Das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos hat im Januar 2026 erneut zu einer signifikanten Auslastung der Infrastruktur am Bodensee-Airport Friedrichshafen geführt. Der südlichste Verkehrsflughafen Deutschlands registrierte während der Konferenzwoche rund 150 zusätzliche Flugbewegungen. Internationale Delegationen und Wirtschaftsvertreter nutzten den Standort aufgrund seiner geografischen Nähe zur Schweiz als zentralen logistischen Knotenpunkt. Die Flugbewegungen umfassten dabei eine breite Palette an Flugzeugtypen, von Privatjets bis hin zu größeren Regierungsmaschinen, wobei die weitesten Anreisen aus Regionen wie Dubai, Argentinien und Hawaii erfolgten.
Zusätzliche meteorologische Faktoren in der Bodenseeregion verstärkten das Aufkommen am Flughafen Friedrichshafen weiter. Aufgrund hartnäckiger Nebelbänke an benachbarten Flugplätzen und Regionalflughäfen in der Schweiz und Süddeutschland mussten zahlreiche Maschinen nach Friedrichshafen ausweichen. Der Flughafen profitierte hierbei von seinem modernen Instrumentenlandesystem (ILS), das auch bei schwierigen Sichtverhältnissen einen sicheren Betrieb gewährleistete. Branchenberichten zufolge dient der Flughafen in solchen Phasen oft als wichtigster Ausweichstandort für den Verkehr nach Davos, da die Kapazitäten direkt in der Schweiz während des Forums meist vollständig ausgeschöpft sind.
Die operative Abwicklung des erhöhten Verkehrsaufkommens erfolgte ohne die Rekrutierung von externem Zusatzpersonal. Um die Spitzenzeiten bei der Abfertigung und im Sicherheitsbereich zu bewältigen, wurden Mitarbeiter aus der Verwaltung flexibel in den operativen Betrieb integriert. Geschäftsführer Detlef Schäfer betonte die Leistungsfähigkeit des bestehenden Teams, das eine reibungslose Abwicklung der Sonderflüge sicherstellte. Diese personelle Flexibilität gilt am Bodensee-Airport als wesentlicher Standortvorteil, um kurzfristige Lastspitzen bei internationalen Großereignissen effizient abzufangen, ohne die laufenden Betriebskosten dauerhaft zu steigern.
Der Bodensee-Airport Friedrichshafen blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück und festigt durch solche Einsätze seine Rolle als wichtiger Wirtschaftsmotor für das Vierländereck aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Die erfolgreiche Bilanz des WEF-Verkehrs 2026 unterstreicht die Bedeutung der regionalen Luftverkehrsinfrastruktur für die globale Erreichbarkeit von Spitzenkonferenzen. Neben dem reinen Konferenzverkehr bedient der Flughafen weiterhin ein festes Netz an Linienverbindungen und Charterflügen, wobei die technische Ausstattung und die kurzen Wege für Passagiere aus der Grenzregion wesentliche Qualitätsmerkmale bleiben.