März 23, 2026

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März 23, 2026

BAE Systems schließt Ausstieg bei kasachischer Fluggesellschaft Air Astana ab

Der britische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern BAE Systems trennt sich von seiner verbleibenden Beteiligung an der kasachischen Fluggesellschaft Air Astana. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, werden die restlichen 6,9 Prozent der Anteile im Rahmen einer Platzierung veräußert. Der Preis pro Global Depositary Receipt (GDR) wurde auf 5,10 US-Dollar festgesetzt, was einem Gesamtwert von etwa 31 Millionen US-Dollar entspricht. Dieser Schritt folgt auf eine vorangegangene Veräußerung im Dezember 2025, bei der der Konzern bereits einen Anteil von 10,1 Prozent abgegeben hatte. Damit zieht sich BAE Systems nach rund 25 Jahren vollständig aus dem Aktionariat der nationalen Fluggesellschaft Kasachstans zurück. Die ursprüngliche Investition von BAE Systems datiert aus dem Jahr 2001, als der Konzern mit weniger als zehn Millionen US-Dollar die Gründung der Airline gemeinsam mit dem kasachischen Staatsfonds Samruk-Kazyna vorantrieb. Über die Jahre entwickelte sich Air Astana zu einer der profitabelsten Fluggesellschaften in Zentralasien, was BAE Systems eine beachtliche Wertsteigerung ihres Kapitals ermöglichte. Zusätzliche Branchenanalysen verdeutlichen, dass der Ausstieg im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des britischen Konzerns steht, der sich verstärkt auf sein Kerngeschäft in der Verteidigungs- und Sicherheitstechnologie konzentriert. Das Engagement bei Air Astana galt innerhalb des Portfolios von BAE Systems seit langem als branchenfremdes Finanzinvestment. Für Air Astana markiert der vollständige Rückzug des britischen Partners den Abschluss einer längeren Phase der Privatisierung. Bereits im Februar 2024 vollzog die Fluggesellschaft einen erfolgreichen Börsengang (IPO) an den Handelsplätzen in London, Almaty und Astana. Der Ausstieg von BAE Systems erhöht nun den Streubesitz der Aktie und könnte die Liquidität des Wertpapiers

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Ryanair eröffnet großes Wartungszentrum am Flughafen Madrid-Barajas

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat am Mittwoch, den 18. März 2026, ihr neues Instandhaltungszentrum am Flughafen Madrid-Barajas offiziell eingeweiht. Mit einer Investitionssumme von 25 Millionen Euro und einer Fläche von 22.000 Quadratmetern handelt es sich um die größte Wartungseinrichtung innerhalb des gesamten Ryanair-Netzwerks. Der neue Hangar bietet Kapazitäten für die gleichzeitige Wartung von sieben Flugzeugen und ergänzt die bereits bestehenden Kapazitäten am Standort auf insgesamt acht Wartungslinien. Durch die Inbetriebnahme entstehen im industriellen Bereich des Flughafens rund 700 hochqualifizierte Arbeitsplätze, darunter Positionen für Ingenieure, Mechaniker und Support-Personal. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen die strategische Bedeutung Spaniens für den Konzern. Neben dem neuen Standort in Madrid betreibt Ryanair bereits seit 2019 ein großes Wartungszentrum in Sevilla, das 2021 erweitert wurde und eine Investition von 30 Millionen Euro darstellt. Das Projekt in Madrid ist Teil eines umfassenden Investitionsprogramms in Spanien, das sich laut Unternehmensangaben auf insgesamt 11 Milliarden Euro beläuft. Hierzu zählen 11 Basen, eine Flotte von 109 stationierten Flugzeugen sowie ein IT-Innovationszentrum in der Innenstadt von Madrid. Um den Bedarf an Fachkräften zu decken, arbeitet die Airline eng mit lokalen Luftfahrtschulen zusammen und rekrutiert Absolventen über ein intern entwickeltes Ausbildungsprogramm für Ingenieure. Trotz der feierlichen Eröffnung, an der auch Madrids Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida teilnahm, äußerte die Konzernleitung deutliche Kritik an der Preispolitik des spanischen Flughafenbetreibers Aena. Ryanair-CEO Eddie Wilson warnte davor, dass geplante Gebührenerhöhungen von bis zu 21 Prozent über die nächsten fünf Jahre die Wettbewerbsfähigkeit Spaniens als Tourismusziel gefährden könnten. Während Ryanair in Märkten wie Marokko oder Italien zweistellige Wachstumsraten verzeichnet,

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Führungswechsel in der IT-Abteilung von Austrian Airlines

