Das Musikfestival Steyr hat für die Spielzeit 2026 die Inszenierung des Broadway-Klassikers „Hair“ angekündigt. Vom 23. Juli bis zum 8. August 2026 wird das Stück insgesamt neun Mal als Open-Air-Produktion im Schlossgraben von Schloss Lamberg aufgeführt.
Das 1967 in New York uraufgeführte Werk von James Rado, Gerome Ragni und Galt MacDermot gilt als Meilenstein der Theatergeschichte und thematisiert den Widerstand einer jungen Generation gegen politische Autoritäten und gesellschaftliche Normen während der Zeit des Vietnamkriegs. Die historische Kulisse des Schlosses in Oberösterreich dient dabei als atmosphärischer Rahmen für die Darbietung der bekannten Rock-Kompositionen.
Für die Realisierung konnte Intendant Karl-Michael Ebner ein internationales Ensemble gewinnen. In den zentralen Rollen agieren Christian Funk als Claude Hooper Bukowski sowie James Park als George Berger. Die weiblichen Hauptrollen werden von Jill Clesse als Sheila Franklin und Sarah Kornfeld als Jeanie besetzt. Das Leading-Team unter der Regie von Susanne Sommer setzt auf ein visuelles Gestaltungskonzept von Andreas Ivancsics, während die musikalische Leitung in den Händen von Andreas Brencic liegt. Die Sparkasse Oberösterreich tritt erneut als Hauptsponsorin auf, um die Durchführung dieses kulturellen Großereignisses in der Region zu gewährleisten.
Zusätzliche Informationen zum Festivalbetrieb verdeutlichen die logistische Herausforderung der Spielstätte. Da die Vorstellungen im Schlossgraben unter freiem Himmel stattfinden, ist die Durchführung an die jeweilige Wetterlage gebunden. Das Festival verfügt über langjährige Erfahrung mit Freiluftaufführungen und zieht jährlich tausende Besucher nach Steyr. „Hair“ folgt auf eine Reihe erfolgreicher Musical-Produktionen der letzten Jahre und zielt darauf ab, sowohl ein Stammpublikum als auch jüngere Zielgruppen anzusprechen. Die Produktion betont die Energie und den kulturellen Einfluss der Hippie-Bewegung der späten 1960er-Jahre durch aufwendige Choreografien von Susanne ten Harmsen.
Die Vorbereitungen für das Bühnenbild im Schloss Lamberg beginnen bereits Monate vor der Premiere, um die technischen Anforderungen des Rockmusicals in die historische Architektur zu integrieren. Neben der künstlerischen Qualität steht die wirtschaftliche Bedeutung für den Tourismus in Steyr im Fokus, da das Festival ein wichtiger Faktor für die regionale Hotellerie und Gastronomie während der Sommermonate ist. Der Ticketvorverkauf für die neun Termine ist bereits gestartet, wobei eine frühzeitige Buchung aufgrund der begrenzten Kapazität im Schlossgraben empfohlen wird.