Februar 25, 2026

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Februar 25, 2026

Frankreichs Tourismussektor auf historischem Gipfel: Wirtschaftliche Rekordbilanz und strategische Weichenstellungen für 2026

Frankreich hat im Jahr 2025 seine Stellung als das weltweit führende Reiseziel mit beeindruckenden Zahlen untermauert und einen neuen Maßstab für die globale Tourismusindustrie gesetzt. Nach offiziellen Daten von Atout France und der Banque de France begrüßte das Land insgesamt 102 Millionen internationale Besucher – ein historischer Höchstwert, der die Attraktivität der Grande Nation über alle Kontinente hinweg bestätigt. Besonders bemerkenswert ist die ökonomische Effizienz dieses Besucherstroms: Die internationalen Tourismuseinnahmen kletterten auf 77,5 Milliarden Euro, was einer Steigerung von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mit einem Reiseverkehrssaldo von über 20,1 Milliarden Euro festigt der Tourismus seine Rolle als unverzichtbarer Wirtschaftsmotor, der etwa acht Prozent des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet und rund zwei Millionen Arbeitsplätze sichert. Für das laufende Jahr 2026 kündigt sich bereits die nächste Welle an kulturellen und sportlichen Großereignissen an, die von der Neueröffnung der Fondation Cartier bis hin zum prestigeträchtigen G7-Gipfel in Évian reichen. Die ökonomische Dynamik hinter den Besucherzahlen Hinter der Rekordmarke von 102 Millionen Gästen verbirgt sich ein tiefgreifender Wandel im Reiseverhalten und in der Herkunft der Urlauber. Ein wesentlicher Treiber des Umsatzwachstums war die starke Rückkehr von Fernreisenden, insbesondere aus Nordamerika. Die Besucherzahlen aus dieser Region stiegen um beachtliche 17 Prozent an. Entscheidend für die Rekordeinnahmen von 77,5 Milliarden Euro war jedoch nicht nur die Quantität der Gäste, sondern vor allem deren Ausgabebereitschaft. Im Durchschnitt gab jeder internationale Tourist 760 Euro pro Aufenthalt aus, was einer Steigerung von sieben Prozent entspricht. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Performance der Hotellerie wider. Der Umsatz im

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Neuausrichtung der österreichischen Tourismusstrategie durch Lebensraumkonzept

Die strategische Führung österreichischer Tourismusdestinationen steht vor einem grundlegenden Strukturwandel. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung des Destinations-Netzwerks Austria (dna) und des Travel Industry Club Tourismus Austria (TICT) diskutierten Experten über die Notwendigkeit, Tourismusverbände von reinen Marketingorganisationen zu Lebensraummanagern weiterzuentwickeln. Hintergrund dieser Debatte ist die Erkenntnis, dass wirtschaftlicher Erfolg im Tourismus zunehmend vom Rückhalt in der lokalen Bevölkerung abhängt. Das neue Leitbild sieht vor, die regionale Wertschöpfung enger mit der allgemeinen Lebensqualität vor Ort zu verknüpfen, um die Akzeptanz für touristische Infrastruktur und Gästeaufkommen langfristig zu sichern. Politisch wird dieser Kurs durch die Weiterentwicklung der nationalen Tourismusstrategie „Vision T“ gestützt. Staatssekretärin Elisabeth Zehetner betonte in diesem Zusammenhang, dass Wachstum künftig nicht mehr allein über Nächtigungszahlen definiert werden soll. Vielmehr müsse der Tourismus als integraler Bestandteil des regionalen Wirtschaftsgefüges verstanden werden. Um diesen Transformationsprozess wissenschaftlich und praktisch zu begleiten, wurde das „dna Lebensraum Lab“ ins Leben gerufen. Hier erarbeiten Vertreter aus zehn Pilotregionen, darunter das Montafon, neue Rollenprofile für Destinationsmanager, die über die klassische Vermarktung hinausgehen und koordinative Aufgaben zwischen Wirtschaft, Politik und Bürgern übernehmen. Wissenschaftliche Analysen, unter anderem von Professorin Dagmar Lund-Durlacher, weisen jedoch auf erhebliche systemische Hürden hin. Viele Tourismusorganisationen sind historisch auf ökonomische Kennzahlen fixiert und verfügen oft nicht über die notwendigen Ressourcen oder Kompetenzen für sektorübergreifende Kooperationen. Der nun vorgestellte Handlungsleitfaden für ein verantwortungsvolles Destinationsmanagement soll hier Abhilfe schaffen. Er bietet Instrumente, um neue Messgrößen zu etablieren, die neben dem betriebswirtschaftlichen Erfolg auch die soziale Verträglichkeit und die infrastrukturelle Belastung der Regionen abbilden. Die Implementierung dieses Konzepts erfordert ein