Christian Kremnitzer hat zum 1. März 2026 die Leitung der IT-Abteilung sowie der IT-Integration bei Austrian Airlines übernommen. In dieser Schlüsselposition verantwortet der 43-Jährige das operative Management und die strategische Weiterentwicklung der gesamten IT-Infrastruktur der österreichischen Fluggesellschaft. Ein wesentlicher Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt in der konzernweiten Harmonisierung und Integration der Systeme gemäß den Standards der Lufthansa Group. Kremnitzer tritt damit die Nachfolge von Steve Beyermann an und übernimmt die Verantwortung für die IT-Architektur, das Management des Anwendungslebenszyklus sowie die Sicherstellung hoher Cybersicherheitsstandards innerhalb des Unternehmens. Zusätzliche Branchenrecherchen unterstreichen die Bedeutung dieser Personalie für die digitale Transformation der Airline. Kremnitzer ist bereits seit Mai 2025 im Unternehmen tätig und leitete dort zuletzt die Bereiche HR-Technologie und People Analytics. Vor seinem Wechsel in die Luftfahrtbranche sammelte der IT-Experte umfangreiche Erfahrungen im Finanzsektor und in der Unternehmensberatung. Seine berufliche Laufbahn begann er im IT-Consulting bei BearingPoint und zeb, bevor er leitende Funktionen bei der Raiffeisen Bank International AG bekleidete. Diese Expertise in komplexen Organisationsstrukturen gilt als entscheidend für die geplante Implementierung der globalen IT-Servicestatements der Lufthansa Group bei der Tochtergesellschaft Austrian. Der operative Fokus der neuen IT-Leitung liegt vor allem auf der Stabilisierung und Modernisierung der Passagierabfertigungssysteme sowie der internen Datenanalyse. In einem Marktumfeld, das zunehmend von datengetriebenen Entscheidungen geprägt ist, soll Kremnitzer die Effizienz der IT-gestützten Prozesse steigern. Hierzu gehört auch die engere Verzahnung der Wiener IT-Landschaft mit den zentralen Systemen in Frankfurt und München, um Synergieeffekte innerhalb des Konzernverbunds optimal zu nutzen. Die Gewährleistung der Ausfallsicherheit der flugbetrieblichen Systeme steht dabei

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Vereinigung Cockpit und Lufthansa Group nehmen Gespräche über Altersversorgung auf

Die Vereinigung Cockpit (VC) hat das Angebot der Lufthansa Group angenommen, in Verhandlungen über die künftige Gestaltung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) für das fliegende Personal von Lufthansa und Lufthansa Cargo einzutreten. Ein erstes Treffen zwischen den Tarifpartnern ist bereits für die kommende Woche angesetzt. Hintergrund der Gespräche ist das Bestreben der Airline-Gruppe, die bestehenden Versorgungssysteme zu modernisieren und an aktuelle finanzmathematische Rahmenbedingungen anzupassen. Die VC betont jedoch, dass die Annahme des Gesprächsangebots zunächst lediglich dazu dient, sich das aktuelle Arbeitgeberangebot detailliert erläutern zu lassen, ohne dass damit eine inhaltliche Zustimmung verbunden ist. Die Position der Arbeitnehmervertreter bleibt unterdessen hart. VC-Präsident Dr. Andreas Pinheiro stellte klar, dass substanzielle Fortschritte nur erzielt werden können, wenn die Forderungen der im Jahr 2023 gegründeten Group-Tarifkommission (GTK) Berücksichtigung finden. Die GTK wurde eigens ins Leben gerufen, um die Interessen der Piloten über die verschiedenen Flugbetriebe der Lufthansa Group hinweg zu bündeln und eine einheitliche Verhandlungsstrategie zu gewährleisten. Laut VC-Führung ist nach der gegenwärtigen Informationslage noch keine wesentliche Veränderung im Angebot der Lufthansa erkennbar, die auf eine schnelle Einigung hindeuten würde. Die Gewerkschaft verweist zudem auf die jüngsten Arbeitskämpfe, die den Rückhalt der Belegschaft für die Forderungen nach einer stabilen Altersabsicherung verdeutlicht haben. Zusätzliche Branchenanalysen zeigen, dass die betriebliche Altersversorgung bei der Lufthansa seit Jahren ein zentraler Streitpunkt in den Tarifauseinandersetzungen ist. Während der Konzern die hohen Rückstellungen für die Rentenverpflichtungen in der Bilanz reduzieren und auf beitragsorientierte Systeme umstellen möchte, pochen die Piloten auf den Erhalt erworbener Leistungszusagen. Vergleichbare Verhandlungen in der Vergangenheit führten oft

