Boeing 787-9 (Foto: Lufthansa).
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Lufthansa sichert trotz Pilotenstreiks mehr als die Hälfte des Flugprogramms

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Die Lufthansa hat für den 12. und 13. März 2026 einen umfangreichen Sonderflugplan in Kraft gesetzt, um auf den ganztägigen Streikaufruf der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zu reagieren. Nach Konzernangaben können trotz des Arbeitskampfes über 50 Prozent des regulären Flugbetriebs aufrechterhalten werden.

Besonders stabil zeigt sich das Angebot auf der Langstrecke, wo rund 60 Prozent der geplanten Verbindungen bedient werden. Um die Auswirkungen für die Passagiere zu minimieren, setzt die Fluggesellschaft auf den Einsatz von größerem Fluggerät sowie auf die Unterstützung durch Partnerairlines und andere Konzerntöchter wie Lufthansa City Airlines, die nicht vom Streik betroffen sind.

Hintergrund des Arbeitskampfes sind festgefahrene Tarifverhandlungen, bei denen die Gewerkschaft deutliche Gehaltssteigerungen sowie Verbesserungen bei der Dienstplangestaltung fordert. Der Streik trifft die Hubs Frankfurt und München zu einer Zeit, in der das Passagieraufkommen aufgrund saisonaler Effekte bereits wieder ansteigt. Die Geschäftsführung betonte, dass zahlreiche Piloten auf freiwilliger Basis ihren Dienst antreten, was die Durchführung des Sonderflugplans erst ermöglicht. Eine Besonderheit stellt die Ausklammerung von Flügen in den Nahen Osten dar. Die Vereinigung Cockpit hat zugestimmt, Verbindungen in diese Region, wie etwa den Flug von Frankfurt nach Riad, aufgrund der geopolitischen Lage nicht zu bestreiken, um die Versorgungssicherheit und Mobilität in Krisengebieten nicht zu gefährden.

Lufthansa Cargo zeigt sich von den Streikmaßnahmen weitgehend unbeeindruckt und plant, über 80 Prozent des Frachtflugprogramms zu absolvieren. Dies wird unter anderem durch den Einsatz von Maschinen erreicht, die von Crews außerhalb des Geltungsbereichs der aktuellen Tarifauseinandersetzung betrieben werden. Auch die Tochtergesellschaft Lufthansa CityLine, die am Donnerstag ebenfalls bestreikt wird, plant bereits für den Freitag die Rückkehr zum nahezu vollständigen Normalbetrieb. Für betroffene Passagiere wurde ein umfassendes Informationssystem eingerichtet, das automatische Benachrichtigungen bei Flugstreichungen vorsieht, sofern aktuelle Kontaktdaten in den Buchungsprofilen hinterlegt sind.

Branchenexperten beobachten die aktuelle Eskalation mit Sorge, da dies bereits die zweite größere Streikwelle im laufenden Quartal markiert. Die Kosten für die Fluggesellschaft durch Kompensationszahlungen und operative Umplanungen werden auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt. Während die Lufthansa versucht, durch Umbuchungen auf die Schiene oder Partnerflüge den Schaden zu begrenzen, bleibt die Front zwischen den Tarifparteien verhärtet. Passagiere werden gebeten, sich vor der Anreise zum Flughafen kontinuierlich über den Status ihrer Verbindung zu informieren, da kurzfristige Änderungen am Sonderflugplan nicht ausgeschlossen werden können.

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