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Condor-Business-Class: Keine freien Nebensitze im Embraer 190

Die Ferienfluggesellschaft Condor sieht sich im Zuge der Umstrukturierung ihres Zubringernetzes mit operativen Hürden konfrontiert, die Auswirkungen auf das Serviceversprechen in der Business Class haben. In den von German Airways betriebenen Embraer 190 wird man den gut zahlenden Passagieren nicht mal einen freien Nebensitz bieten, sofern es die Buchungslage erfordert. Nach der Aufkündigung der langjährigen Zusammenarbeit durch die Lufthansa ist der Ferienflieger gezwungen, ein eigenes Netzwerk an Zubringerflügen zu etablieren, um Passagiere aus verschiedenen deutschen und europäischen Regionen zum Drehkreuz Frankfurt zu transportieren. Da die eigene Flotte primär auf die Ferienziele selbst ausgerichtet ist, setzt Condor verstärkt auf Kooperationen mit Partnerunternehmen wie German Airways. Diese strategische Entscheidung führt jedoch zu Abweichungen beim Bordprodukt: Auf den Flügen, die mit Regionaljets vom Typ Embraer 190 durchgeführt werden, entfällt der garantierte freie Mittelsitz, der ein Kernmerkmal der Condor Business Class auf Kurz- und Mittelstrecken darstellt. Diese Entwicklung unterstreicht die Komplexität des Wet-Lease-Geschäfts und die technischen Grenzen unterschiedlicher Flugzeugkonfigurationen innerhalb eines einheitlichen Vermarktungskonzepts. Die auf den so genannten City-Strecken – im direkten Vergleich mit Konkurrenten – ohnehin schon eher schwache Business-Class soll nun auf dem Maschinentyp Embraer 190, den man sich von German Airways einmietet, nochmals schwächer werden. Nicht nur, dass Condor – ähnlich wie die meisten europäischen Konkurrenten – der Meinung ist, dass es in der „C“ auf Narrowbodies keine besseren Sitze als in der „Holzklasse“ bedarf, sollen alle Sitze besetzt werden. Für Business-Class-Passagiere bedeutet das konkret: Wenn im Embraer 190 „zu viele“ Reisende in der C sind, dann gibt es keinen freien

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Strategische Neuausrichtung des alpinen Tourismus beim TFA in Lech