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ITA Airways führt Miles & More als neues Loyalitätsprogramm ein

Die italienische Fluggesellschaft ITA Airways vollzieht am 1. April 2026 einen weiteren strategischen Schritt im Rahmen ihrer Integration in die Lufthansa Group. Ab diesem Datum wird Miles & More das offizielle Vielfliegerprogramm der Airline und löst damit bisherige Eigenlösungen ab. Passagiere der ITA Airways erhalten durch diesen Wechsel Zugang zu einem Netzwerk von weltweit 35 Partner-Airlines sowie über 135 Partnerunternehmen aus den Bereichen Hotellerie, Mietwagen und Einzelhandel. Die Anmeldung zum Programm wird künftig direkt über die digitalen Kanäle der italienischen Fluggesellschaft möglich sein. Dieser Prozess markiert die Angleichung der italienischen Tochtergesellschaft an die Standards der Kernmarken der Lufthansa Group wie Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines. Teilnehmer des Programms können auf dem gesamten Streckennetz von ITA Airways Prämienmeilen sammeln und einlösen. Zudem besteht für Vielflieger die Möglichkeit, durch Flüge mit der italienischen Gesellschaft Statuspunkte zu erwerben, um einen Frequent Traveller, Senator oder HON Circle Status innerhalb der Lufthansa Group zu erreichen oder zu festigen. Um den Übergang für Bestandskunden der ITA Airways attraktiv zu gestalten, wurde die Durchführung eines Status Match angekündigt. Dabei wird der bereits bei der italienischen Airline erreichte Vielfliegerstatus in das entsprechende Pendant des Miles & More Programms überführt. Durch die Aufnahme der italienischen Destinationen und Langstreckenverbindungen wächst die Zahl der Miles & More Teilnehmer global auf rund 39 Millionen an. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass dieser Schritt die vertriebsseitige Integration von ITA Airways massiv beschleunigt. Die Nutzung einer einheitlichen Loyalitätsplattform ermöglicht es der Lufthansa Group, Synergien im Marketing und Kundenservice effizienter zu nutzen. ITA Airways profitiert hierbei

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Kostensteigerungen belasten Rekordergebnis am Flughafen Dortmund

Der Flughafen Dortmund hat für das Geschäftsjahr 2025 eine gemischte Bilanz vorgelegt. Zwar konnte der Airport mit insgesamt 3.242.569 Fluggästen einen neuen Passagierrekord aufstellen, doch spiegelte sich dieser Erfolg nicht in den betriebswirtschaftlichen Kennzahlen wider. Trotz der Kompensation erheblicher Kapazitätsstreichungen durch Ryanair und Eurowings, die zusammen einen Verlust von rund 560.000 Passagieren bedeuteten, rutschte das vorläufige Jahresergebnis deutlich ins Minus. Der Fehlbetrag weitete sich von 1,8 Millionen Euro im Vorjahr auf nunmehr 6,3 Millionen Euro aus. Auch das operative Ergebnis (EBITDA) sank massiv von 5,1 Millionen Euro auf lediglich 971.000 Euro, was die wirtschaftliche Drucksituation am Standort verdeutlicht. Als Hauptursache für die Bilanzverschlechterung identifizierte die Geschäftsführung überproportionale Kostensteigerungen im Personalbereich. Insbesondere die hohen Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst sowie der neue allgemeinverbindliche Tarif für Bodenabfertigungsdienste belasteten das Ergebnis. Rund 75 Prozent der Mehrausgaben entfielen auf diesen Sektor. Da diese Kostensteigerungen aufgrund bestehender Verträge und des Marktumfelds nicht unmittelbar an die Fluggesellschaften weitergegeben werden konnten, blieb die Umsatzsteigerung von lediglich 1,7 Prozent auf 49,81 Millionen Euro hinter der Ausgabenentwicklung zurück. Branchenexperten weisen darauf hin, dass Regionalflughäfen derzeit verstärkt unter dem Druck steigender Standortkosten in Deutschland leiden, was die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem europäischen Ausland erschwert. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass der Dortmund Airport dennoch eine zentrale Rolle im Low-Cost-Segment für das östliche Ruhrgebiet einnimmt. Um die Attraktivität des Standorts zu sichern, treibt die Flughafenleitung die Modernisierung der Infrastruktur voran. In der jüngsten Aufsichtsratssitzung wurde die Errichtung eines neuen Schnellladeparks für Elektrofahrzeuge beschlossen. Dieser Ladepark, der auf einem Parkplatz vor dem Verwaltungsgebäude entstehen soll, wird

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Hochklassiger Sportauftakt im Fürstentum Monaco für die Saison 2026

