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Wien: Austrian Airlines reduziert Zagreb-Strecke

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Die Flugverbindungen zwischen den Hauptstädten Österreichs und Kroatiens erfahren im kommenden Sommerflugplan 2026 eine deutliche Umstrukturierung. Die nationale Fluggesellschaft Austrian Airlines, ein Tochterunternehmen der Lufthansa-Gruppe, reduziert ihr Angebot auf der Route Wien–Zagreb signifikant.

Anstelle der ursprünglich anvisierten zehn bis zwölf wöchentlichen Rotationen sieht die aktuelle Planung lediglich sieben Verbindungen pro Woche vor. Diese Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund einer marktweiten Überprüfung der Rentabilität einzelner Kurzstrecken und einer verstärkten Konzentration auf hochfrequentierte Drehkreuz-Verbindungen innerhalb des Konzernnetzwerks.

Während Austrian Airlines Kapazitäten abbaut, nutzt der Star-Alliance-Partner Croatia Airlines die entstehende Lücke zur deutlichen Ausweitung des eigenen Angebots. Die kroatische Fluggesellschaft verdoppelt ihre Frequenz auf dieser Strecke von bislang fünf auf nun zehn wöchentliche Flüge. Durch diese Kapazitätserweiterung festigt Croatia Airlines ihre Marktposition am Flughafen Franjo Tuđman in Zagreb und verbessert die Anbindung für Passagiere aus der Region an das Wiener Drehkreuz. Branchenbeobachter werten diesen Schritt als Teil einer engeren operativen Abstimmung innerhalb der Allianz, bei der regionale Partner verstärkt Zubringerleistungen übernehmen.

Zusätzliche Daten aus der Luftverkehrswirtschaft deuten darauf hin, dass die Nachfrage auf der Kurzstrecke zwischen Wien und Zagreb zunehmend durch den Wettbewerb mit bodengebundenen Verkehrsmitteln sowie preisaggressive Angebote von Billigfliegern in der Region beeinflusst wird. Die Reduktion durch Austrian Airlines könnte zudem im Zusammenhang mit Triebwerkswartungen bei der Airbus-A320neo-Flotte stehen, die viele Fluggesellschaften derzeit zur temporären Streichung von Frequenzen zwingen. Croatia Airlines hingegen modernisiert derzeit ihre Flotte durch die schrittweise Einführung des Airbus A220, was der Airline effizientere Betriebskosten auf kürzeren Distanzen ermöglicht.

Die Verschiebungen im Flugplan haben direkte Auswirkungen auf die Konnektivität für Geschäftsreisende und Umsteiger. Da beide Fluggesellschaften im Rahmen von Codeshare-Abkommen kooperieren, bleibt das Gesamtkontingent an verfügbaren Sitzen auf der Route zwar stabil, die operative Durchführung verlagert sich jedoch zunehmend auf die kroatische Seite. Für den Flughafen Wien bedeutet dies eine Verschiebung der Marktanteile bei den Flugbewegungen in Richtung Südosteuropa. Passagiere müssen sich ab dem Frühjahr auf geänderte Abflugzeiten einstellen, die primär auf die Optimierung der Anschlusswellen in Wien und Zagreb ausgerichtet sind. Über die Veränderung auf dieser Route berichtete zunächst Ex-Yu-Aviation.com.

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