Terminal 1 am Flughafen München (Foto: Jan Gruber).
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Neuausrichtung der Gastronomie im neuen Terminal 1-Pier am Flughafen München

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Der Flughafen München erweitert sein kulinarisches Angebot im neu gestalteten Terminal 1-Pier durch fünf spezialisierte Gastronomiebetriebe. Die operative Führung der neuen Einheiten übernimmt die Allresto Flughafen München Hotel und Gaststätten GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Flughafen München GmbH.

Die Konzepte wurden entwickelt, um das Serviceprofil am bayerischen Luftfahrt-Drehkreuz zu schärfen und unterschiedliche Passagierbedürfnisse – vom schnellen Snack im öffentlichen Bereich bis hin zum gehobenen Service im Sicherheitsbereich – abzudecken. Im Fokus steht dabei die Verknüpfung lokaler Markenidentitäten mit internationalen Standards der Systemgastronomie.

Zentraler Bestandteil des Portfolios ist die Präsenz der Münchner Traditionsmarke Käfer. In einem exklusiv gestalteten Restaurant mit rund 70 Sitzplätzen werden Klassiker wie Wiener Schnitzel und Beef Tatar angeboten, ergänzt durch eine offene Show-Küche. Als Erweiterung fungiert das Konzept „the ODEON by Käfer“, das mit 90 Plätzen urbane Barkultur und Feinkost-Elemente kombiniert. Ein architektonisches Merkmal dieses Bereichs ist ein großflächiger, gläserner Weinklimaschrank, der über 100 internationale Weinsorten präsentiert. Diese Ansiedlung unterstreicht die Strategie des Flughafens, namhafte lokale Unternehmen in die Infrastruktur einzubinden, um die regionale Identität des Standorts zu betonen.

Ergänzt wird das Angebot durch die „Cucina Popolare“, ein italienisches Restaurantkonzept mit über 120 Sitzplätzen, das auf traditionelle Pizza- und Pastagerichte setzt. Für Reisende mit begrenztem Zeitbudget wurde das Multi-Brand-Konzept „Münchner Leibspeise“ implementiert. Hier werden an verschiedenen Food-Stationen bayerische Spezialitäten wie halbe Hendl neben internationalen Angeboten der Marke „Pommes Freunde“ sowie asiatischen Gerichten serviert. Digitale Self-Order-Terminals sollen hier die Abfertigungsgeschwindigkeit erhöhen. Im öffentlichen Bereich des Piers wird zudem ein dritter Standort der Kette „dean&david“ eröffnet, der auf Salate, Bowls und Säfte spezialisiert ist.

Branchenanalysen zeigen, dass der Flughafen München mit dieser Diversifizierung auf den anhaltenden Trend zur Individualisierung der Flughafenverpflegung reagiert. Die Integration von Halal-Optionen sowie vegetarischen und veganen Speisen in die „Münchner Leibspeise“ zielt auf die Anforderungen des internationalen Transitverkehrs ab. Durch die zentrale Steuerung über die Tochtergesellschaft Allresto kann der Flughafen zudem eine einheitliche Qualitätskontrolle und Personalplanung sicherstellen. Der neue Pier fungiert somit nicht nur als logistisches Bindeglied, sondern auch als kommerzielle Plattform, die durch eine Mischung aus Premium-Gastronomie und effizienten Fast-Casual-Modellen die Verweildauer und den Umsatz pro Passagier optimieren soll.

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