Januar 27, 2026

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Januar 27, 2026

Lufthansa muss Allegris-Class-Sitze in neuen Dreamlinern weiterhin sperren

Die Einführung des neuen Kabinenprodukts Allegris bei der Lufthansa gestaltet sich deutlich komplexer als ursprünglich von der Konzernleitung geplant. Wie aus aktuellen Berichten der Nachrichtenagentur Bloomberg und weiteren Branchenkreisen hervorgeht, bleibt ein Großteil der Business-Class-Sitze in den neu ausgelieferten Boeing 787-9 vorerst für den Verkauf gesperrt. Und das könnte laut Informationen von Bloomberg auch noch länger so bleiben. Grund hierfür ist eine noch ausstehende Sicherheitszertifizierung durch die US-amerikanische Bundesluftfahrtbehörde FAA. In der Konsequenz können derzeit in den betroffenen Maschinen lediglich vier der insgesamt 28 verfügbaren Plätze in der Business Class gebucht werden. Während die Fluggesellschaft zunächst auf eine Freigabe zum Jahreswechsel 2025/2026 gehofft hatte, deuten Insider-Informationen nun darauf hin, dass eine vollständige Nutzung der Kabine nicht vor Sommer 2026 realistisch ist. Diese Verzögerung trifft das Unternehmen zu einem kritischen Zeitpunkt, da die Reisebranche unmittelbar vor der aufkommensstarken Hochsaison steht und die entgangenen Einnahmen im Premium-Segment die wirtschaftliche Bilanz der Langstreckenflotte belasten. Hintergründe der Verzögerung und behördliche Anforderungen Die Probleme wurzeln in verschärften Sicherheitsanforderungen der FAA an das Befestigungssystem der neuartigen Sitzmodule. Da die Allegris-Kabine eine Vielzahl unterschiedlicher Sitzoptionen bietet – von Suiten mit Schiebetüren bis hin zu Plätzen mit extra langen Betten –, müssen für jede dieser Konfigurationen detaillierte Nachweise zur Crashsicherheit erbracht werden. Der Sitzhersteller Collins Aerospace und der Flugzeugbauer Boeing stehen dabei in der Pflicht, umfangreiche Testreihen zu dokumentieren, die belegen, dass die Module auch bei extremen kinetischen Belastungen sicher in der Bodenstruktur des Flugzeugs verankert bleiben. Jüngsten Informationen zufolge hat die FAA zwischenzeitlich zusätzliche Tests angefordert, was

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Ryanair verzeichnet Passagierwachstum trotz Gewinnrückgang im dritten Quartal

Die Ryanair Holdings plc hat am 26. Januar 2026 ihre Finanzergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres vorgelegt. Trotz eines Anstiegs der Passagierzahlen um 6 Prozent auf 47,5 Millionen sank der bereinigte Gewinn nach Steuern (PAT) von 149 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 115 Millionen Euro. Als Hauptgrund für diesen Rückgang um 22 Prozent nennt das Unternehmen den Wegfall von Entschädigungszahlungen für Lieferverzögerungen bei Flugzeugen, die im Vorjahr das Ergebnis gestützt hatten. Der Gesamtumsatz stieg hingegen um 9 Prozent auf 3,21 Milliarden Euro, was auf leicht höhere Durchschnittspreise und solide Einnahmen aus Zusatzverkäufen zurückzuführen ist. Ein besonderer Belastungsfaktor im aktuellen Bericht ist eine außerordentliche Rückstellung in Höhe von 85 Millionen Euro. Diese bezieht sich auf eine Strafe der italienischen Wettbewerbsbehörde AGCM in Gesamthöhe von 256 Millionen Euro. Die Behörde kritisiert Ryanairs Direktvertriebsmodell, das Reisebüros und Vermittler teilweise ausschließt. Konzernchef Michael O’Leary bezeichnete die Strafe als „grundlos“ und verwies auf ein Urteil des Berufungsgerichts Mailand vom Januar 2024, welches das Modell als vorteilhaft für Verbraucher bestätigte. Ryanair hat Rechtsmittel eingelegt und zeigt sich zuversichtlich, die Strafe in der Berufung abzuwenden. In Bezug auf die Flottenplanung meldet Ryanair Fortschritte. Bis Ende Dezember 2025 befanden sich 206 Boeing 737 „Gamechanger“ im Dienst, die restlichen vier Maschinen der aktuellen Bestellung werden bis Ende Februar erwartet. Für den Sommer 2026 kündigte die Airline bereits 106 neue Routen und drei neue Basen in Rabat, Tirana und Trapani an. Strategisch verlagert der Konzern Kapazitäten weg von Hochkostenstandorten wie Deutschland und Österreich hin zu Märkten wie Schweden, Italien

