Der Flughafen Kopenhagen-Kastrup hat den verkehrsreichsten März seiner Unternehmensgeschichte verzeichnet und damit eine seit zwölf Monaten anhaltende Serie von Rekordwerten fortgesetzt.
Mit insgesamt 2,6 Millionen Fluggästen stieg das Passagieraufkommen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 16 Prozent. Maßgeblich für diesen Zuwachs war eine Kombination aus einer frühzeitig einsetzenden Osterreisewelle, einem verstärkten Inbound-Tourismus nach Dänemark sowie der gefestigten Rolle des Flughafens als zentrales nordeuropäisches Drehkreuz. Allein im ersten Quartal 2026 wurden rund 7 Millionen Reisende abgefertigt, was einem Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Besonders das Segment der Transferpassagiere erwies sich mit fast 730.000 Nutzern als stabiler Wachstumstreiber.
Mit dem Beginn des Sommerflugplans hat der Flughafen seine internationale Vernetzung weiter ausgebaut. Aktuell bedienen 60 Fluggesellschaften mehr als 330 Routen zu insgesamt 175 Destinationen. Zu den jüngsten Netzerweiterungen zählen neue Verbindungen der Scandinavian Airlines (SAS) nach Südfrankreich, insbesondere nach Marseille und Bordeaux. Auch im Interkontinentalverkehr gibt es Zuwachs: Die kanadische WestJet hat eine neue Direktverbindung nach Halifax aufgenommen. Diese Expansion unterstreicht die Attraktivität des Standorts für Langstreckenverbindungen und stärkt die Konnektivität zwischen Nordeuropa und Nordamerika. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass die Auslastung der Maschinen trotz der Kapazitätserhöhungen höher liegt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Ein markanter Trend in der Reiseplanung für das Jahr 2026 ist die steigende Beliebtheit Italiens als Sommerziel. Mit einer Erhöhung der Sitzplatzkapazität um rund 20 Prozent hat Italien erstmals das traditionell führende Spanien als populärste Destination ab Kopenhagen abgelöst. Insgesamt werden 16 italienische Ziele direkt angeflogen, wobei insbesondere für die Metropolen Rom, Mailand und Neapel eine sehr hohe Nachfrage erwartet wird. Der Flughafenbetreiber sieht in dieser Verschiebung der Reiseströme eine Chance, die Erlösstruktur zu diversifizieren und die Auslastung der Terminals über den gesamten Sommer hinweg auf einem konstant hohen Niveau zu halten.
Trotz der positiven Verkehrsentwicklung sieht sich das Management des Flughafens mit wirtschaftlichen Unsicherheiten konfrontiert. Geopolitische Spannungen und die daraus resultierenden Schwankungen bei den Treibstoffpreisen belasten die operativen Margen der Fluggesellschaften. Dennoch zeigt sich die Nachfrage nach Flugreisen im skandinavischen Markt bisher resilient gegenüber inflationsbedingten Kostensteigerungen. Um den prognostizierten Passagieransturm in den Sommermonaten zu bewältigen, wurden bereits zusätzliche Kapazitäten im Bereich der Bodenabfertigung und Sicherheitskontrollen geschaffen. Der Flughafen Kopenhagen festigt damit seine Position als führender Infrastrukturbetreiber in der Öresundregion.