Das Fürstentum Monaco bereitet sich im April 2026 auf einen dichten Veranstaltungskalender vor, der den Stadtstaat erneut in den Fokus der weltweiten Sportöffentlichkeit rückt. Den Auftakt bildet das Monte-Carlo Rolex Masters, das vom 4. bis zum 12. April auf dem Gelände des prestigeträchtigen Monte-Carlo Country Club ausgetragen wird. Als Teil der ATP Tour Masters 1000 gilt dieses Sandplatzturnier als einer der wichtigsten Indikatoren für die Formkurve der Profis vor den French Open. Aufgrund des Status des Turniers wird die Teilnahme der geschlossenen Weltspitze erwartet. Die offizielle Setzliste wird am 10. März veröffentlicht, wobei die besondere Lage der Plätze unmittelbar am Mittelmeer traditionell für eine hohe mediale Präsenz und eine exklusive Zuschauerkulisse sorgt. Zusätzliche Recherchen unterstreichen die wirtschaftliche Bedeutung dieser Wochen für den lokalen Sektor. Die Hotellerie und Gastronomie in Monte-Carlo verzeichnen für den Zeitraum der Sportevents regelmäßig eine Vollauslastung. Neben dem Tennissport steht Ende des Monats der Motorsport im Mittelpunkt. Vom 24. bis zum 26. April findet die 15. Ausgabe des Historischen Grand Prix von Monaco statt. Diese vom Automobile Club de Monaco (ACM) organisierte Veranstaltung wird im Zweijahresrhythmus durchgeführt und nutzt den legendären Stadtkurs, der zu weiten Teilen noch der ursprünglichen Streckenführung von 1929 entspricht. Die Rennen sind in verschiedene Epochen unterteilt, was es ermöglicht, die technische Entwicklung von Vorkriegswagen bis hin zu Formel-1-Boliden der 1980er Jahre im direkten Wettbewerb zu beobachten. Der Historische Grand Prix fungiert zudem als logistischer und organisatorischer Vorlauf für den darauffolgenden Großen Preis von Monaco der modernen Formel 1. Die Aufbauarbeiten für die Tribünen

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Mitarbeiter-Reisevergünstigungen: Air India leitet Disziplinarmaßnahmen gegen tausende Beschäftigte ein

Die indische Fluggesellschaft Air India sieht sich mit einem massiven internen Betrugsskandal konfrontiert, der das Ausmaß der betrieblichen Herausforderungen unter der neuen Führung der Tata-Gruppe verdeutlicht. Nach einer umfassenden internen Revision wurden bei mehr als 4.000 Mitarbeitern schwerwiegende Verstöße gegen die Richtlinien für private Flugreisen, die sogenannte Employee Leisure Travel Policy, festgestellt. Den Ermittlungen zufolge haben zahlreiche Angestellte das System manipuliert, indem sie familienfremde Personen als bezugsberechtigte Verwandte deklarierten oder kostenlose Kontingente gewinnbringend an Dritte verkauften. Dieser Missbrauch betrifft einen signifikanten Teil der insgesamt über 24.000 Beschäftigten und wirft grundlegende Fragen zur internen Unternehmenskultur und den Kontrollmechanismen auf. Während sich die Fluggesellschaft in einem ehrgeizigen Transformationsprozess befindet, um die langjährige Verlustzone zu verlassen, reagiert das Management nun mit harten Korrekturmaßnahmen. Dazu gehören die Rückforderung unrechtmäßig erlangter Leistungen, die Verhängung schwerer Geldstrafen sowie eine drastische Verschärfung der Dokumentationspflichten für künftige Reisebuchungen. Der Vorfall belastet nicht nur die Bilanz der Airline, sondern markiert auch einen Wendepunkt in der personellen Führung des Traditionsunternehmens nach der Privatisierung. Systematischer Missbrauch der Reisevergünstigungen Im Zentrum der Ermittlungen steht die Employee Leisure Travel Policy, ein in der Luftfahrtbranche übliches Instrument zur Mitarbeiterbindung. Diese Regelung sieht vor, dass Angestellte sowie deren unmittelbare Angehörige – in der Regel Ehepartner, Kinder und Eltern – pro Geschäftsjahr bis zu 14 Freiflüge oder stark rabattierte Flugscheine in Anspruch nehmen können. Diese Kontingente beinhalten oft auch komplexe Flugverbindungen wie sogenannte Open-Jaw-Tickets, bei denen der Rückflug von einem anderen Ort als dem ursprünglichen Zielort angetreten werden kann. Die interne Untersuchung brachte jedoch ans Licht,