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Friedrichshafen verzeichnet hohes Verkehrsaufkommen zum Weltwirtschaftsforum 2026

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos hat im Januar 2026 erneut zu einer signifikanten Auslastung der Infrastruktur am Bodensee-Airport Friedrichshafen geführt. Der südlichste Verkehrsflughafen Deutschlands registrierte während der Konferenzwoche rund 150 zusätzliche Flugbewegungen. Internationale Delegationen und Wirtschaftsvertreter nutzten den Standort aufgrund seiner geografischen Nähe zur Schweiz als zentralen logistischen Knotenpunkt. Die Flugbewegungen umfassten dabei eine breite Palette an Flugzeugtypen, von Privatjets bis hin zu größeren Regierungsmaschinen, wobei die weitesten Anreisen aus Regionen wie Dubai, Argentinien und Hawaii erfolgten. Zusätzliche meteorologische Faktoren in der Bodenseeregion verstärkten das Aufkommen am Flughafen Friedrichshafen weiter. Aufgrund hartnäckiger Nebelbänke an benachbarten Flugplätzen und Regionalflughäfen in der Schweiz und Süddeutschland mussten zahlreiche Maschinen nach Friedrichshafen ausweichen. Der Flughafen profitierte hierbei von seinem modernen Instrumentenlandesystem (ILS), das auch bei schwierigen Sichtverhältnissen einen sicheren Betrieb gewährleistete. Branchenberichten zufolge dient der Flughafen in solchen Phasen oft als wichtigster Ausweichstandort für den Verkehr nach Davos, da die Kapazitäten direkt in der Schweiz während des Forums meist vollständig ausgeschöpft sind. Die operative Abwicklung des erhöhten Verkehrsaufkommens erfolgte ohne die Rekrutierung von externem Zusatzpersonal. Um die Spitzenzeiten bei der Abfertigung und im Sicherheitsbereich zu bewältigen, wurden Mitarbeiter aus der Verwaltung flexibel in den operativen Betrieb integriert. Geschäftsführer Detlef Schäfer betonte die Leistungsfähigkeit des bestehenden Teams, das eine reibungslose Abwicklung der Sonderflüge sicherstellte. Diese personelle Flexibilität gilt am Bodensee-Airport als wesentlicher Standortvorteil, um kurzfristige Lastspitzen bei internationalen Großereignissen effizient abzufangen, ohne die laufenden Betriebskosten dauerhaft zu steigern. Der Bodensee-Airport Friedrichshafen blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück und festigt durch solche Einsätze seine Rolle

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Neue Flugverbindung zwischen Wien und Jerewan durch FlyOne Armenia

