Swiss International Air Lines weitet den Einsatz ihres modernsten Langstreckenflugzeugs, des Airbus A350-900, deutlich aus. Ab dem 29. März 2026 wird das Flugzeug erstmals auf der Strecke von Zürich nach Seoul eingesetzt.
Damit erreicht das neue Kabinenkonzept namens „Swiss Senses“ zum ersten Mal den asiatischen Kontinent. Die Umstellung erfolgt pünktlich zum Start des Sommerflugplans und ersetzt den bisher auf dieser Route eingesetzten Airbus A340. Die südkoreanische Hauptstadt ist nach Boston das zweite Langstreckenziel, das mit diesem Maschinentyp bedient wird. Buchungen für die neuen Verbindungen sind bereits ab Ende der laufenden Woche möglich.
Zusätzliche Recherchen zur Flottenstrategie der Lufthansa-Tochter zeigen, dass die Einführung des A350 einen technologischen Sprung darstellt. Durch die Kombination aus Leichtbauweise, effizienteren Triebwerken und einer höheren Dienstgipfelhöhe verkürzt sich die Flugzeit von Zürich nach Seoul auf etwa 11 Stunden und 10 Minuten. Dies entspricht einer Zeitersparnis von rund 50 Minuten im Vergleich zum Vorgängermodell. Der Flugbetrieb wird jeweils dienstags, freitags und sonntags durchgeführt. Zum Einsatz kommen die ersten beiden Maschinen der Serie: Die „HB-IFA“, die mit einer speziellen Sonderlackierung unter dem Motto „Wanderlust“ versehen ist, sowie die „HB-IFB“ im klassischen Unternehmensdesign.
Das Kabineninterieur wurde grundlegend neugestaltet, um den Passagierkomfort in allen Reiseklassen zu erhöhen. Ein zentrales Element des „Swiss Senses“-Konzepts ist das sogenannte „Human Centric Lighting“. Dieses intelligente Lichtsystem passt sich dem natürlichen Tagesrhythmus an, um die Auswirkungen des Jetlags bei Langstreckenflügen zu minimieren. Zudem bietet die neue Kabine mehr Privatsphäre durch angepasste Sitzkonfigurationen und ein reduziertes Geräuschniveau. Branchenkenner weisen darauf hin, dass Swiss mit dieser Investition insbesondere auf die wachsende Konkurrenz im Premium-Segment auf Asien-Routen reagiert und die Modernisierung der Langstreckenflotte vorantreibt, während ältere Vierstrahler wie der A340 schrittweise ausgemustert werden.
Wirtschaftlich betrachtet festigt Swiss mit der Aufwertung der Seoul-Verbindung ihre Position in Ostasien. Die Destination wurde erst im Sommer 2024 in das Streckennetz aufgenommen und verzeichnete seither eine stabile Nachfrage, sowohl im Geschäftsreise- als auch im Tourismusbereich. Der Einsatz des A350 erhöht nicht nur die operative Effizienz durch einen geringeren Treibstoffverbrauch pro Sitzplatz, sondern bietet auch eine höhere Frachtkapazität für den Exportmarkt. Die Airline plant, im Laufe des Jahres 2026 weitere Maschinen dieses Typs zu übernehmen, um zusätzliche Destinationen in Nordamerika und Asien auf das neue Produkt umzustellen und so die Vereinheitlichung des Kabinenstandards abzuschließen.