Das international erfolgreiche Bühnenwerk über das Leben der „Queen of Rock ’n’ Roll“ erreicht im Frühjahr 2026 erstmals die Schweiz. Vom 14. April bis zum 3. Mai wird „TINA – The Tina Turner Musical“ im Theater 11 in Zürich aufgeführt.
Die Produktion, die von Tina Turner noch zu Lebzeiten persönlich autorisiert wurde, beleuchtet den Lebensweg der Künstlerin von ihren Anfängen in Nutbush, Tennessee, bis hin zu ihrem Aufstieg als globale Solokünstlerin. Zürich nimmt dabei eine besondere Rolle ein, da die Sängerin hier über Jahrzehnte ihre Wahlheimat fand und die ersten kreativen Gespräche über die Entstehung des Musicals ebenfalls in der Schweizer Metropole stattfanden.
Die Inszenierung wird in der englischen Originalversion präsentiert und ist Teil einer umfassenden Tournee durch das Vereinigte Königreich und Irland, die bereits im März 2025 startete. Das Kreativteam hinter der Show besteht aus hochkarätigen Namen der Branche: Regie führte Phyllida Lloyd, während das Buch von der Pulitzer-Preisträgerin Katori Hall verfasst wurde. Die musikalische Leitung stellt sicher, dass Welthits wie „The Best“, „Private Dancer“ und „What’s Love Got To Do With It“ originalgetreu auf die Bühne gebracht werden. In der anspruchsvollen Hauptrolle wechseln sich die Darstellerinnen Elle Ma-Kinga N’Zuzi und Jochebel Ohene MacCarthy ab, um die stimmliche und physische Präsenz der verstorbenen Ikone abzubilden.
Wirtschaftlich betrachtet setzt das Musical eine Erfolgsgeschichte fort, die 2018 im Londoner Aldwych Theatre begann und seither Produktionen am Broadway sowie in Hamburg, Madrid und Utrecht hervorgebracht hat. Mit über 200 Millionen verkauften Tonträgern und zwölf Grammy Awards gilt Tina Turner als eine der kommerziell erfolgreichsten Sängerinnen der Geschichte. Das Musical fungiert dabei nicht nur als Unterhaltungsformat, sondern auch als bedeutender Wirtschaftsfaktor für die gastgebenden Theaterstandorte. Die Spielzeit in Zürich umfasst Vorstellungen an sechs Tagen pro Woche, wobei die Ticketpreise zwischen 57 und 157 Schweizer Franken liegen.
Zusätzliche Recherchen unterstreichen die kulturelle Relevanz der Produktion: Die Show thematisiert explizit die Überwindung rassistischer und sozialer Barrieren innerhalb der US-amerikanischen Musikindustrie der 1960er und 70er Jahre. Nach ihrem Rückzug aus dem aktiven Tourneegeschäft im Jahr 2009 blieb Turner bis zu ihrem Tod im Mai 2023 eng mit dem Projekt verbunden. Die Rückkehr der Produktion nach Zürich gilt unter Experten als eine Art symbolische Heimkehr für das geistige Erbe der Künstlerin, deren Wirken weit über die Musikbranche hinaus als Vorbild für Resilienz und wirtschaftliche Unabhängigkeit in der Unterhaltungsindustrie wahrgenommen wird.