Der Flughafen Wien erweitert sein Streckennetz in Richtung Kaukasus. Ab dem 3. April 2026 nimmt die Fluggesellschaft FlyOne Armenia regelmäßige Direktflüge zwischen der österreichischen Bundeshauptstadt und Jerewan auf. Die Airline, die damit erstmals auf dem österreichischen Markt operiert, setzt für diese Verbindung ein Flugzeug vom Typ Airbus A320 ein. Zunächst startet der Betrieb mit einer wöchentlichen Frequenz, die bereits ab Juni 2026 auf drei Flüge pro Woche ausgebaut werden soll. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, betont, dass diese neue Verbindung den Point-to-Point-Verkehr stärkt und Reisenden in die touristisch wachsende Region mehr Flexibilität bietet. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen die strategische Bedeutung dieser Route für den Wirtschaftsstandort Wien. Der Flughafen Jerewan fungiert zunehmend als wichtiger Umsteigeknoten für Reisen in den Nahen Osten und nach Zentralasien. FlyOne Armenia, ein Tochterunternehmen der moldauischen FlyOne, hat in den letzten Jahren seine Flotte konsequent modernisiert und nutzt den Airbus A320 aufgrund seiner Kapazität von rund 180 Sitzplätzen als Standardgerät für europäische Mittelstrecken. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Flugzeiten – mit einem späten Eintreffen in Jerewan kurz vor Mitternacht – speziell darauf ausgelegt sind, Anschlüsse an das regionale Netzwerk der Airline zu ermöglichen. Armenien verzeichnete zuletzt ein signifikantes Wachstum im internationalen Tourismussektor. Die Hauptstadt Jerewan, die zu den ältesten kontinuierlich bewohnten Städten weltweit zählt, bietet mit dem Platz der Republik und der monumentalen Kaskade architektonische Anziehungspunkte. Jenseits der urbanen Zentren ist das Land für seine UNESCO-Weltkulturerbestätten bekannt, darunter das Kloster Geghard und die Kathedrale von Etschmiadsin. Mit der neuen Verbindung wird die Anbindung an den

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Stadtrat in Amsterdam erwägt vollständiges Verbot für Hochseekreuzfahrtschiffe

In der niederländischen Metropole Amsterdam hat sich die Debatte um die Zukunft des Kreuzfahrttourismus massiv verschärft. Während ursprüngliche Planungen lediglich eine Verlegung des zentralen Kreuzfahrtterminals bis zum Jahr 2035 in Randgebiete vorsahen, prüft der Stadtrat nun ein generelles Verbot für Hochseekreuzfahrtschiffe im gesamten Stadtgebiet. Hintergrund dieser Entwicklung ist eine aktuelle Machbarkeitsstudie zur Verlagerung des bestehenden Passenger Terminal Amsterdam (PTA). Diese Untersuchung beziffert die Kosten für einen neuen Standort außerhalb des Zentrums auf mindestens 85 Millionen Euro. Angesichts dieser hohen finanziellen Belastung diskutieren die politischen Entscheidungsträger nun die radikale Option eines kompletten Banns, um die städtische Infrastruktur zu entlasten. Trotz der aktuellen Dynamik bleibt die Umsetzung dieser Pläne ungewiss, da im März 2026 Stadtratswahlen in Amsterdam anstehen. Branchenexperten und niederländische Medien weisen darauf hin, dass veränderte Mehrheitsverhältnisse nach dem Urnengang zu einer Kurskorrektur führen könnten. Bisher handelt es sich bei dem angestrebten Verbot lediglich um eine Absichtserklärung, über die vor den Wahlen keine endgültige Abstimmung mehr erfolgen soll. Dennoch würde Amsterdam mit einem solchen Schritt eine weltweite Vorreiterrolle einnehmen. Selbst in Venedig, das für seine strengen Regularien bekannt ist, wurde kein Totalverbot verhängt, sondern lediglich die Größe der einlaufenden Schiffe drastisch begrenzt. Unabhängig von der Verbotsdiskussion greifen bereits jetzt einschneidende Maßnahmen zur Regulierung des Schiffsverkehrs. Die Stadt hat beschlossen, die jährlichen Anläufe am innerstädtischen Terminal nahe dem Hauptbahnhof auf maximal 100 zu halbieren. Zudem darf ab sofort nur noch ein Schiff gleichzeitig anlegen. Ein weiterer technischer Meilenstein ist die Einführung einer generellen Landstrompflicht am PTA-Terminal ab dem Jahr 2027. Da ein

