Regiojet-Bus (Foto: Jan Gruber).
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RegioJet weitet Busverbindungen von Prag über Bratislava an die kroatische Küste aus

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Das tschechische Verkehrsunternehmen RegioJet hat den Ticketverkauf für die Sommersaison 2026 gestartet und bedient erneut die hohe Nachfrage nach Reisen an die Adria. Ab Ende Mai werden zwei zentrale Buslinien betrieben, die von Prag über Brünn und Bratislava direkt nach Kroatien führen.

Während die südliche Route Ziele wie Zadar, Šibenik und Split ansteuert, bedient die zweite Linie die nördliche Kvarner-Bucht mit Stopps in Rijeka und Crikvenica. Die Ticketpreise für diese internationalen Verbindungen beginnen bei 899 CZK, was etwa 35,90 Euro entspricht, und zielen auf Reisende ab, die eine kostengünstige Alternative zum Individualverkehr suchen.

Der Betrieb der Linien ist gestaffelt konzipiert: Die Verbindung in den Süden startet am 29. Mai zunächst dreimal wöchentlich, bevor sie ab dem 12. Juni auf einen täglichen Rhythmus umgestellt wird. Die Route nach Rijeka wird hingegen durchgehend dreimal pro Woche bedient. Branchenanalysen zeigen, dass RegioJet mit diesem Angebot verstärkt auf den Wegfall der früher betriebenen saisonalen Nachtzüge nach Kroatien reagiert. Da die Eisenbahninfrastruktur in Slowenien und Kroatien aufgrund von Baustellen oft unzuverlässig war, setzt das Unternehmen nun voll auf die Flexibilität von Fernbussen, um die Reisezeiten stabil zu halten und die kroatischen Urlaubszentren bis Ende September verlässlich anzubinden.

Zum Einsatz kommen moderne Doppeldeckerbusse des Typs Setra der Modellreihe S 531 DT, die in der „Fun & Relax“-Konfiguration betrieben werden. Diese Fahrzeuge zeichnen sich durch eine spezielle 2+1-Bestuhlung im Oberdeck aus, die den Fahrgästen deutlich mehr Bewegungsfreiheit bietet als herkömmliche Reisebusse. Zur technischen Standardausstattung gehören neben verstellbaren Sitzen auch individuelle Multimediasysteme, WLAN sowie Strom- und USB-Anschlüsse an jedem Platz. Ergänzt wird der Service durch kostenfreie Heißgetränke und Bordautomaten für Snacks, womit das Unternehmen versucht, den Komfortstandard auf der Langstrecke gegenüber Billiganbietern abzugrenzen.

Die strategische Entscheidung für den Ausbau des Busnetzes erfolgt vor dem Hintergrund steigender Mautgebühren und Treibstoffkosten für Autofahrer in Mitteleuropa. Kroatien bleibt für Reisende aus Tschechien und der Slowakei eines der wichtigsten Sommerziele, wobei die Grenzöffnung durch den Schengen-Beitritt Kroatiens im Jahr 2023 die Fahrzeiten für Fernbusse zusätzlich optimiert hat. RegioJet positioniert sich durch die frühe Freischaltung des Buchungssystems bereits Monate vor Saisonbeginn, um sich Marktanteile im hart umkämpften mittel- und osteuropäischen Fernbusmarkt zu sichern.

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