Die Verantwortlichen der Thunerseespiele haben die Besetzung für die kommende Sommerproduktion des Musicals „Grease“ bekannt gegeben. Vom 8. Juli bis zum 22. August 2026 wird das Stück auf der Seebühne vor der Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau aufgeführt. Insgesamt umfasst das Ensemble 26 Darsteller, die in einem mehrstufigen Auswahlverfahren ermittelt wurden.
Über 800 Bewerbungen gingen für die Produktion ein, von denen rund 300 Talente zu Vorsprechen in Zürich, Hamburg und Wien eingeladen wurden. Die Regie und Choreografie übernimmt Christopher Tölle, der nach mehreren Jahren als Choreograf in Thun nun erstmals in Doppelfunktion für die gesamte Inszenierung verantwortlich zeichnet.
In den Hauptrollen stehen erfahrene Akteure der Musicalbranche. Die Schweizerin Jeannine Michèle Wacker übernimmt die Rolle der Sandy. Wacker, die bereits 2012 bei der Thuner Inszenierung von „Titanic“ mitwirkte, ist dem Publikum unter anderem durch ihre Hauptrolle in der deutschen Telenovela „Sturm der Liebe“ bekannt. Als Zweitbesetzung für die Rolle der Sandy wurde die lokale Darstellerin Sandra Bitterli aus Thun verpflichtet. Die männliche Hauptrolle des Danny Zuko wird vom deutsch-mexikanischen Künstler Matt Posada verkörpert. Posada war zuletzt in verschiedenen Produktionen im deutschsprachigen Raum zu sehen und bringt die für die Rolle notwendige Erfahrung im Bereich Rock’n’Roll-Tanz und Gesang mit.
Das Ensemble setzt sich aus einer Mischung aus internationalen Darstellern und Schweizer Künstlern zusammen. Neben den Protagonisten wurden Rollen wie Kenickie, Rizzo und die Mitglieder der „Pink Ladies“ und „T-Birds“ mit Fokus auf hohe tänzerische Qualität besetzt, um den dynamischen Anforderungen der Originalchoreografien gerecht zu werden. Die Thunerseespiele gehören zu den bedeutendsten Open-Air-Kulturveranstaltungen der Schweiz und ziehen jährlich zehntausende Besucher an den Thunersee. Die technische Umsetzung auf der Wasserbühne erfordert dabei eine präzise Abstimmung zwischen Tontechnik und der natürlichen Akustik der Umgebung.
Für die Spielzeit 2026 planen die Veranstalter eine Inszenierung, die den Geist der 1950er-Jahre betont. Das Bühnenbild wird speziell für die weite Fläche der Seebühne konzipiert, um die Atmosphäre der amerikanischen Highschool-Kultur und der typischen „Diner“-Szenerie einzufangen. Die musikalische Leitung koordiniert ein Live-Orchester, das die weltbekannten Hits des Soundtracks interpretiert. Der Vorverkauf für die insgesamt 28 geplanten Vorstellungen hat bereits begonnen, wobei die Wochenendtermine erfahrungsgemäß eine besonders hohe Nachfrage verzeichnen. Die wirtschaftliche Bedeutung für die Region Berner Oberland bleibt durch die hohe Frequenz an Übernachtungsgästen während der siebenwöchigen Spielzeit erheblich.