Die Alpenregion Bludenz Tourismus hat im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Tourismus Updates“ am 12. und 13. Jänner 2026 umfassende Daten zur wirtschaftlichen Bedeutung des Sektors für Vorarlberg vorgelegt. In Bludenz, dem Klostertal und dem Großen Walsertal wurden die Resultate einer neuen Wertschöpfungsstudie vorgestellt, die in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Kohl & Partner erstellt wurde. Die Untersuchung analysiert die ökonomischen Verflechtungen in der Alpenstadt Bludenz mit Nüziders, dem Klostertal, dem Biosphärenpark Großes Walsertal sowie dem Brandnertal. Im Fokus standen dabei nicht nur die unmittelbaren Umsätze der Beherbergungsbetriebe, sondern auch die Folgewirkungen auf lokale Zulieferer, Handwerksbetriebe und den Einzelhandel.
Zusätzliche Wirtschaftsdaten aus der Region verdeutlichen die hohe Abhängigkeit der lokalen Infrastruktur vom Fremdenverkehr. Laut aktuellen Erhebungen der Landesstatistik Vorarlberg generiert der Tourismus in Gebieten wie der Alpenregion Bludenz signifikante Steuereinnahmen für die Gemeinden, die wiederum in öffentliche Einrichtungen und die Instandhaltung von Verkehrswegen fließen. Die Studie von Kohl & Partner quantifiziert diese Effekte und zeigt auf, dass jeder Euro, den ein Gast ausgibt, mehrfache Umsatzrunden in der regionalen Wirtschaft auslöst. Experten weisen darauf hin, dass insbesondere die kleinstrukturierte Landwirtschaft und das lokale Gewerbe massiv von der touristischen Nachfrage profitieren, was die Stabilität des ländlichen Raums sichert.
Die Veranstaltungsreihe diente als Plattform für den Dialog zwischen Touristikern, Vertretern der Wirtschaft und der Politik. Wiebke Meyer, Geschäftsführerin der Alpenregion Bludenz Tourismus, betonte während der Präsentationen, dass die Transparenz über wirtschaftliche Kennzahlen essenziell für die Akzeptanz von Tourismusprojekten in der Bevölkerung sei. Diskutiert wurden dabei auch zukünftige Investitionsschwerpunkte und die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen alpinen Destinationen. Branchenkenner ergänzen, dass die Region durch die Analyse der indirekten Wertschöpfung eine fundierte Basis für kommende Budgetplanungen und Förderansuchen auf Landesebene erhält.
Die Ergebnisse unterstreichen die Rolle des Tourismus als zentralen Motor für die regionale Entwicklung in Vorarlberg. Neben der Sicherung von Arbeitsplätzen direkt vor Ort trägt der Sektor zur Erhaltung einer hohen Lebensqualität bei, von der auch Einheimische durch ein erweitertes Freizeit- und Gastronomieangebot profitieren. Die strategische Ausrichtung der Alpenregion Bludenz zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Teilregionen weiter zu intensivieren. Durch den regelmäßigen Austausch und die fundierte Datenlage soll sichergestellt werden, dass die Wertschöpfung langfristig in der Region verbleibt und die ökonomische Basis für die kommenden Jahre gestärkt wird.