Airbus A220-300 (Foto: Airbus).
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Croatia Airlines passt Flugplan für den Sommer 2026 an

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Die nationale kroatische Fluggesellschaft Croatia Airlines hat umfangreiche Änderungen in ihrem Streckennetz ab dem Flughafen Split für die kommende Sommersaison angekündigt. Dabei stellt die Fluggesellschaft zwei saisonale Verbindungen dauerhaft ein: Die Routen von Split nach Bukarest und Amsterdam werden aus dem Flugplan gestrichen.

Beide Verbindungen wurden im Jahr 2022 eingeführt, konnten sich jedoch offenbar nicht gegen den starken Wettbewerb oder die schwankende Nachfrage behaupten. Während die Airline nach Bukarest konkurrenzlos flog, sah sie sich auf der Strecke nach Amsterdam einem harten Preiskampf mit KLM, Transavia und EasyJet gegenüber. Branchenexperten werten diesen Schritt als Konsolidierung der operativen Mittel, um Kapazitäten für profitablere Strecken freizusetzen.

Trotz der Streichungen verzeichnet Croatia Airlines ein deutliches Wachstum bei der verfügbaren Sitzplatzkapazität. Durch den verstärkten Einsatz der neuen Airbus A220-Flotte steigt das Angebot ab Split um sieben Prozent auf insgesamt über 746.000 Sitzplätze, obwohl die Anzahl der Flugbewegungen um etwa drei Prozent sinkt. Ein zentraler Bestandteil der neuen Strategie ist die Eröffnung einer saisonalen Route von Split nach Nantes in Frankreich, die ab dem 5. Mai zweimal wöchentlich bedient wird. Hier tritt Croatia Airlines in direkten Wettbewerb mit dem Low-Cost-Carrier Volotea. Zusätzlich wird die Flugperiode für Verbindungen nach Istanbul verlängert, während Frequenzen nach Wien und Berlin aufgrund von Flottenumstellungen teilweise deutlich reduziert werden.

Unternehmensübergreifend plant der kroatische Flagcarrier für den Sommer 2026 ein Rekordangebot von insgesamt 2,39 Millionen Sitzplätzen, was einer Steigerung von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Wachstum wird primär durch die Basis in Zagreb getrieben, von wo aus zusätzliche Frequenzen und längere Betriebszeiten auf saisonalen Routen vorgesehen sind. Insgesamt werden 32 internationale Ziele in Europa direkt angeflogen. Die Modernisierung der Flotte durch den Airbus A220 spielt dabei eine Schlüsselrolle, da dieses Modell eine höhere Effizienz und größere Reichweiten ermöglicht. Damit reagiert die Airline auf den wachsenden Tourismussektor in Kroatien und die Konkurrenz durch Billigflieger an den Küstenstandorten.

Finanzanalysten beobachten die Entwicklung von Croatia Airlines kritisch, da die Fluggesellschaft versuchen muss, ihre Marktanteile gegen die Expansion von Ryanair und Eurowings im adriatischen Raum zu verteidigen. Die strategische Neuausrichtung auf modernere Flugzeugtypen und die Optimierung des Netzwerks ab Zagreb sollen die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern. Für Passagiere aus dem deutschsprachigen Raum bedeutet die Reduzierung der Frequenzen nach Wien und Berlin jedoch eine Einschränkung der Flexibilität, während gleichzeitig neue Transitoptionen über das Drehkreuz Zagreb geschaffen werden. Der Fokus liegt künftig verstärkt auf Märkten mit hoher Zahlungskraft und stabilen Buchungszahlen während der gesamten Sommersaison. Über die Streckenstreichungen berichtete zunächst das Portal Ex-Yu-Aviation.com.

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