Flughafen Berlin-Brandenburg Terminal 1 (Foto: Granit Pireci).
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Wetterbedingter Rückgang der Verkehrszahlen am Flughafen Berlin Brandenburg

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Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) verzeichnete im Februar 2026 einen Rückgang des Passagieraufkommens um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt nutzten 1,63 Millionen Reisende den Hauptstadtflughafen.

Wie aus dem aktuellen Verkehrsbericht hervorgeht, ist dieses Minus primär auf extreme Witterungsbedingungen zurückzuführen. Insbesondere ein schwerer Eisregen in der ersten Februarwoche zwang die Flughafengesellschaft dazu, den Betrieb zeitweise vollständig einzustellen. Am Abend des 5. Februar sowie bis in den Nachmittag des Folgetages ruhte der Flugverkehr, was zu massiven Streichungen führte. Ohne diese wetterbedingten Ausfälle hätten die Fluggastzahlen laut Analysten leicht über dem Niveau des Februars 2025 gelegen.

Die betrieblichen Einschränkungen spiegeln sich deutlich in der Statistik der Flugbewegungen wider. Mit 12.351 Starts und Landungen wurden im vergangenen Monat 1.059 Bewegungen weniger registriert als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Allein an den beiden Tagen des Eisregens annullierten die Fluggesellschaften rund 800 Flüge, was zu erheblichen logistischen Herausforderungen für die Bodenabfertigung und das Terminalmanagement führte. Experten weisen darauf hin, dass solche winterlichen Wetterereignisse die Kapazitätsplanung der Airlines erschweren, da die Enteisungskapazitäten bei anhaltendem Eisregen an ihre physischen Grenzen stoßen und Sicherheitsstarts unmöglich machen.

Im Bereich der Luftfracht zeigte sich die Entwicklung hingegen vergleichsweise stabil, wenngleich auch hier ein minimaler Rückgang zu verzeichnen war. Im Februar 2026 wurden am BER 3.563 Tonnen Fracht umgeschlagen, was einem leichten Minus von 14 Tonnen gegenüber dem Vorjahresniveau entspricht. Branchenbeobachter führen dies auf eine allgemeine Seitwärtsbewegung im Frachtsektor zurück, die durch die zeitweiligen Sperrungen der Start- und Landebahnen nur geringfügig verstärkt wurde. Da Frachtflüge oft in den Randzeiten durchgeführt werden, waren sie von den tagüber auftretenden Hauptstörungen des Eisregens weniger betroffen als der reguläre Linienpassagierverkehr.

Zusätzliche Daten aus der Luftverkehrswirtschaft verdeutlichen, dass der BER trotz des punktuellen Rückgangs weiterhin eine zentrale Rolle im europäischen Streckennetz einnimmt. Die Flughafengesellschaft bereitet sich derzeit auf die anstehende Sommersaison vor, in der eine deutliche Steigerung der Frequenzen erwartet wird. Die endgültigen Zahlen der Verkehrsstatistik werden im Laufe des Monats veröffentlicht, wobei bereits jetzt deutlich wird, dass die Resilienz der Infrastruktur gegenüber Extremwetterlagen ein zentrales Thema für das Management bleibt. Die punktuellen Flugausfälle haben zwar das Monatsergebnis belastet, ändern jedoch nichts an der langfristigen Prognose eines moderaten Wachstums für das Gesamtjahr.

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