Das 35. TourismusForum Alpenregionen (TFA) versammelt vom 13. bis 15. April 2026 führende Experten und Entscheidungsträger in Lech am Arlberg, um die ökonomische Belastbarkeit des Wintertourismus zu erörtern. Unter dem Titel „Der Berg verhandelt nicht – Realitätssinn im Tourismus der Zukunft“ steht die Veranstaltung im Zeichen einer harten Bestandsaufnahme. Angesichts von auftauendem Permafrost, verkürzten Wintersaisonzeiten und zunehmenden Extremwetterereignissen fordern Branchenvertreter eine Abkehr von ideologischen Debatten hin zu einer pragmatischen Investitionspolitik. Die Tagung gilt als einer der wichtigsten unabhängigen Branchentreffs im deutschsprachigen Raum und dient als Gradmesser für die künftige Ausrichtung der Bergbahnbetreiber und Hotelbetriebe. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen den wirtschaftlichen Druck auf die Destinationen: Während die Kosten für Beschneiungsanlagen und Infrastruktursicherung durch geologische Instabilitäten steigen, fordern globale Marktbewegungen eine stärkere Konsolidierung der Betriebe. In Lech werden namhafte Referenten wie der Schweizer Tourismusökonom Thomas Bieger und Reto Gurtner von der Weissen Arena Gruppe erwartet. Sie thematisieren insbesondere die langfristige Rentabilität von Großinvestitionen und die gesellschaftliche Akzeptanz von Infrastrukturprojekten im hochalpinen Raum. Dabei wird deutlich, dass die Sicherung von Arbeitsplätzen und die regionale Wertschöpfung nur durch robuste, an die veränderten physischen Gegebenheiten angepasste Geschäftsmodelle gewährleistet werden können. Ein weiterer Fokus der Fachkonferenz liegt auf der Sicherheit und der diplomatischen Vermittlung zwischen lokalen Interessen und internationalen Gästebedürfnissen. In Zeiten, in denen die Arlberg-Region als international positioniertes Aushängeschild fungiert, müssen Lösungen gefunden werden, die sowohl die lokale Verankerung als auch die globale Wettbewerbsfähigkeit sichern. Die Teilnehmer diskutieren hierbei technische Innovationen im Bereich Lawinenschutz und die Effizienzsteigerung der logistischen Abläufe am Berg. Ergänzende Forumstouren ermöglichen zudem

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Wizz Air kündigt temporäre IT-Systemwartung und Einschränkungen im Online-Service an

Die Fluggesellschaft Wizz Air wird in der Nacht vom 25. Februar auf den 26. Februar 2026 eine umfassende Aktualisierung ihrer digitalen Infrastruktur vornehmen. Während des neunständigen Wartungsfensters, das um 23:00 Uhr MEZ beginnt und voraussichtlich um 08:00 Uhr MEZ des Folgetags endet, bleiben sämtliche Online-Plattformen sowie die mobile Applikation des Unternehmens außer Betrieb. Betroffen sind hiervon wesentliche Funktionen wie die Buchung von Flügen, das Verwalten bestehender Reservierungen sowie der Online-Check-in. Ziel der Maßnahme ist laut Unternehmensangaben die Erhöhung der Systemstabilität und die Optimierung der digitalen Betriebsabläufe, um künftige technische Erweiterungen vorzubereiten. Um betriebliche Verzögerungen zu vermeiden, hat die Fluggesellschaft ihre Kunden angewiesen, den Check-in-Prozess bereits vor Beginn der Wartungsarbeiten abzuschließen. Reisende, die während der Systemunterbrechung den Flughafen erreichen und noch nicht über eine Bordkarte verfügen, erhalten im Ausnahmefall einen kostenlosen Check-in am Flughafenschalter. Der Flugbetrieb selbst bleibt von den IT-Arbeiten unberührt und wird planmäßig durchgeführt. Branchenanalysen zeigen, dass solche großangelegten Systemumstellungen bei Billigfluggesellschaften notwendig sind, um die hohen Zugriffszahlen auf die Buchungssysteme auch bei steigendem Passagieraufkommen sicher bewältigen zu können. Das Upgrade erfolgt in einer Phase, in der Wizz Air verstärkt in die Automatisierung ihrer Kundenschnittstellen investiert. In der Vergangenheit kam es bei verschiedenen Fluglinien während solcher Umstellungen vereinzelt zu Verzögerungen bei der Reaktivierung der Bezahlsysteme, weshalb das Unternehmen eine zeitnahe Wiederherstellung aller Dienste nach 08:00 Uhr anstrebt. Da Wizz Air ein Geschäftsmodell verfolgt, das primär auf digitalen Vertriebskanälen basiert, ist die Zuverlässigkeit der Serverarchitektur ein entscheidender wirtschaftlicher Faktor für die Abwicklung des Tagesgeschäfts und die Minimierung administrativer Kosten. Das

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Nach Rekordjahr: Lot setzt Expansionskurs weiter fort

Die polnische Fluggesellschaft LOT Polish Airlines blickt auf ein Rekordjahr 2025 zurück und bereitet sich mit einer umfassenden Wachstumsstrategie auf die kommenden Jahre vor. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte das Star-Alliance-Mitglied insgesamt 11,7 Millionen Passagiere an Bord begrüßen, was einer Steigerung von 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieser Erfolg bildet die Grundlage für das umfangreichste Flottenmodernisierungsprogramm in der fast 95-jährigen Geschichte des Unternehmens. Mit der Bestellung von 55 neuen Flugzeugen und weitreichenden Optionen für fast 50 weitere Maschinen verfolgt der Carrier das Ziel, bis zum Ende des Jahrzehnts eine der jüngsten und effizientesten Flotten Europas zu betreiben. Neben der technischen Erneuerung steht der Ausbau des globalen Streckennetzes im Fokus: Nach neun Streckeneröffnungen im Jahr 2025 folgen 2026 weitere 15 Destinationen, darunter strategisch wichtige Langstreckenziele wie San Francisco und Bangkok. Diese Entwicklung unterstreicht den Anspruch der Airline, ihre Position als führendes Drehkreuz für Zentral- und Osteuropa weiter zu festigen. Rekordzahlen und strategische Meilensteine Das Jahr 2025 markierte für LOT Polish Airlines einen Wendepunkt. Mit fast 12 Millionen beförderten Fluggästen hat die Airline bewiesen, dass sie sich nach den Herausforderungen der vergangenen Jahre fest am Markt konsolidiert hat. Michał Fijoł, CEO und Präsident des Vorstands, zeigte sich angesichts der Bilanz äußerst zufrieden und betonte, dass die erreichten Zahlen ein Beleg für das Vertrauen der Kunden und die Richtigkeit der eingeschlagenen Strategie seien. Die Expansion beschränkte sich dabei nicht nur auf die reine Passagierzahl; auch qualitativ konnte die Fluglinie punkten und erhielt von der Ratingagentur Skytrax erneut eine Vier-Sterne-Bewertung. Besonders hervorzuheben ist

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Wandel der mallorquinischen Gastronomie: Tradition trifft auf moderne Kochkunst

Mallorca erlebt derzeit eine weitreichende Transformation seiner kulinarischen Identität. Abseits der klassischen Tourismuszentren etabliert sich eine Gastronomieszene, die verstärkt auf die Verbindung von historischer Substanz und innovativer Zubereitung setzt. Besonders im Tramuntana-Gebirge und in Orten wie Caimari zeigt sich dieser Trend in der Aufbereitung regionaler Erzeugnisse. Das dort ansässige Restaurant Ca Na Toneta gilt als Referenzpunkt für eine puristische Küche, die saisonale Ressourcen der Insel in den Fokus rückt. Ergänzt wird diese Entwicklung durch eine technologische Modernisierung der klassischen Tapas-Kultur, bei der traditionelle Gerichte wie Pa amb Oli durch neue Texturen und Präsentationsformen als sogenannte Tasting-Tapas rekultiviert werden. Die Küstenregionen der Insel bewahren unterdessen ihre maritime Prägung, wobei gastronomische Betriebe wie das Ca’s Patró March an der Cala Deià auf die unmittelbare Verarbeitung von tagesfrischem Fang setzen. Historisch betrachtet hat sich die mallorquinische Küche von einer reinen Selbstversorgungsstruktur zu einer differenzierten Dienstleistungsbranche entwickelt. Fachleute weisen darauf hin, dass die Qualität der heimischen Produkte, wie das mallorquinische Olivenöl mit geschützter Ursprungsbezeichnung (DO Oli de Mallorca) oder das Meersalz Flor de Sal d’Es Trenc, die Grundlage für diesen qualitativen Aufstieg bilden. Diese Produkte finden verstärkt Eingang in die gehobene Gastronomie und prägen das Profil der Insel als Ziel für Studien- und Genussreisen. Fluggesellschaften wie Corendon Airlines reagieren auf das veränderte Reiseverhalten mit einer Ausweitung ihrer Kapazitäten im Sommerflugplan 2026. Ab Ende März werden tägliche Verbindungen von Großflughäfen wie Düsseldorf sowie hochfrequente Rotationen ab Hannover und Nürnberg nach Palma de Mallorca angeboten. Diese logistische Anbindung unterstützt den Trend zu kürzeren, spezialisierten Aufenthalten, bei

