Airbus A350-900 (Foto: N509FZ).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Notlandung in Dublin: Medizinischer Notfall unterbricht Delta-Flug nach Tel Aviv

Werbung

Ein Langstreckenflug der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines musste am frühen Morgen des 3. Februar 2026 auf dem Weg von New York nach Tel Aviv unplanmäßig am Flughafen Dublin zwischenlanden. Die Maschine des Typs Airbus A330-900neo mit der Registrierung N430DX befand sich etwa vier Stunden in der Luft, als die Besatzung über dem Nordatlantik den internationalen Notruf-Code „Squawk 7700“ absetzte. Grund für die Kursänderung war ein akuter medizinischer Notfall an Bord, der eine sofortige ärztliche Versorgung des betroffenen Passagiers am Boden erforderlich machte.

Die Landung in Dublin stellte die Piloten vor eine technische Herausforderung, da das Flugzeug aufgrund der erst kurzen Flugdauer noch einen Großteil seiner Treibstoffreserven für die geplante zehnstündige Reise mitführte. Da das Gewicht der Maschine das strukturell vorgesehene maximale Landegewicht überschritt, musste eine sogenannte „Übergewicht-Landung“ (Heavyweight Landing) durchgeführt werden. Bei diesem Verfahren sind besondere fliegerische Präzision sowie eine anschließende Inspektion der Fahrwerke und Bremssysteme zwingend vorgeschrieben, um die strukturelle Integrität des Flugzeugs nach der hohen Belastung sicherzustellen.

Nach dem Aufsetzen gegen 01:17 Uhr Ortszeit wurde der Patient unmittelbar von bereitstehenden Rettungskräften übernommen und in ein Krankenhaus in der Nähe des Flughafens transportiert. Der Airbus verblieb für notwendige technische Überprüfungen und zur Betankung knapp vier Stunden am Boden in Irland. Nachdem die Techniker die Freigabe erteilt hatten, setzte Flug DL234 seine Reise um 05:03 Uhr fort und erreichte Tel Aviv mit einer entsprechenden Verspätung. Branchenberichte bestätigen, dass solche Vorfälle auf der Nordatlantikroute regelmäßig vorkommen und Dublin aufgrund seiner Lage oft als Ausweichflughafen dient.

Zusätzliche Daten des Flugverfolgungsdienstes Flightradar24 zeigen, dass der Airbus A330neo zu den modernsten Maschinen in der Delta-Flotte gehört und über effiziente Bremssysteme verfügt, die für derartige Notfallmanöver ausgelegt sind. Die Koordination zwischen der irischen Flugsicherung und dem Bodenpersonal in Dublin verlief reibungslos, sodass der reguläre Flugverkehr am Flughafen nicht beeinträchtigt wurde. Für die Fluggesellschaft Delta bedeutet ein solcher Zwischenstopp neben den logistischen Herausforderungen auch zusätzliche Gebühren für die Notlandung und die medizinische Unterstützung am Boden.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung