Die staatliche Fluggesellschaft Vietnam Airlines wird ihren operativen Betrieb am Flughafen München ab dem 21. April 2026 in den neu errichteten Flugsteig des Terminals 1 verlegen.
Wie das Unternehmen und der Flughafenbetreiber bestätigten, erfolgt die Abfertigung künftig über den rund 360 Meter langen Pier, der als zentrale Erweiterung des bestehenden Gebäudekomplexes konzipiert wurde. Während die Flugzeugabfertigung und das Boarding in den neuen Bereich wandern, bleibt der Check-in für die Passagiere unverändert im Check-in-Bereich C des Terminals 1 bestehen. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Modernisierungsstrategie, um die Aufenthaltsqualität und die Effizienz der internationalen Verbindungen nach Südostasien zu steigern.
Der neue Erweiterungsbau des Terminals 1 stellt mit einer Investitionssumme von rund 665 Millionen Euro eines der größten Infrastrukturprojekte am Münchner Flughafen in den letzten Jahren dar. Der Pier bietet insgesamt 18 neue Flugzeugpositionen, von denen 12 direkt mit Fluggastbrücken ausgestattet sind, was insbesondere für Langstreckenmaschinen wie den von Vietnam Airlines eingesetzten Boeing 787-9 Dreamliner von Vorteil ist. Herzstück des Neubaus ist eine zentrale Sicherheits- und Passkontrolle, die darauf ausgelegt ist, die Durchlaufzeiten für Reisende signifikant zu verkürzen. Durch die räumliche Trennung von Check-in und Boarding-Bereich sollen zudem die Passagierströme innerhalb des Terminals entflochten und die Kapazitätsengpässe der älteren Gebäudeteile behoben werden.
Zusätzliche Recherchen zur strategischen Bedeutung der Route München–Vietnam verdeutlichen das Wachstumspotenzial dieses Marktes. Vietnam Airlines hatte die Direktverbindungen von München nach Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt erst im Herbst 2024 aufgenommen und baut seitdem die Frequenzen kontinuierlich aus. Der Umzug in den modernen Pier ermöglicht der Fluggesellschaft den Zugriff auf hochwertigere Lounge-Kapazitäten und verbesserte Einzelhandelsflächen für ihre Passagiere. Branchenexperten werten die Stationierung im neuen Terminalbereich als klares Bekenntnis zum Standort München, der neben Frankfurt als wichtigstes deutsches Drehkreuz für den asiatischen Flugverkehr fungiert.
Die Inbetriebnahme des neuen Terminals 1-Piers erfolgt nach einer mehrjährigen Bauphase und intensiven Testläufen der Sicherheitssysteme. Für den Flughafen München bedeutet der Einzug internationaler Partner wie Vietnam Airlines eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu anderen europäischen Hubs. Der Neubau wurde technisch so ausgestattet, dass er modernste Standards der Gepäcklogistik und der Grenzkontrolle erfüllt. Durch die Bündelung der Kontrollen an einem zentralen Ort entfallen für viele Passagiere bisher notwendige Mehrfachkontrollen innerhalb des Terminals, was den Komfort für Reisende auf Langstreckenrouten deutlich verbessert.