Die israelische El Al verstärkt in enger Abstimmung mit dem nationalen Verkehrsministerium ihre Bemühungen zur Rückführung von Staatsbürgern aus dem asiatisch-pazifischen Raum.
Nach einer offiziellen Anordnung zur Ausweitung der Kapazitäten konzentriert das Unternehmen seine Operationen auf die drei zentralen Drehkreuze Bangkok, Phuket und Tokio. Ziel ist es, die Rückreise für tausende Israelis zu beschleunigen, die aufgrund zahlreicher Flugstreichungen internationaler Fluggesellschaften in der Region festsitzen. Die Zusammenarbeit mit der israelischen Flughafenbehörde und der Zivilluftfahrtbehörde ermöglicht dabei eine Anpassung der betrieblichen Rahmenbedingungen, um die logistischen Engpässe an den asiatischen Gateways effizient zu bewältigen.
In der kommenden Woche plant die Fluggesellschaft, die Anzahl ihrer Flugbewegungen aus Fernost nahezu zu verdoppeln. Insgesamt sollen rund 20 Sonderflüge durchgeführt werden, wobei der Schwerpunkt auf der thailändischen Hauptstadt Bangkok liegt. Mit dieser Maßnahme wird die Beförderung von mehr als 6.000 Passagieren angestrebt. Das Unternehmen verfolgt dabei eine klare Priorisierungsstrategie: Zunächst werden Passagiere berücksichtigt, die bereits über ein Ticket von El Al verfügten und deren ursprüngliche Verbindung gestrichen wurde. Erst nach dem Abschluss dieser Umbuchungsprozesse werden verbleibende Kontingente für Kunden anderer Fluggesellschaften sowie für Neubuchungen zur Verfügung gestellt.
Um die finanzielle Belastung für die betroffenen Reisenden in der aktuellen Situation kalkulierbar zu halten, wurde ein Festpreis für die Rückholverbindungen eingeführt. Ein einfacher Flug nach Israel wird auf der Website des Unternehmens sowie über angeschlossene Reisebüros für 599 US-Dollar angeboten. Diese Preisgestaltung soll eine schnelle und unbürokratische Abwicklung ermöglichen, während gleichzeitig der Druck auf die ausländischen Fluggesellschaften steigt, die ihren Betrieb nach Israel vorübergehend eingestellt oder stark reduziert haben. Branchenbeobachter werten die aktuelle Operation als eine der umfangreichsten logistischen Herausforderungen für die israelische Luftfahrt in der jüngeren Vergangenheit.
Die Situation im Fernen Osten bleibt aufgrund der hohen Anzahl gestrandeter Personen dynamisch. El Al hält den Flugbetrieb rund um die Uhr aufrecht und setzt Flugzeuge mit hoher Kapazität ein, um den Rückstau an den thailändischen und japanischen Flughäfen abzuarbeiten. Zusätzliche Bodenmannschaften wurden in die Region entsandt, um die Passagiere vor Ort zu koordinieren und den Check-in-Prozess unter den erschwerten Bedingungen zu unterstützen. Das Verkehrsministerium betont, dass die Sicherheit und die zügige Heimkehr der Bürger oberste Priorität haben und weitere Kapazitäten geprüft werden, falls die Nachfrage an den Standorten Tokio und Phuket über das geplante Maß hinaus ansteigt.