Therme Bad Tatzmannsdorf (Foto: Avita Resort).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Initiative Therme Plus fordert politische Unterstützung für die Tourismuswirtschaft

Werbung

Bei der zweiten Generalversammlung des Vereins Initiative Therme Plus im Heilthermen Resort Bad Waltersdorf standen die wirtschaftliche Bedeutung und die aktuellen Herausforderungen der österreichischen Thermenbranche im Mittelpunkt.

Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus, sowie Sandra Neukart von der Österreich Werbung betonten die Rolle der Thermenresorts als unverzichtbare Infrastruktur für den heimischen Tourismusstandort. Mit einer jährlichen Wertschöpfung von rund 1,5 Milliarden Euro leisten die 38 im Verein zusammengeschlossenen Betriebe einen wesentlichen Beitrag zur Belebung der regionalen Wirtschaft und zur Sicherung zahlreicher Arbeitsplätze in ganz Österreich.

Branchenexperten wie Oliver Fritz vom Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) und Mag. Martin Schaffer von mrp hotels lieferten im Rahmen der Veranstaltung fundierte Daten zur Marktentwicklung. Demnach entfallen mehr als zwei Prozent der gesamten jährlichen Nächtigungen in Österreich auf Thermenresorts. Besonders hervorgehoben wurde die Funktion der Betriebe als wetterunabhängiges Ganzjahresangebot, das sowohl nationale als auch internationale Gäste anspricht. Trotz der stabilen Nachfrage sieht sich die Branche mit massiven Belastungen konfrontiert. Obmann Klaus Hofmann von der VAMED Vitality World formulierte klare Forderungen an die Politik, darunter eine Senkung der Mehrwertsteuer analog zur Hotellerie sowie eine gezielte Entlastung bei den hohen Energiekosten.

Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass der Thermensektor in Österreich vor einer Phase notwendiger Investitionen in die Eigenversorgung steht. Staatssekretärin Zehetner stellte in diesem Zusammenhang Erleichterungen bei der Selbstversorgung in Aussicht, um die Krisenfestigkeit der Betriebe zu erhöhen. Neben der Energiefrage bleibt der Fachkräftemangel ein zentrales Thema. Die Initiative Therme Plus drängt auf verstärkte Unterstützung bei Ausbildungs- und Arbeitsmarktoffensiven, um die hohen Service-Maßstäbe langfristig halten zu können. Die Branche versteht sich dabei nicht nur als Erholungsort, sondern als wichtiger Partner in der gesundheitlichen Prävention, der die Lücke zwischen klassischer Wellness und medizinischer Vorsorge schließt.

Die wirtschaftliche Verflechtung der Thermen mit den umliegenden Regionen ist ein entscheidender Faktor für den ländlichen Raum. Investitionen der Resorts ziehen oft weitere Ansiedlungen im Dienstleistungs- und Gastgewerbe nach sich, was die regionale Kaufkraft stärkt. Für die Zukunft planen die Betriebe, ihre Zusammenarbeit innerhalb der Initiative weiter zu vertiefen, um gegenüber der Bundespolitik mit einer geeinten Stimme aufzutreten. Der formelle Akt der Generalversammlung bestätigte den Kurs der Vereinsführung, die Kernanliegen rund um steuerliche Entlastungen und die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber internationalen Standorten konsequent weiterzuverfolgen.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung