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Flugzeugunfall in Mogadischu: Fokker 50 verunglückt bei Notlandung

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Am 10. Februar 2026 ereignis sich am Aden Adde International Airport in der somalischen Hauptstadt Mogadischu ein schwerer Zwischenfall mit einer Fokker 50 der Starsky Aviation. Das zweimotorige Turboprop-Flugzeug war mit 55 Personen an Bord gestartet, kehrte jedoch kurz darauf aufgrund technischer Probleme zum Flughafen zurück. Bei der versuchten Notlandung schoss die Maschine über das Ende der Landebahn hinaus und kam erst am unmittelbar angrenzenden Strand des Indischen Ozeans zum Stillstand. Die somalische Luftfahrtbehörde bestätigte, dass alle Insassen den Unfall überlebt haben, machte jedoch keine detaillierten Angaben zum Schweregrad möglicher Verletzungen.

Erste Aufnahmen der Unfallstelle zeigen erhebliche strukturelle Schäden an der Flugzeugzelle, insbesondere an den Tragflächen und dem Fahrwerk. Einsatzkräfte leiteten unmittelbar nach dem Stillstand der Maschine die Evakuierung ein. Die Lage des Flughafens Mogadischu gilt als operativ anspruchsvoll, da die Landebahnen direkt an die Küste grenzen, was bei einem Verlassen der befestigten Fläche kaum Spielraum für Auslaufzonen lässt. Die nationale Zivilluftfahrtbehörde hat eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Ursachen für das Überschießen der Bahn zu klären. Dabei stehen neben der Flugzeugleistung auch die Wetterbedingungen und der Zustand der Landebahn im Fokus der Ermittler.

Dieser Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Unfällen mit dem Flugzeugtyp Fokker 50 in der Region. Bereits in den Jahren 2022 und 2024 kam es in Somalia zu ähnlichen Ereignissen, bei denen Maschinen dieses Typs beim Landevorgang verunglückten oder von der Piste abkamen. Die Fokker 50 wurde in den 1980er Jahren entwickelt und ist für ihre Robustheit auf kurzen Start- und Landebahnen bekannt. Viele der weltweit noch eingesetzten Exemplare sind über 30 Jahre alt und werden häufig von Regionalfluggesellschaften oder für humanitäre Hilfsflüge in Gebieten mit eingeschränkter Infrastruktur genutzt, was hohe Anforderungen an Wartung und Piloten-Training stellt.

Die Fluggesellschaft Starsky Aviation, ein somalischer Charter- und Regionalanbieter, spielt eine wesentliche Rolle bei der Verbindung entlegener Gemeinschaften in Ostafrika, wo Landwege oft unsicher oder unpassierbar sind. Das Unternehmen betreibt eine Flotte von Turboprop-Maschinen für den Personen- und Frachttransport. Der aktuelle Unfall unterstreicht die Herausforderungen für den zivilen Luftverkehr in Somalia, der unter erschwerten Bedingungen stattfindet. Bis zum Abschluss der offiziellen Untersuchung bleibt abzuwarten, ob technische Defekte oder menschliches Versagen ausschlaggebend für das Unglück am Aden Adde International Airport waren.

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