Flughafen Frankfurt am Main (Foto: Jan Gruber).
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Ausbau der Ladeinfrastruktur für den Schwerlastverkehr am Flughafen Frankfurt

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Die Fraport AG hat am Flughafen Frankfurt den ersten dedizierten Schnellladepark für batteriebetriebene Lastkraftwagen in Betrieb genommen. Die neue Anlage befindet sich in der CargoCity Süd in unmittelbarer Nähe zu Gate 31 und ist speziell auf die Anforderungen von Speditions- und Logistikunternehmen zugeschnitten.

Aktuell stehen vier Ladepunkte zur Verfügung, die jeweils eine Spitzenleistung von bis zu 400 Kilowatt erbringen. Damit reagiert der Flughafenbetreiber auf die Ergebnisse einer Branchenumfrage vom Frühjahr 2025, nach der ein signifikanter Anteil der ansässigen Frachtunternehmen bereits mit der Umstellung ihrer Flotten auf elektrische Antriebe begonnen hat.

Die Eröffnung dieser Infrastruktur ist in den umfassenden Masterplan „CargoHub“ eingebettet, mit dem der Frankfurter Flughafen seine Position als führendes europäisches Luftfrachtdrehkreuz sichern möchte. Durch die Bereitstellung leistungsfähiger Ladekapazitäten direkt am Umschlagplatz sollen Standzeiten effizient genutzt und die Logistikketten optimiert werden. Branchenanalysen deuten darauf hin, dass im Jahr 2026 eine kritische Masse an Elektro-Lkw im Fern- und Werksverkehr erreicht wird, was den Ausbau solcher Hochleistungsladeparks an strategischen Verkehrsknotenpunkten zwingend erforderlich macht. Die technische Auslegung der Säulen ermöglicht es, die Batterien moderner Schwerlastfahrzeuge innerhalb kurzer Ruhezeiten substanziell aufzuladen.

Ein besonderer Schwerpunkt der technischen Entwicklung am Standort liegt auf dem Projekt „ReSkaLa@FRA“, das die Skalierung bidirektionaler Ladeinfrastruktur untersucht. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt dieses Vorhaben mit Fördermitteln in Höhe von über fünf Millionen Euro. Bis zum Jahr 2027 plant Fraport gemeinsam mit Partnerunternehmen die Installation von insgesamt rund 950 Ladestationen auf dem Flughafengelände. Davon sollen 92 Einheiten bidirektional betrieben werden, was bedeutet, dass die Fahrzeuge nicht nur Energie beziehen, sondern gespeicherten Strom bei Bedarf auch wieder in das Flughafennetz zurückspeisen können. Diese Technologie dient der Stabilisierung der lokalen Energienetze bei Lastspitzen.

Der Flughafen Frankfurt fungiert hierbei als Reallabor für die industrielle Anwendung von Elektromobilität im Schwerlastsegment. Neben den rein technischen Aspekten der Energieversorgung stehen die Integration in digitale Frachtprozesse und die Erhöhung der operativen Effizienz im Vordergrund. Durch die systematische Förderung dieser Infrastruktur investiert Fraport insgesamt über neun Millionen Euro in die Modernisierung des Standorts. Die Verantwortlichen betonen, dass die Verfügbarkeit von Schnelllademöglichkeiten ein entscheidender Wettbewerbsfaktor für die ansässigen Logistikfirmen ist, um den Anforderungen eines sich wandelnden Transportmarktes gerecht zu werden.

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