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Wendung im US-Sicherheitsstreit: TSA setzt PreCheck-Programm trotz drohender Budgetkürzungen vorerst fort

Inmitten einer politisch und meteorologisch angespannten Lage in den Vereinigten Staaten hat die Transportsicherheitsbehörde TSA am 22. Februar 2026 klargestellt, dass das beliebte PreCheck-Programm für beschleunigte Sicherheitskontrollen entgegen vorheriger Ankündigungen des Heimatschutzministeriums vorerst in Betrieb bleibt. Diese Entscheidung markiert eine kurzfristige Kehrtwende, nachdem das Ministerium für Innere Sicherheit (DHS) zuvor eine Aussetzung des Dienstes aufgrund des seit Mitte Februar anhaltenden teilweisen Regierungsstillstands in Aussicht gestellt hatte. Während die Behördenleitung betont, dass die Sicherheit an den Flughäfen oberste Priorität behält und keine Kompromisse bei der Kontrolle eingegangen werden, wächst die Verunsicherung unter den rund 20 Millionen Teilnehmern des Programms. Die personelle Belastung der ohne Bezahlung arbeitenden Sicherheitsbeamten führt bereits zu ersten Anpassungen im operativen Ablauf, wie der Streichung von Begleitdiensten für Würdenträger. Verschärft wird die Situation durch einen schweren Wintersturm an der Ostküste, der den Flugverkehr zusätzlich massiv beeinträchtigt und die logistischen Kapazitäten der Flughäfen an ihre Grenzen treibt. Haushaltsstreit und die Folgen für das Sicherheitspersonal Der Ursprung der aktuellen Krise liegt im Kongress der Vereinigten Staaten, wo eine Einigung über die Finanzierung des Heimatschutzministeriums am 14. Februar 2026 scheiterte. Seitdem befindet sich das DHS und damit auch die untergeordnete TSA in einem teilweisen Shutdown. Für die tausenden Mitarbeiter an den Kontrollpunkten der US-Flughäfen bedeutet dies, dass sie ihren Dienst zwar als systemrelevantes Personal fortsetzen müssen, die Auszahlung ihrer Gehälter jedoch bis auf Weiteres ausgesetzt ist. Heimatschutzministerin Kristi Noem warnte in einer offiziellen Stellungnahme eindringlich vor den Konsequenzen dieser Entwicklung. Ein Regierungsstillstand habe reale Auswirkungen, die weit über die finanzielle Belastung

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Dr. Richard Gruppe setzt erste vollelektrische Reisebusse in Österreich ein

