Die spanische Fluggesellschaft Iberia bereitet sich auf ihre bisher umfangreichste Sommersaison im Nordatlantik-Verkehr vor. Ab dem 29. März 2026 erhöht das Unternehmen seine Kapazitäten in die USA und nach Kanada auf insgesamt 1.280.254 Sitzplätze. Dies entspricht einer Steigerung von rund 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Mit bis zu 166 wöchentlichen Verbindungen baut die Fluggesellschaft ihre Präsenz deutlich aus, wobei insbesondere die Integration neuer Flugzeugtypen wie des Airbus A321XLR eine zentrale Rolle spielt. Dieser Langstrecken-Jet mit schmalem Rumpf ermöglicht es der Airline, auch weniger stark frequentierte Ziele oder zusätzliche Frequenzen wirtschaftlich effizient zu bedienen.
Ein Schwerpunkt der Expansion liegt auf der Metropolregion New York. Durch die Einführung einer neuen täglichen Verbindung zum Flughafen Newark Liberty ergänzt Iberia die bestehenden zwei täglichen Flüge zum JFK-Flughafen. Damit stehen künftig drei tägliche Verbindungen zwischen Madrid und New York zur Verfügung, was die Kapazität auf dieser strategisch wichtigen Route um 43 Prozent steigert. Die Bedienung von Newark zielt vor allem auf den Geschäftsreiseverkehr ab, da der Flughafen einen schnellen Zugang zum Finanzdistrikt von Manhattan bietet. Parallel dazu wird die im Oktober eröffnete Verbindung nach Orlando erstmals über eine gesamte Sommersaison mit drei wöchentlichen Flügen betrieben.
In den Vereinigten Staaten bedient Iberia insgesamt neun Ziele. Neben der Verdichtung des Angebots nach New York werden Städte wie Boston und Miami mit zwei täglichen Flügen angeflogen. Dallas, Chicago und Washington erhalten tägliche Verbindungen, während Los Angeles in den Hochsommermonaten Juni bis August ebenfalls auf eine tägliche Frequenz hochgestuft wird. San Francisco bleibt mit drei wöchentlichen Flügen im Programm. Diese Maßnahmen sind Teil des „Flugplans 2030“, mit dem Iberia ihre Marktstellung durch die Anschaffung moderner Langstreckenflotten und die Erschließung neuer strategischer Knotenpunkte festigen will.
Erstmals seit längerer Zeit kehrt Iberia zudem auf den kanadischen Markt zurück. Ab dem 13. Juni 2026 wird eine neue Direktverbindung zwischen Madrid und Toronto Pearson aufgenommen. Geplant sind fünf wöchentliche Flüge, die bis zum Ende der Sommersaison über 34.000 Sitzplätze bereitstellen. Die Aufnahme Torontos gilt als Meilenstein in der Expansionsstrategie, da die Stadt ein bedeutendes kulturelles und finanzielles Zentrum darstellt. Durch die Kombination aus neuen Kapazitäten in den USA und dem Markteintritt in Kanada stärkt Iberia ihre Position als führendes Bindeglied zwischen Südeuropa und Nordamerika.