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Meilenstein in der Geschäftsluftfahrt: Bombardier Global 8000 erhält europäische Zulassung

Die europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat am 23. Januar 2026 die Musterzulassung für den Bombardier Global 8000 erteilt. Damit ist der letzte große regulatorische Schritt für den Einsatz des neuen Flaggschiffs in Europa vollzogen. Nach der Zertifizierung durch die kanadische Transport Canada im November 2025 und der US-amerikanischen Federal Aviation Administration (FAA) im Dezember 2025 ist der Weg für weltweite Kundenoperationen nun vollständig geebnet. Der Global 8000 gilt mit einer Höchstgeschwindigkeit von Mach 0,95 als das schnellste zivile Flugzeug seit dem Ende der Concorde-Ära und setzt neue Maßstäbe in Bezug auf Reichweite und Kabinenkomfort. Das Flugzeug, das bereits im Dezember 2025 offiziell in Dienst gestellt wurde, kombiniert eine Reichweite von 8.000 nautischen Meilen mit einer außergewöhnlich niedrigen Kabinenhöhe, was die physische Belastung auf Ultralangstreckenflügen signifikant reduziert. Mit der EASA-Zulassung verstärkt Bombardier nun die Auslieferungen an europäische Kunden und festigt seine Position im obersten Segment der Business-Jets. Spitzenleistung und technologische Überlegenheit auf der Langstrecke Der Bombardier Global 8000 wurde als direkte Weiterentwicklung der erfolgreichen Global 7500-Plattform konzipiert, geht jedoch in den entscheidenden Leistungsparametern deutlich über seinen Vorgänger hinaus. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von Mach 0,95 erreicht der Jet Geschwindigkeiten, die im zivilen Luftverkehr seit Jahrzehnten nicht mehr erreicht wurden. Diese Performance ermöglicht es, Flugzeiten auf interkontinentalen Routen massiv zu verkürzen. Die Reichweite von 8.000 nautischen Meilen (ca. 14.816 Kilometer) erlaubt Nonstop-Verbindungen zwischen weit entfernten Metropolen wie Singapur und Los Angeles oder Dubai und Houston unter typischen Einsatzbedingungen. Technisches Herzstück des Flugzeugs sind die GE Passport-Triebwerke, die speziell für diese Leistungsklasse entwickelt

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Bundesheer schließt Luftraumsicherungsoperation Daedalus26 erfolgreich ab

Das Österreichische Bundesheer hat die Luftraumsicherungsoperation Daedalus26 nach dem Ende des Weltwirtschaftsforums in Davos planmäßig beendet. Vom 19. bis 23. Jänner 2026 sicherten die Luftstreitkräfte den Luftraum über Westösterreich, um die internationale Großveranstaltung in der Schweiz vor Gefahren aus der Luft zu schützen. Aufgrund der geografischen Nähe von Davos zum österreichischen Staatsgebiet wurde in einem Radius von rund 46 Kilometern ein Flugbeschränkungsgebiet eingerichtet. Während des Einsatzzeitraums verzeichneten die Radarsysteme 254 Flugbewegungen in der Sperrzone, wobei es zu drei Luftraumverletzungen kam, die ein direktes Einschreiten der Abfangjäger erforderlich machten. Insgesamt waren rund 1.150 Personen an der Operation beteiligt, darunter etwa 100 Milizsoldaten und 160 Zivilbedienstete. Die technische Ausstattung umfasste 21 Luftfahrzeuge, aufgeteilt in elf Flächenflugzeuge, darunter die Eurofighter-Abfangjäger, sowie zehn Hubschrauber der Typen S-70 Black Hawk und Agusta Bell 212. Ein wesentlicher Bestandteil der Mission waren die sogenannten Cross-Border Operations. Diese völkerrechtlich verankerten Verfahren erlauben es den Luftstreitkräften, verdächtige Flugzeuge auch über die Staatsgrenzen hinweg lückenlos zu verfolgen und an die Luftwaffe des Nachbarlandes zu übergeben. Generalmajor Gerfried Promberger betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung der hoheitlichen Luftraumüberwachung zur Wahrung der österreichischen Neutralität. Zusätzliche Recherchen belegen die Komplexität der bodengebundenen Infrastruktur während solcher Einsätze. Um eine lückenlose Erfassung von Tieffliegern im alpinen Gelände sicherzustellen, wurden mobile Radaranlagen und Fliegerabwehrsysteme auf Berggipfeln in Tirol und Vorarlberg stationiert. Diese taktische Aufstellung ergänzt das stationäre System „Goldhaube“ und sichert die Kommunikation über Richtfunkstrecken ab. Die logistische Vorbereitung begann bereits im Sommer 2025, wobei die Verlegung schwerer Geräte und die Errichtung der Feldlager bereits eine