Das österreichische Verkehrsunternehmen Dr. Richard hat als größter privater Busbetreiber im deutschsprachigen Raum die Inbetriebnahme seiner ersten drei vollelektrischen Reisebusse bekannt gegeben. Die Fahrzeuge des Typs Yutong T12E werden an den Standorten Wien und Salzburg stationiert und erweitern den Fuhrpark um eine technologische Komponente für den Gelegenheits- und Mietwagenverkehr. Mit einer Kapazität von jeweils 50 Passagiersitzplätzen sind die Einheiten primär für den Einsatz bei Stadtrundfahrten, Shuttlediensten und Tagesausflügen im regionalen Umkreis vorgesehen. Das Unternehmen nutzt hierfür die bereits bestehende Ladeinfrastruktur auf den eigenen Betriebshöfen, die zuvor für die städtischen Linienbusse und Hop-on-Hop-off-Flotten errichtet wurde. Die technische Ausstattung der neuen Modelle umfasst eine Batteriekapazität von rund 400 Kilowattstunden, was eine operative Reichweite von etwa 380 Kilometern ermöglicht. Geladen werden die Fahrzeuge mit einer Leistung von bis zu 150 Kilowatt, um die Standzeiten zwischen den Einsätzen effizient zu gestalten. Laut Unternehmensführung basierte die Entscheidung für den chinesischen Hersteller Yutong auf umfangreichen Marktanalysen und Testreihen, wobei die Konformität mit europäischen Sicherheitsstandards und die sofortige Verfügbarkeit der Technologie ausschlaggebend waren. Parallel zur Einführung dieser Modelle arbeitet die Gruppe bereits an der Konzeption eines größeren Elektro-Reisebusses, der über 60 Sitzplätze verfügen soll, um auch größere Reisegruppen bedienen zu können. Hintergrund dieser Flottenmodernisierung ist die langfristige Strategie des Familienunternehmens, den Anteil alternativer Antriebsformen im gesamten Streckennetz zu erhöhen. Während im Bereich der Linienbusse bereits 49 Elektrofahrzeuge bei der Tochtergesellschaft Albus in Salzburg im Einsatz sind, stellt der Einsatz im Reisebussegment aufgrund der höheren Anforderungen an Reichweite und Komfort eine Neuerung dar. Die Dr. Richard Gruppe, die

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Strategische Weichenstellung bei Oneworld: Ole Orver übernimmt die Führung der Luftfahrtallianz

Die Luftfahrtallianz Oneworld hat mit der Ernennung von Ole Orver zum neuen Chief Executive Officer eine monatelange Phase der kommissarischen Leitung beendet. Orver tritt die Nachfolge von Nathaniel Peiper an, der die Allianz im November 2025 verlassen hatte, um die Position des Chief Commercial Officer bei American Airlines zu übernehmen. Die Entscheidung des Aufsichtsrats unter dem Vorsitz von Robert Isom, dem Vorstandsvorsitzenden von American Airlines, unterstreicht das Ziel der Allianz, ihre Marktposition als führender Zusammenschluss von Premium-Fluggesellschaften weiter auszubauen. Mit Ole Orver gewinnt Oneworld einen erfahrenen Manager, der auf eine über zwanzigjährige Karriere in der internationalen Luftfahrtindustrie zurückblickt und zuletzt als Chief Commercial Officer bei Finnair tätig war. Seine Ernennung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Allianz vor der Herausforderung steht, die digitale Vernetzung ihrer Mitgliedsgesellschaften voranzutreiben und neue strategische Partnerschaften in Schwellenmärkten zu festigen. Die offizielle Bekanntgabe am 23. Februar 2026 signalisiert Kontinuität bei den laufenden kundenorientierten Initiativen und eine verstärkte Fokussierung auf die kommerzielle Leistungsfähigkeit des Netzwerks. Vom hohen Norden zur globalen Allianzführung Der berufliche Werdegang von Ole Orver liest sich wie eine Landkarte der globalen Luftfahrtstrategie. Bis April 2025 prägte er als Chief Commercial Officer maßgeblich die Geschicke der finnischen Fluggesellschaft Finnair. Unter seiner Führung navigierte das Unternehmen durch die komplexen geopolitischen Verschiebungen im eurasischen Luftraum, was ihm internationale Anerkennung für sein Krisenmanagement und seine Anpassungsfähigkeit einbrachte. Doch Finnair war nur die letzte Station einer beeindruckenden Laufbahn. Zuvor bekleidete Orver leitende Positionen bei renommierten Unternehmen wie Qatar Airways, Air Berlin, LOT Polish Airlines und Scandinavian Airlines.

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