber).
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Ausweitung der Zugangsgebühren für Tagestouristen in Venedig und Rom

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Die Verwaltung der italienischen Lagunenstadt Venedig hat eine signifikante Ausweitung des Eintrittsgeldes für das Jahr 2026 beschlossen. Nachdem das System im Vorjahr in einer Testphase an 29 Tagen erprobt wurde, verdoppelt die Stadt die Anzahl der gebührenpflichtigen Tage nun auf insgesamt 60 Termine zwischen dem 3. April und dem 26. Juli. Betroffen sind alle Tagestouristen ab 14 Jahren, die das historische Zentrum in der Kernzeit von 8:30 Uhr bis 16:00 Uhr betreten möchten. Der Standardpreis für den Zugang wurde auf zehn Euro festgesetzt. Reisende können die Kosten jedoch halbieren, indem sie ihr Ticket mindestens drei Tage vor dem geplanten Besuch online buchen und sich registrieren, um einen verpflichtenden QR-Code zu erhalten.

Übernachtungsgäste, die in Hotels oder Ferienwohnungen innerhalb der Stadt registriert sind, bleiben von der direkten Eintrittsgebühr befreit, müssen jedoch ebenfalls einen QR-Code zur Identifikation bei Kontrollen vorweisen. Die Stadtverwaltung reagiert mit dieser Maßnahme auf die anhaltend hohen Besucherströme an Wochenenden und Feiertagen. Zusätzliche Recherchen im kommunalen Haushalt Venedigs zeigen, dass die Einnahmen zweckgebunden für die Instandhaltung der Infrastruktur und die Reinigung der Kanäle verwendet werden sollen. Kritiker innerhalb der Stadt bemängeln jedoch, dass die Gebühr bisher kaum zu einer spürbaren Reduzierung des Andrangs geführt hat, weshalb der Preis für kurzentschlossene Besucher nun angehoben wurde.

Auch in der italienischen Hauptstadt Rom gibt es Neuerungen für Besucher bekannter Sehenswürdigkeiten. Am Trevi-Brunnen wird im Jahr 2026 eine Zugangsgebühr in Höhe von zwei Euro eingeführt. Diese Maßnahme dient der Regulierung der Menschenmassen an dem barocken Monument, an dem das traditionelle Werfen von Münzen als Glücksbringer gilt. Um den Zugang zu kontrollieren, wurden Absperrungen und ein neues Leitsystem installiert. Die Stadt Rom folgt damit dem Beispiel Venedigs, den Zugang zu überlaufenen touristischen Brennpunkten kostenpflichtig zu gestalten, um die Sicherheit und den Erhalt der Denkmäler zu gewährleisten. Die erhobenen Beträge sollen direkt in die Restaurierung antiker Stätten fließen.

Branchenexperten beobachten diesen Trend zur Kommerzialisierung des öffentlichen Raums in italienischen Metropolen genau. Während Befürworter die Steuerungswirkung und die zusätzlichen Einnahmen für die verschuldeten Kommunen betonen, sehen Reiseveranstalter die Gefahr einer sinkenden Attraktivität für Spontanbesucher. Venedig und Rom nehmen mit diesen Modellen eine Vorreiterrolle in Europa ein, wobei auch andere Städte wie Florenz ähnliche Konzepte prüfen. Die technischen Systeme zur Kontrolle der QR-Codes wurden für 2026 weiter optimiert, um lange Wartezeiten an den Zugangspunkten wie dem Bahnhof Santa Lucia oder dem Markusplatz zu vermeiden.

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