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Strategischer Kurswechsel und Rekordzahlen: Alaska Air Group forciert globale Expansion

Die Alaska Air Group blickt auf ein ereignisreiches Geschäftsjahr 2025 zurück und setzt mit dem Erreichen eines zentralen Integrationsmeilensteins sowie starken Buchungszahlen zu Beginn des Jahres 2026 neue Maßstäbe. Die Übernahme von Hawaiian Airlines im September 2024 hat den Konzern grundlegend transformiert und den Weg von einer regional fokussierten Fluggesellschaft hin zu einem global agierenden Luftfahrtunternehmen geebnet. Mit einem bereinigten Gewinn pro Aktie von 0,43 US-Dollar im vierten Quartal übertraf das Unternehmen die Markterwartungen deutlich. Besonders die Entwicklung im Januar 2026 lässt auf ein dynamisches Jahr schließen: Die Buchungseingänge erreichten an mehreren Tagen historische Höchstwerte, während die Einnahmen aus dem Geschäftsreiseverkehr im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent anstiegen. Durch den Erhalt des einheitlichen Betriebszertifikats (Single Operating Certificate) im Oktober 2025 agieren Alaska Airlines und Hawaiian Airlines operativ nun als eine Einheit, während die Markenidentitäten für die Kunden zunächst getrennt bleiben. Dieser Schritt ermöglicht weitreichende Synergien in der Flugplanung, Wartung und im Personalmanagement, die ab dem Frühjahr 2026 voll wirksam werden sollen. Finanzielle Performance und operative Kennzahlen des Jahres 2025 Trotz eines herausfordernden Marktumfelds und volatiler Treibstoffpreise erwirtschaftete die Alaska Air Group im vierten Quartal 2025 einen Gesamtumsatz von 3,6 Milliarden US-Dollar. Auf das Gesamtjahr gerechnet summierten sich die Erlöse auf 14,24 Milliarden US-Dollar. Während der Nettogewinn nach GAAP-Standard aufgrund von Integrationskosten und Sondereffekten auf 100 Millionen US-Dollar für das Gesamtjahr sank, spiegelt der bereinigte Nettogewinn von 293 Millionen US-Dollar eine solide operative Basis wider. Ein wesentlicher Treiber für das Ergebnis im Schlussquartal war die konsequente Kostenkontrolle. Die Stückkosten ohne

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Hotelvereinigung kritisiert Berechnungsgrundlage der Tourismus-Inflation

