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Österreichisches Weltraumunternehmen GATE Space entwickelt Schutzsysteme gegen Navigationsstörungen

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Das im Jahr 2022 von Absolventen der Technischen Universität Wien gegründete Unternehmen GATE Space positioniert sich als zentraler Akteur im europäischen New-Space-Sektor. Im Fokus der aktuellen Entwicklungen steht das Projekt „BEACONSAT“, das technische Lösungen gegen die zunehmende Bedrohung durch Spoofing und Jamming in der Luftfahrt liefern soll.

Bei diesen Störangriffen werden satellitenbasierte Navigationssignale entweder blockiert oder durch gefälschte Daten manipuliert, was spätestens seit sicherheitskritischen Vorfällen im Luftraum über Osteuropa als erhebliche Gefahr für die internationale Flugsteuerung gilt. GATE Space entwickelt hierfür hochpräzise chemische Antriebssysteme, die es Satelliten ermöglichen, ihre Position im Orbit flexibel und exakt zu steuern, um als verlässliche Referenzpunkte für die Navigation zu dienen.

Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur unterstützt das am Standort Flughafen Wien ansässige Unternehmen massiv. Über das Austria Wirtschaftsservice (aws) flossen Förderungen in Höhe von rund 750.000 Euro in die Entwicklung der Triebwerkstechnologie. Die Systeme wurden bereits umfangreichen Belastungsproben unterzogen, darunter mehr als 8.000 Heißlauftests in einer der leistungsstärksten Vakuumkammern Europas. Innovationsminister Peter Hanke unterstrich bei einem Standortbesuch die wirtschaftliche Bedeutung der Weltraumtechnologie für Österreich. Trotz angespannter Budgets wurde der österreichische Beitrag zur Europäischen Weltraumorganisation (ESA) durch Umschichtungen von 260 auf 340 Millionen Euro erhöht, um die heimische Industrie in diesem Wachstumsfeld zu stärken.

Die Relevanz der Technologie wird durch den geplanten Starttermin im Februar 2027 unterstrichen, wenn die Systeme von GATE Space an Bord einer SpaceX Falcon 9 Rakete ins All transportiert werden sollen. Zusätzliche Recherchen verdeutlichen, dass die Nachfrage nach autonomen und störungsresistenten Satellitenkomponenten weltweit steigt, da sowohl zivile als auch staatliche Akteure ihre Infrastruktur im erdnahen Orbit schützen müssen. GATE Space nutzt dabei einen innovativen Ansatz für chemische Triebwerke, die ohne giftige Treibstoffe wie Hydrazin auskommen und dennoch eine hohe Leistungsdichte für präzise Manöver bieten. Dies ermöglicht eine Industrialisierung der Fertigung, die für die schnell wachsenden Satellitenkonstellationen der Zukunft unerlässlich ist.

Durch die Ansiedlung am Flughafen Wien profitiert das Unternehmen von einer engen Verzahnung mit der Luftfahrtindustrie und logistischen Standortvorteilen. Die Einbettung in die nationale Industriestrategie definiert Welt- und Luftfahrttechnologien als eines von neun zentralen Stärkefeldern Österreichs. Neben der technischen Hardware liefert das Projekt BEACONSAT wichtige Daten zur Validierung von Sicherheitsalgorithmen, die künftig standardmäßig in Avioniksystemen verbaut werden könnten. Damit leistet das Wiener Start-up einen technologischen Beitrag zur Sicherung kritischer Infrastrukturen, der weit über die nationalen Grenzen hinaus Beachtung in der globalen Raumfahrtgemeinschaft findet.

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