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Finnair investiert in großem Umfang in neue Embraer-Flotte

Die finnische Fluggesellschaft Finnair hat mit dem brasilianischen Flugzeugbauer Embraer eine weitreichende Vereinbarung über die Modernisierung ihrer Regionalflotte getroffen. Der Vertrag umfasst bis zu 46 Flugzeuge des Typs E195-E2, wobei 18 Festbestellungen bereits feststehen. Zusätzlich sicherte sich die Airline Optionen für 16 weitere Maschinen sowie Kaufrechte für 12 zusätzliche Einheiten. Diese Investition gilt als eine der größten in der über 100-jährigen Geschichte der Fluggesellschaft und ist ein zentraler Bestandteil der Strategie zur Stärkung des europäischen Netzwerks. Die Auslieferung der neuen Jets, die in einer Konfiguration mit 134 Sitzplätzen betrieben werden, soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 beginnen. Der Embraer E195-E2 wird bei Finnair die älteren Modelle der E190-Generation ersetzen, die derzeit primär auf Kurz- und Mittelstrecken innerhalb Skandinaviens und nach Mitteleuropa eingesetzt werden. Die neuen Maschinen zeichnen sich durch eine deutlich verbesserte Wirtschaftlichkeit aus und verbrauchen bis zu 35 Prozent weniger Treibstoff als ihre Vorgänger. Für Passagiere bietet das Modell durch die 2-2-Bestuhlung ohne Mittelsitze sowie die leiseste Kabine im Segment der Single-Aisle-Jets einen gesteigerten Komfort. Branchenanalysten werten diesen Schritt als notwendige Reaktion auf den intensiven Wettbewerb im europäischen Luftraum, da die E2-Serie aufgrund ihrer Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit eine präzisere Anpassung an die schwankende Marktnachfrage ermöglicht. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass Finnair mit dieser Flottenentscheidung ihre Position als führende Netzwerk-Airline in Nordeuropa festigt. Während die Langstreckenflotte bereits modernisiert wurde, schließt der Embraer-Deal nun die Lücke im Regionalsegment. Finnair-CEO Turkka Kuusisto betonte, dass die neuen Flugzeuge die Wettbewerbsfähigkeit durch niedrigere Betriebskosten und eine hohe operative Flexibilität massiv steigern werden. Embraer,

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Modernisierung der Langstreckenflotte: Lufthansa Group forciert milliardenschwere Neubestellung und Flottenumbau

Die Lufthansa Group steht unmittelbar vor einer richtungsweisenden Entscheidung über die zukünftige Ausrichtung ihrer Langstreckenflotte. Wie Konzernchef Carsten Spohr am Rande des „Airlines for Europe“-Gipfels in Brüssel bestätigte, befindet sich das Unternehmen in der finalen Phase der Entscheidungsfindung für eine umfangreiche neue Bestellung von Großraumflugzeugen. Der Auftrag, der sowohl Modelle von Airbus als auch von Boeing umfassen könnte, soll die Kapazitäten für das kommende Jahrzehnt sichern und die Abhängigkeit von älteren, wartungsintensiven Flugzeugtypen verringern. Die Auslieferung der neu georderten Maschinen ist ab dem Jahr 2033 vorgesehen. Parallel dazu treibt der Konzern die Ausmusterung legendärer, aber technologisch überholter Modelle wie des Airbus A340-600 und der Boeing 747-400 voran, während Verzögerungen bei neuen Programmen wie der Boeing 777X den betrieblichen Druck erhöhen. Ein strategischer Verkauf von zwei Boeing 747-8 an die US-Regierung zu Beginn des Jahres 2026 spülte zudem frisches Kapital in die Kassen, das nun direkt in die Beschleunigung der Flottenerneuerung fließen soll. In einem Marktumfeld, das durch steigende Rohstoffpreise und geopolitische Instabilitäten geprägt ist, setzt die Lufthansa Group konsequent auf modernstes Fluggerät, um ihre Wettbewerbsfähigkeit auf den interkontinentalen Kernmärkten, insbesondere im Nordatlantik-Geschäft, zu festigen. Strategische Weichenstellung in Brüssel Die Ankündigung von Carsten Spohr in Brüssel kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich der weltweite Markt für Langstreckenjets massiv zuspitzt. Da Produktionskapazitäten bei den großen Herstellern Airbus und Boeing auf Jahre hinaus ausgebucht sind, ist eine frühzeitige Sicherung von sogenannten Liefer-Slots essenziell. Lufthansa plant, die neue Order in den kommenden Wochen offiziell zu machen. Aktuell verfügt die Gruppe bereits über ein

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