Der Präsident der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV), Walter Veit, fordert eine grundlegende Revision der Darstellung von Preissteigerungen im heimischen Beherbergungswesen. Laut Veit werde die Branche zu Unrecht als Inflationstreiber stigmatisiert, während die tatsächlichen Ursachen in den massiv gestiegenen Vorleistungskosten liegen. Ein wesentlicher Kritikpunkt der ÖHV ist, dass Qualitätsverbesserungen in der offiziellen Statistik oft fälschlicherweise als reine Teuerung gewertet werden. Investitionen in moderne Wellnessbereiche oder gehobene Gastronomieangebote stellen laut Veit eine Produktaufwertung dar, die von den Gästen gezielt nachgefragt wird, und dürfen nicht mit klassischen Preisaufschlägen für identische Leistungen gleichgesetzt werden. Zusätzliche Wirtschaftsdaten unterstreichen die Diskrepanz zwischen den sektoralen Kostensteigerungen und dem allgemeinen Verbraucherpreisindex. Während globale Waren wie Unterhaltungselektronik oder Textilien durch Importe aus Fernost preisdämpfend wirken, ist das Gastgewerbe primär von inländischen Kostenfaktoren abhängig. In den vergangenen Jahren stiegen die Ausgaben für Lebensmittel, Energie und Bauleistungen in Österreich überdurchschnittlich an. Besonders die hohen Lohnabschlüsse und die damit verbundenen Lohnnebenkosten belasten die personalintensive Hotellerie. Branchenkenner weisen darauf hin, dass Hotels diese Kostensteigerungen nur bedingt an die Gäste weitergeben können, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit gegenüber günstigeren Destinationen im Mittelmeerraum nicht zu gefährden. Die Hotelvereinigung sieht die Politik in der Pflicht, durch gezielte Entlastungen den Preisdruck zu mindern. Konkret fordert Veit eine Senkung der Lohnnebenkosten sowie günstigere Energietarife für kleine und mittlere Unternehmen. Aktuelle Analysen der Statistik Österreich zeigen zwar eine robuste Nachfrage bei den Inlandsnächtigungen, doch die Rentabilität vieler Betriebe steht aufgrund der hohen Zinslast für getätigte Investitionskredite unter Druck. Die Branche betont, dass ohne eine spürbare Senkung der administrativen und steuerlichen Lasten

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Wizz Air: Britische Tochtergesellschaft beantragt Flugrechte für die Vereinigten Staaten

Die europäische Luftfahrtlandschaft steht vor einer potenziellen Zäsur im Transatlantikverkehr. Wizz Air UK, die britische Tochtergesellschaft des ungarischen Billigflugriesen, hat am 23. Januar 2026 beim US-Verkehrsministerium (Department of Transportation, DOT) die Genehmigung für Linien- und Charterflüge zwischen dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten beantragt. Dieser Vorstoß, der rechtlich auf dem Open-Skies-Abkommen von 2020 zwischen den USA und Großbritannien basiert, markiert eine radikale Abkehr von der bisherigen Unternehmensstrategie. Noch vor wenigen Jahren hatte das Management eine Expansion in den nordamerikanischen Markt kategorisch ausgeschlossen. Doch technische Fortschritte in der Flottenstruktur, insbesondere die Indienststellung des Airbus A321XLR, sowie eine strategische Neuausrichtung nach dem Rückzug aus Teilen des Nahen Ostens haben die Rahmenbedingungen grundlegend verändert. Die Anmeldung sieht vor, sowohl Passagier- als auch Frachtkapazitäten anzubieten. Während Pilotengewerkschaften in der Vergangenheit ähnliche Vorstöße aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Arbeitsstandards blockierten, stützt sich der aktuelle Antrag auch auf die US-Staatsbürgerschaft des Aufsichtsratsvorsitzenden William Franke, um regulatorische Hürden zu minimieren. Technische Voraussetzungen und Flottenmodernisierung Ein entscheidender Faktor für die Ambitionen von Wizz Air ist die Weiterentwicklung der Airbus A320neo-Familie. Mit Stand Januar 2026 verfügt Wizz Air UK über eine Flotte von 21 Airbus A321neo, von denen bereits drei der hocheffizienten XLR-Version (Extra Long Range) angehören. Dieses Flugzeugmuster verfügt über eine Reichweite von etwa 8.700 Kilometern (4.700 Seemeilen), was ausreicht, um von britischen Basen wie London-Luton oder London-Gatwick aus bedeutende Metropolen an der US-Ostküste und im Mittleren Westen ohne Zwischenstopp zu erreichen. Die Planung sieht vor, in naher Zukunft acht weitere Maschinen dieses Typs zu übernehmen. Der

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