Boeing 737-800 (Foto: Getjet Airlines).
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GetJet Group forciert globale Expansion und strukturelle Integration

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Der internationale Luftfahrtkonzern GetJet Aviation Holdings mit Sitz in Litauen hat eine umfassende strategische Neuausrichtung vollzogen und firmiert ab sofort unter dem Namen GetJet Group. Diese Umbenennung markiert den Übergang von einer reinen Holding-Struktur zu einer vertikal integrierten Unternehmensgruppe. Laut CEO Darius Viltrakis zielt die Maßnahme darauf ab, die operative Effizienz zu steigern und die Sichtbarkeit der Kernmarke im globalen Wettbewerb zu erhöhen. Die Gruppe umfasst künftig die Fluggesellschaften GetJet Airlines in Litauen und Malta sowie spezialisierte Einheiten für Wartung (Airhub Aviation) und Ausbildung (Airhub Training). Im vergangenen Geschäftsjahr konnte das Unternehmen bereits einen Umsatz von 184,3 Millionen Euro und einen Nettogewinn von 25,4 Millionen Euro erwirtschaften.

Im Zentrum der Wachstumsstrategie 2026 steht ein massiver Ausbau der Personalkapazitäten und der Infrastruktur. Die Gruppe plant die Schaffung von 200 neuen Arbeitsplätzen in vier Ländern, um den expandierenden Flugbetrieb und die Wartungssparte (MRO) zu unterstützen. Ein strategischer Fokus liegt dabei auf Lettland: Die dortige Niederlassung wurde von einem Flugbetrieb in ein spezialisiertes Ausbildungszentrum für Kabinenpersonal umgewandelt. Ziel ist es, hochqualifizierte Fachkräfte zu gewinnen, die von aktuellen Marktveränderungen und Insolvenzen in der baltischen Luftfahrtregion betroffen sind. Parallel dazu investiert die Gruppe in Nordosteuropa in die technische Unabhängigkeit. Neben der bestehenden Wartungsanlage in Šiauliai soll im vierten Quartal der Spatenstich für einen neuen Hangar am Flughafen Vilnius erfolgen, um dem regionalen Mangel an MRO-Infrastruktur zu begegnen.

Die Flottenplanung der GetJet Group sieht für das erste Halbjahr 2026 den Erwerb von fünf zusätzlichen Flugzeugen vor, um die steigende Nachfrage im ACMI- und Chartergeschäft zu bedienen. Aktuell verwaltet die Gruppe ein Luftfahrtportfolio im Wert von rund 200 Millionen Euro und betreibt eine Flotte von 16 Maschinen. Das Kundennetzwerk umfasst bereits über 70 Fluggesellschaften in mehr als 50 Ländern, darunter namhafte Partner wie Etihad Airways, Wizz Air und Royal Jordanian. Durch die Präsenz mit einem Vertriebsbüro in Dubai konnte der Konzern zudem seine Aktivitäten im Nahen Osten signifikant ausweiten. Um diese Expansion finanziell abzusichern, befindet sich die Unternehmensführung in fortgeschrittenen Gesprächen über externe Finanzierungsstrukturen und den Ausbau der Kapitalbasis, deren Ergebnisse in Kürze offiziell bekannt gegeben werden sollen.

Branchenexperten werten die Konsolidierung der maltesischen und litauischen Flugbetriebe sowie die gleichzeitige Stärkung der Wartungskapazitäten als konsequenten Schritt zur Steigerung der Agilität im volatilen ACMI-Markt. Durch die Kombination aus Eigenwartung und Pilotenausbildung reduziert die GetJet Group ihre Abhängigkeit von externen Dienstleistern und positioniert sich als Full-Service-Partner für internationale Airlines. Die Fokussierung auf integrierte Lösungen ermöglicht es der Gruppe, flexibel auf Kapazitätsengpässe anderer Luftfahrtunternehmen zu reagieren. Mit dem Ziel, die Gesamtflotte und das Dienstleistungsportfolio bis Ende 2026 weiter zu skalieren, festigt der litauische Konzern seine Rolle als einer der führenden Akteure im europäischen Charter- und Leasingsegment.

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