Boeing 787 (Foto: Granit Pireci).
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Air Canada und Pegasus Airlines vereinbaren Kooperation für den türkischen Markt

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Die kanadische Nationalfluggesellschaft Air Canada erweitert ihre Reichweite in Richtung Eurasien durch ein neues Interline-Abkommen mit dem türkischen Low-Cost-Carrier Pegasus Airlines.

Diese strategische Allianz ermöglicht es Reisenden aus Nordamerika, über zentrale europäische Drehkreuze nahtlose Anschlüsse zu Zielen in der Türkei zu buchen. Die Kooperation umfasst zunächst neun spezifische Flugstrecken, die von Pegasus bedient werden. Als primärer Ankunftsort in der Türkei fungiert der Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen, der als wichtigstes Drehkreuz für Pegasus Airlines gilt. Durch die Bündelung der Flugleistungen auf einem einzigen Ticket wird der Buchungsprozess für internationale Fluggäste erheblich vereinfacht.

Die operativen Schnittstellen der Partnerschaft befinden sich an bedeutenden europäischen Flughäfen, darunter Frankfurt, München, Wien, Zürich, Amsterdam und Kopenhagen. Passagiere, die aus Kanada kommen, können an diesen Standorten in das Streckennetz von Pegasus umsteigen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Anbindung ab Frankfurt am Main, von wo aus zusätzlich zum Ziel Istanbul auch Direktverbindungen nach Izmir in das gemeinsame Angebot aufgenommen wurden. Ein wesentlicher Vorteil für die Kunden ist das durchgehende Check-in des Reisegepäcks bis zum endgültigen Zielort, was die Umsteigezeiten an den europäischen Hubs verkürzt und den Reisekomfort erhöht.

Hinter der Zusammenarbeit steht das Ziel von Air Canada, die Präsenz im wachsenden türkischen Markt zu stärken, ohne eigene Kapazitäten auf Nebenstrecken binden zu müssen. Pegasus Airlines wiederum profitiert von einer erhöhten Zufuhr an Langstreckenpassagieren aus dem nordamerikanischen Raum. Beide Fluggesellschaften haben bereits signalisiert, dass die aktuelle Interline-Vereinbarung lediglich den ersten Schritt einer tiefergehenden Kooperation darstellt. In einem nächsten Stadium wird die Umwandlung in ein umfassendes Codeshare-Abkommen geprüft. Dies würde es beiden Partnern ermöglichen, Flüge unter der jeweils eigenen Flugnummer zu vertreiben und gegenseitige Vorteile in den jeweiligen Vielfliegerprogrammen anzubieten.

Die Ankündigung erfolgt in einer Phase, in der der Luftverkehr zwischen Nordamerika und der Türkei eine erhöhte Dynamik aufweist. Während Turkish Airlines als direkter Konkurrent massiv in den kanadischen Markt drängt, positioniert sich Air Canada durch die Partnerschaft mit einem privaten Anbieter als preislich attraktive Alternative für Privat- und Geschäftsreisende. Die Auswahl der Umstiegsflughäfen zeigt zudem die Bedeutung der Star-Alliance-Partnerstandorte in Deutschland und der Schweiz, an denen Air Canada bereits über eine starke Infrastruktur verfügt. Durch die Kombination von Full-Service-Leistungen auf der Langstrecke und kosteneffizienten Anschlüssen in der Türkei entsteht ein neues Wettbewerbsmodell für Transatlantikflüge.

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