Flughafen Frankfurt am Main (Foto: Jan Gruber).
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Einführung von KI-gestützter Software bei den Sicherheitskontrollen am Frankfurter Flughafen

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Die Fraport AG hat in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei die flächendeckende Nutzung der APIDS-Software am Flughafen Frankfurt gestartet. Damit ist Frankfurt der erste europäische Luftverkehrsknotenpunkt, der das „Automatische System zur Erkennung verbotener Gegenstände“ operativ einsetzt. Die Technologie basiert auf künstlicher Intelligenz und ist in die bestehenden CT-Scanner integriert, um das Sicherheitspersonal bei der Analyse von Röntgenbildern des Handgepäcks zu unterstützen. Das System erkennt gefährliche Objekte automatisiert und markiert diese für die Kontrolleure, wobei die Letztentscheidung über eine manuelle Nachkontrolle weiterhin beim Personal vor Ort verbleibt.

Der flächendeckende Rollout umfasst über 50 CT-Geräte des Herstellers Smiths Detection in allen Terminals. Dieser Schritt folgt auf eine mehrmonatige Testphase, die durch die Europäische Union ermöglicht wurde und die Integration der Software in die operativen Abläufe prüfte. Laut Kerstin Kohlmetz, Präsidentin des Bundespolizeiamtes am Flughafen Frankfurt, lieferten diese Tests die notwendigen Daten für die nationale Zertifizierung durch das Bundesministerium des Innern. Die neue Software soll die Präzision der Kontrollen erhöhen und die Durchlaufzeiten für Passagiere optimieren, indem die Auswertung der Gepäckstücke beschleunigt wird.

Hintergrund der technischen Aufrüstung ist die Übernahme der operativen Verantwortung für die Sicherheitskontrollen durch die Fraport AG zu Beginn des Jahres 2023. Seit diesem Kompetenzwechsel hat der Flughafenbetreiber rund 50 Millionen Euro in die Modernisierung der Kontrollspuren investiert. Die eingesetzte Computertomographie-Technik (CT) erlaubt es bereits jetzt, Flüssigkeiten und elektronische Geräte in den Taschen zu belassen. Mit der zusätzlichen APIDS-Software wird nun die nächste Stufe der Automatisierung erreicht, um den steigenden Passagierzahlen am größten deutschen Flughafen gerecht zu werden und gleichzeitig die hohen Sicherheitsvorgaben des Luftsicherheitsgesetzes zu erfüllen.

Branchenexperten werten die Implementierung als Signal für die gesamte europäische Luftfahrtindustrie. Die Zertifizierungsanforderungen, die das Bundesinnenministerium in Kooperation mit der Bundespolizei definiert hat, dienen nun als Referenz für weitere Flughäfen. Fraport-Vorstand Alexander Laukenmann betont die strategische Bedeutung der Technologie für die Effizienzsteigerung an den Kontrollstellen. Durch die Kombination aus moderner Hardware und intelligenter Software sollen Fehlalarme reduziert und die Arbeitsbelastung der Sicherheitsassistenten an den Bildschirmen gesenkt werden, ohne die Detektionsraten zu beeinträchtigen.

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