Airbus A320 (Foto: JetBlue Airways).
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Notlandung und Evakuierung führen zu massivem Flugausfall in Newark

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Ein technischer Defekt an einer Maschine der Fluggesellschaft Jetblue hat am Mittwochabend am Newark Liberty International Airport für weitreichende Unterbrechungen im Flugbetrieb gesorgt. Der Airbus A320, der unter der Flugnummer B6543 den Flug nach West Palm Beach in Florida antreten sollte, musste unmittelbar nach dem Start umkehren.

Grund für die Luftnotlage war nach ersten Erkenntnissen ein Triebwerksausfall, der eine Rauchentwicklung im Cockpit sowie in der Passagierkabine zur Folge hatte. Die Besatzung leitete daraufhin um 17:55 Uhr Ortszeit eine Evakuierung über die Notrutschen auf einem Rollweg ein. Alle Insassen konnten das Flugzeug unverletzt verlassen, während die Rettungskräfte des Flughafens die Maschine sicherten.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat bereits eine detaillierte Untersuchung des Vorfalls eingeleitet, um die genaue Ursache des Triebwerkschadens festzustellen. Experten der Nationalen Transportsicherheitsbehörde (NTSB) wurden ebenfalls hinzugezogen, um das Wrack und die Flugschreiber auszuwerten. Solche Zwischenfälle mit Rauchentwicklung werden in den USA mit hoher Priorität behandelt, da sie auf schwerwiegende mechanische Fehler oder Probleme im Belüftungssystem hinweisen können. Jetblue betonte in einer ersten Stellungnahme, dass die Sicherheit oberste Priorität habe und man vollumfänglich mit den ermittelnden Bundesbehörden kooperiere, um den Hergang lückenlos aufzuklären.

Der Vorfall hatte erhebliche Auswirkungen auf das Drehkreuz im Bundesstaat New Jersey. Der Flughafenbetreiber, die Port Authority of New York and New Jersey, musste den gesamten Betrieb für rund eine Stunde einstellen, da Rettungsfahrzeuge und das evakuierte Flugzeug wichtige Rollwege blockierten. Laut Daten des Flugverfolgungsdienstes Flightaware führte die Sperrung zu einer Kettenreaktion: Über 30 Prozent aller geplanten Starts und Landungen waren verspätet, was insgesamt etwa 360 Flüge betraf. Erst gegen 19:00 Uhr konnte der reguläre Betrieb schrittweise wieder aufgenommen werden, wobei die Auswirkungen durch verspätete Crew-Rotationen bis in die Nacht hinein spürbar blieben.

Zusätzlich zur FAA-Untersuchung wird geprüft, ob Trümmerteile des Triebwerks die Startbahn beschädigt haben oder andere Flugzeuge gefährdeten. Newark Liberty gehört zu den meistfrequentierten Flughäfen der USA, weshalb bereits kurzzeitige Sperrungen zu massiven wirtschaftlichen Belastungen für die betroffenen Airlines führen. Für die Passagiere von Flug B6543 wurden Ersatzverbindungen organisiert, während die betroffene Maschine für technische Inspektionen vorerst aus dem Verkehr gezogen wurde. Der Vorfall reiht sich in eine Serie technischer Untersuchungen ein, die die Wartungsprotokolle älterer Airbus-Modelle in den Fokus der Aufsichtsbehörden rücken könnten.

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