Am Flughafen Wien-Schwechat wurde am Mittwoch der feierliche Spatenstich für den Office Park 4 NEXT vollzogen. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Flughafen-Vorstand Günther Ofner gaben damit das Startsignal für ein Projekt, das die AirportCity als zentralen Business-Hub in der Region weiter festigen soll. Das Bauvorhaben umfasst eine Investitionssumme von rund 55 Millionen Euro und sieht die Schaffung von etwa 17.000 Quadratmetern an Büro- und Konferenzflächen vor. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2028 geplant und soll Raum für etwa tausend zusätzliche Arbeitsplätze am Standort bieten.
Zusätzliche Marktanalysen der Flughafen Wien AG verdeutlichen die wirtschaftliche Dynamik des Standorts: Allein im vergangenen Jahr siedelten sich rund 20 neue Unternehmen in der AirportCity an. Der Flughafen verzeichnete 2025 mit 32,6 Millionen Passagieren ein Rekordergebnis, was die Attraktivität für Dienstleister und internationale Konzerne massiv steigerte. Mittlerweile arbeiten über 23.000 Menschen in mehr als 250 Unternehmen am Standort. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, plant die Betreibergesellschaft zudem die Entwicklung von weiteren 47 Hektar Ansiedlungsfläche sowie den Bau einer neuen Großlogistikhalle, um die logistische Kompetenz des Flughafens auszubauen.
Technisch setzt das Projekt auf eine umfassende Digitalisierung der Planungs- und Bauprozesse. Durch den Einsatz eines hauseigenen Building Information Modeling-Systems (BIM) werden sämtliche Projektdaten digital erfasst, was eine präzise Einhaltung von Zeitplänen und Budgetvorgaben ermöglichen soll. Der Office Park 4 NEXT wird baulich so konzipiert, dass er modernste Arbeitswelten mit hoher Flexibilität in der Raumgestaltung bietet. Die Immobilienentwicklung hat sich für die Flughafen Wien AG seit 2015 zu einem wesentlichen wirtschaftlichen Standbein entwickelt, das die Abhängigkeit vom reinen Flugbetrieb reduziert und die regionale Wertschöpfung in Niederösterreich stärkt.
Die strategische Bedeutung des Projekts liegt in der Funktion des Flughafens als intermodaler Verkehrsknotenpunkt. Die Kombination aus direkter Anbindung an das Schienennetz, die Autobahn und den internationalen Luftverkehr macht den Bürostandort für Unternehmen attraktiv, die auf globale Vernetzung angewiesen sind. Mit der Erweiterung reagiert der Flughafen auf den Trend zur Dezentralisierung von Büroflächen hin zu hochgradig vernetzten Infrastrukturzentren. Durch die geplante Expansion der Logistikkapazitäten und Büroräume festigt Schwechat seine Position als einer der größten Arbeitgeber und Wirtschaftsmotoren im Osten Österreichs.