Foto: FACC AG.
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

FACC AG erzielt Rekordumsatz und kündigt umfangreiches Investitionsprogramm an

Werbung

Das oberösterreichische Luftfahrtzulieferunternehmen FACC AG hat im Geschäftsjahr 2025 mit einem Konzernumsatz von 984,4 Millionen Euro das beste Ergebnis seiner Unternehmensgeschichte erzielt.

Dies entspricht einer Steigerung von 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz anhaltender Herausforderungen durch volatile Lieferketten sowie hohe Personal- und Energiekosten am Standort Österreich konnte das operative Ergebnis (EBIT) signifikant um 49,4 Prozent auf 42,3 Millionen Euro gesteigert werden. Die EBIT-Marge verbesserte sich damit auf 4,3 Prozent. Besonders positiv entwickelten sich alle drei Kernbereiche des Unternehmens: Aerostructures, Engines & Nacelles sowie Cabin Interiors.

Maßgeblicher Treiber für diese wirtschaftliche Stärkung ist das im Herbst 2024 initiierte Effizienzprogramm CORE, das in sämtlichen Divisionen greift. Zusätzliche Impulse lieferten Skaleneffekte am vor vier Jahren eröffneten Standort in Kroatien sowie die globale Fertigungsstrategie, die unter anderem die Produktion für den chinesischen Kurz- und Mittelstreckenjet COMAC C919 umfasst. Ein nahezu unveränderter Personalstand bei gleichzeitig deutlichem Umsatzplus verdeutlicht die gesteigerte Produktivität. Branchenanalysen stützen diesen Kurs: Weltweit sind derzeit über 17.000 Verkehrsflugzeuge bestellt, wobei bis zum Jahr 2044 ein Bedarf von mehr als 42.000 neuen Maschinen prognostiziert wird.

Um von diesem langfristigen Wachstum der Luftfahrtindustrie und dem aufstrebenden Markt der Advanced Air Mobility zu profitieren, plant die FACC bis zum Jahr 2030 Investitionen in der Höhe von rund 350 Millionen Euro. Ein Kernstück dieser Strategie ist die Errichtung eines neuen, hochautomatisierten Werks für Strukturbauteile in St. Martin im Innkreis. In diesen Standortausbau fließen etwa 120 Millionen Euro, wodurch bis zu 300 neue Arbeitsplätze in Oberösterreich entstehen. Angeschlossen an das Werk ist eine Forschungsstätte, die Technologien für die nächste Flugzeuggeneration zur Serienreife entwickeln soll, um die Produktion am heimischen Standort für die kommenden Jahrzehnte abzusichern.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 zeigt sich das Management optimistisch und erwartet ein weiteres Umsatzwachstum zwischen 5 und 15 Prozent. Im Fokus stehen dabei weiterhin die konsequente Umsetzung des CORE-Programms sowie eine weitere Verbesserung der Gewinnmargen. Während die weltweiten Auslieferungsraten bei kommerziellen Flugzeugen und Business Jets steigen, bereitet sich FACC zudem auf die Kommerzialisierung von Logistik- und Passagierdrohnen vor. Die finanzielle Stabilität und die technologische Aufrüstung in der Automatisierung und Digitalisierung bilden hierfür die Grundlage, um flexibel auf Bedarfsänderungen der großen Flugzeughersteller reagieren zu können.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung