Flughafen Dortmund (Foto: Dortmund Airport).
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Kostensteigerungen belasten Rekordergebnis am Flughafen Dortmund

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Der Flughafen Dortmund hat für das Geschäftsjahr 2025 eine gemischte Bilanz vorgelegt. Zwar konnte der Airport mit insgesamt 3.242.569 Fluggästen einen neuen Passagierrekord aufstellen, doch spiegelte sich dieser Erfolg nicht in den betriebswirtschaftlichen Kennzahlen wider.

Trotz der Kompensation erheblicher Kapazitätsstreichungen durch Ryanair und Eurowings, die zusammen einen Verlust von rund 560.000 Passagieren bedeuteten, rutschte das vorläufige Jahresergebnis deutlich ins Minus. Der Fehlbetrag weitete sich von 1,8 Millionen Euro im Vorjahr auf nunmehr 6,3 Millionen Euro aus. Auch das operative Ergebnis (EBITDA) sank massiv von 5,1 Millionen Euro auf lediglich 971.000 Euro, was die wirtschaftliche Drucksituation am Standort verdeutlicht.

Als Hauptursache für die Bilanzverschlechterung identifizierte die Geschäftsführung überproportionale Kostensteigerungen im Personalbereich. Insbesondere die hohen Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst sowie der neue allgemeinverbindliche Tarif für Bodenabfertigungsdienste belasteten das Ergebnis. Rund 75 Prozent der Mehrausgaben entfielen auf diesen Sektor. Da diese Kostensteigerungen aufgrund bestehender Verträge und des Marktumfelds nicht unmittelbar an die Fluggesellschaften weitergegeben werden konnten, blieb die Umsatzsteigerung von lediglich 1,7 Prozent auf 49,81 Millionen Euro hinter der Ausgabenentwicklung zurück. Branchenexperten weisen darauf hin, dass Regionalflughäfen derzeit verstärkt unter dem Druck steigender Standortkosten in Deutschland leiden, was die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem europäischen Ausland erschwert.

Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass der Dortmund Airport dennoch eine zentrale Rolle im Low-Cost-Segment für das östliche Ruhrgebiet einnimmt. Um die Attraktivität des Standorts zu sichern, treibt die Flughafenleitung die Modernisierung der Infrastruktur voran. In der jüngsten Aufsichtsratssitzung wurde die Errichtung eines neuen Schnellladeparks für Elektrofahrzeuge beschlossen. Dieser Ladepark, der auf einem Parkplatz vor dem Verwaltungsgebäude entstehen soll, wird von einem externen Dienstleister betrieben. Ziel ist es, sowohl privaten Passagieren als auch Mietwagenanbietern eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur direkt am Terminal zur Verfügung zu stellen und damit das Serviceportfolio zu erweitern.

Trotz der aktuellen finanziellen Herausforderungen blickt Geschäftsführer Ludger van Bebber optimistisch auf die kommende Periode. Er setzt auf ein überdurchschnittliches Marktwachstum und eine strikte Kostendisziplin, um das Ergebnis im Jahr 2026 wieder zu stabilisieren. Die endgültigen, geprüften Geschäftszahlen werden für Juni 2026 erwartet. Parallel dazu plant der Flughafen, sein Engagement im Bereich der Digitalisierung und Automatisierung der Passagierabfertigung zu intensivieren, um langfristig die Effizienz zu steigern und die Abhängigkeit von manuellen Prozessen zu verringern. Damit soll der Standort Dortmund als wichtiges Tor nach Osteuropa und zu südeuropäischen Urlaubsdestinationen weiter gefestigt werden.

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