
Strategische Flottenplanung bei Air France-KLM für die Nachfolge der Boeing 777-300ER
Die Luftfahrtgruppe Air France-KLM leitet aufgrund drohender Engpässe bei den großen Flugzeugherstellern vorzeitig die Planung für den Ersatz ihrer Boeing 777-300ER-Flotte ein. Konzernchef Ben Smith betonte vor Investoren, dass man sich trotz der teils noch hohen Restnutzungsdauer der Maschinen „eher früher als später“ festlegen müsse. Der Grund hierfür liegt in den fast vollständig ausgebuchten Produktionskapazitäten bei Airbus und Boeing bis zum Ende des Jahrzehnts. Da Widebody-Flugzeuge vor 2030 kaum noch in nennenswerten Stückzahlen verfügbar sind, sieht sich der Konzern gezwungen, frühzeitig Lieferpositionen für die kommende Dekade zu sichern. Aktuell betreibt die Gruppe 59 Maschinen dieses Typs, wobei die Flugzeuge bei Air France ein Durchschnittsalter von 17,5 Jahren und bei KLM von 12,1 Jahren aufweisen. In der engeren Auswahl für die Nachfolge stehen das Airbus-Topmodell A350-1000 sowie die Boeing 777-9. Während die Gruppe bereits umfangreiche Bestellungen für die kleinere A350-900 getätigt hat, um die veralteten Typen A330-200 und Boeing 777-200 ab dem Jahr 2026 zu ersetzen, ist die Entscheidung für das Segment der Großraumflugzeuge mit hoher Kapazität noch offen. Interessant ist hierbei die Kehrtwende bezüglich der A350-1000: Hatte der Konzern im Jahr 2025 noch acht Festbestellungen dieses Typs zugunsten der kleineren Variante umgewandelt, rückt das größte Airbus-Modell nun wieder verstärkt in den Fokus der Kalkulationen. Die Boeing 777-9 bietet zwar eine höhere Kapazität, kämpft jedoch weiterhin mit Zertifizierungsverzögerungen, was die Planungssicherheit für die Fluggesellschaften erschwert. Zusätzliche Dynamik erhält die Flottenstrategie durch die für 2026 erwartete Mehrheitsübernahme der skandinavischen SAS durch Air France-KLM. Da SAS ebenfalls Bedarf an modernen Interkontinentalflugzeugen für künftige








